Klassiker - Die Cappins

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Faktor10
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Faktor10 » 19. Juni 2019, 19:56

Ich fand den Roman nicht besonders. Da er aber von Kneifel geschrieben wurde ist es auch kein Wunder. Falls es einer noch nicht weiß, ich mag Kneifel nicht als Autor :D . Aber im Bereich PAD den wir bald besprechen hat er mich ein Mal positiv überrascht. :st:
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 19. Juni 2019, 21:13

Heute vor 49 Jahren erschienen.
Heiko Langhans hat geschrieben:Am 19. Juni 1970 erschien der 461. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Flucht ins Ungewisse
dandelion hat geschrieben:Kein sonderlich erbaulicher Roman. Da sind ein Treibwerksschaden, dessen Reparatur quälend lange hingezogen wird um ein Mindestmaß an Spannung zu schaffen, die zum selben Zweck exakt an der richtigen Stelle unterbrochene Meldung der Sonde und das überspitzte Mißtrauen Atlans, damit noch ein wenig mehr an Handlung herausgeholt werden kann.

Wie so oft bei Darlton gibt es auch einige müde Humoresken um Gucky, der seltsamerweise Merceile nachzusteigen scheint. Das alles reißt nicht gerade vom Hocker, aber es gibt zumindest einen Handlungsabschnitt, der zum Nachdenken anregt.
Ja, das Problem des überfüllten Raumschiffs mit kaputter Lufterneuerungsanlage und Schäden am Lineartriebwerk ist schon interessant. An Bord sind noch vier funktionsfähige Space-Jets. Da hätte Rhodan vielleicht bessere Entscheidungen treffen können. Es passiert dann aber nichts wirklich Tragisches. Der Planet, der auf dem Titelbild zu sehen ist, wird ohne große Verluste erreicht.

Am Ende bleibt vom Roman aber wenig Interessantes übrig. Ein paar müde Späßchen mit Gucky, der misstrauische Atlan. Immerhin hat Johnny Bruck Walter Ernsting in einer Innenillustration an einem Tisch neben Gucky sitzend gezeichnet, zusammen mit Moritatoren, ein Völkchen, das Walter Ernsting wohl sehr sympathisch gefunden hat.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Richard » 20. Juni 2019, 02:44

Faktor10 hat geschrieben:Ich fand den Roman nicht besonders. Da er aber von Kneifel geschrieben wurde ist es auch kein Wunder. Falls es einer noch nicht weiß, ich mag Kneifel nicht als Autor :D . Aber im Bereich PAD den wir bald besprechen hat er mich ein Mal positiv überrascht. :st:

Gerade die PAD war ein Subzyklus, der mir nicht so sonderlich zusagte.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 20. Juni 2019, 07:44

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 26. Juni 1970 erschien der 462. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Der Wissende
Das Titelbild gefällt mir, und es gibt auch ein paar schöne Illustrationen mit Bären.
dandelion hat geschrieben:Manchmal ist er schon schwer zu ertragen, der gute Darlton, vor allem wenn es um die Namensgebung seiner Protagonisten geht. Grummel und Brummel, Piepsi und Grimmi, Onkel Grabsch und Tante Quatsch, da sträuben sich bei mir die Nackenhaare.

Und weil das Heft auch sonst noch gefüllt werden muß, erfindet CD gleich auch noch eine Nebenhandlung um Zeit und Ewigkeit. Darin war er früher gut, aber das ist vorbei. Diesmal ist er zumindest so ehrlich, gleich mitzuteilen, daß die Geschichte um den zeitverschiebenden Metallwürfel keine Fortsetzung oder Aufklärung finden wird. „Vielleicht werden sie wissen… Aber vielleicht werden sie es auch niemals wissen.“ So einfach ist das mit den ungeklärten Rätseln des Universums.
Die Idee mit dem schwarzen Würfel (vermutlich eine Anspielung auf den schwarzen Monolithen in Kubricks 2001) war eine nette Idee, der Roman auch ganz nett, der Wissende entkommt und wird gerettet, aber man muss den Roman nicht gelesen haben. PR 461/462 von Clark Darlton fand ich ziemlich schwach. Aber die Takerer verwandeln wieder einmal einen Planeten in eine zweite Sonne, das ist schon ziemlich düster, da helfen auch Guckys müde Späßchen wenig.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 20. Juni 2019, 17:11

Noch ein Nachtrag:
Heiko Langhans hat geschrieben:Am 26. Juni 1970 erschien der 462. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Der Wissende
Der Untertitel lautet "Er überlistet seine Entführer – und fliegt zur grünen Sonne". Gut, dass es SF-Autoren gibt, die nicht viel auf Realität geben (oder keine Ahnung haben). Aus physikalischen Gründen gibt es keine grünen Sonnen, aber es macht natürlich Spaß, so etwas zu lesen.

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 3. Juli 1970 erschien der 463. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Die Spione von Siga

Handlung
Die Informationen, die der Wissende Schekonu den Terranern überlässt, sind in allen Punkten richtig.
Das Leykeo-System wird von über 5000 takerischen Großkampfschiffen abgeriegelt. Die MARCO POLO steht weit außerhalb des Systems und ortet.
Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Ich merke wieder, warum ich damals in der zweiten Zyklushälfte irgendwann das Interesse verloren habe und mich eher der spannenderen Aphilie in der 4. Auflage und den Ennox in der EA gewidmet habe.

Eine undankbare Aufgabe (mal wieder) für Willi Voltz und zugleich ein Glück für den Leser. Auch wenn diesmal ebenfalls nicht alles Gold ist, was glänzt... ich will nicht wissen, was etwa ein Ewers oder Kneifel aus den Szenen mit den Thunderbolts gemacht hätten. Auch bei Voltz wirken sie mitunter wie ein "Seltsames Paar" oder ein altes Ehepaar, nur eben zu sechst. Aber es artet zum Glück nicht in totalen Slapstick aus.
Zwar lese ich nicht parallel die Aphilie oder die Ennox, aber ich gebe zu, dass ich diese beiden Zyklen im Moment sehr viel lieber lesen würde als die Cappins. Es geht von einem Planeten zum nächsten, hier ist es wieder ein unterentwickelter Planet und eine überschaubare Mission.

Es gibt eine Fülle von Innenillustrationen, insgesamt acht, die den Text schön auflockern, der Planet hat gewiss seinen Charme, und die Geschichte um das Manöver der Takerer, die Präsentation eines falschen Ganjos testen zu wollen, ist auch annehmbar. Was Ewers aus dem Roman gemacht hätte ist eine gute Frage, ich befürchte auch jede Menge Slapstick. Voltz bleibt seriös, aber eine wirklich spannende Handlung bleibt auch er schuldig. Das Thunderbolt-Team scheint nicht wirklich in Gefahr zu sein.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Richard » 21. Juni 2019, 02:30

Gerade am Beginn vom zweiten Teil des Cappinzyklus ging viel Zeit mit dem Fliegen von Planet zu Planet drauf und man entdeckte da meist entweder eine zerstoerte Welt oder stark unterentwickelte Welten... Das haette man meiner Ansicht nach stark verkürzen können.
In den Silberlingen wurde da auch etliches nicht gebracht. - Das kann man auch hier schoen sehen (einfach zum Cappinzyklus scrollen).

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 21. Juni 2019, 15:35

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 17. Juli 1970 erschien der 465. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Ein Steckbrief für die MARCO POLO
dandelion hat geschrieben:leider irren die Terraner noch immer ziemlich planlos durch Gruelfin. Diesmal haben sie Probleme mit dem Trinkwasser und Hans Kneifel schafft es tatsächlich aus diesem wenig abenteuerlichen Umstand einen ganzen Roman zu zimmern. Auch Bäume werden verpflanzt und das war es dann. Halt, bei den letzten Sätzen entwickelt sich doch noch so etwas wie Spannung. Es gibt ein Geheimnis auf Leffa. Da bleibt, wie schon öfter in diesem Zyklus, die Hoffnung auf das nächste Heft.
Diese Hoffnung lässt mich im Moment sehr schnell durch die Hefte gehen. :D

Die MARCO POLO ist jetzt überall bekannt und wird in Gruelfin von takerischen Flotten gehetzt, die die MP auch im Linearraum verfolgen können. Waringer empfiehlt den Einsatz des Dimesextatriebwerks, aber Rhodan hat eine bessere Idee: Tief in eine Sonne eintauchen und mittels einer Space-Jet die Vernichtung der MP vorzutäuschen.

So weit so gut, aber dann schlagen beim Hypertronzapfen Energien durch und verwandeln alles Wasser in Heliumgas, das unter hohem Druck Zerstörungen anrichtet. Physikalisch ist das nahezu unmöglich, aber man braucht ja irgendwelche Geschichten.

Es dauert nicht lange, bis der nächste Bock geschossen wird: Die MARCO POLO, so Hans Kneifel, braucht angeblich nur 110000 Kilometer Bremsweg, um von Lichtgeschwindigkeit c auf Null zu kommen. Mit den einfachen Gleichungen v(t) = c + bt und s(t) = b exp(2log(t))/2 für eine Bremsbeschleunigung von b = - 600 km pro Sekundequadrat berechnet man einen Bremsweg von ca. 100 Millionen Kilometer, also ungefähr das Tausendfache, was Kneifel angibt.

Offensichtlich war Hans Kneifel nicht in der Lage, abzuschätzen, dass ein Schiff mit Lichtgeschwindigkeit 300000 Kilometer pro Sekunde zurücklegt und für den vorgegebenen Weg von 110000 Kilometern nur eine Drittelsekunde benötigt.

Dazu kommt noch, dass Cascal bei einer nicht vorhandenen Luftfeuchtigkeit noch raucht und bei extremer Wasserknappheit seinen Becher, in dem sich ein Achtelliter Wasser (alles was er noch hat) befindet, mit 99-prozentigem Alkohol auffüllt. Rauchen und Saufen in jeder Lage, natürlich. Zum Glück wird die Ärztin Chabrol nicht gefragt, wie sinnvoll das ist.

Ein paar Seiten später wird deutlich, dass Hans Kneifel keine Ahnung hat, was der Unterschied zwischen einem Weißen Zwerg und einem Dunkelstern (vermutlich schwarzes Loch) ist. Als Entschuldigung kann gelten, dass um 1970 vieles aus der Elementarteilchen- und Astrophysik noch nicht allgemein bekannt war und man als PR-Autor nahezu ungestraft jeden Blödsinn schreiben durfte.

Hauptfigur ist wieder einmal Cascal, der sich ähnlich wie der ahnungslose Hans Kneifel durch die Handlung schlängelt, nicht wirklich etwas Sinnvolles zustande bringt, aber munter zu allen Dingen, die er nicht versteht, seine Kommentare abgibt. Am spannendsten war eine Beinahe-Schlägerei um einen halbvollen Becher Wasser. Der Roman schließt mit der Landung auf einem getarnten Geheimplaneten ab, der noch irgendein Geheimnis birgt.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 21. Juni 2019, 19:56

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 24. Juli 1970 erschien der 466. Toman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Stadt und das Raumschiff
Der nächste Roman zeigt eine klassische Pattsituation. Die MARCO POLO kann nicht starten, da sie sonst abgeschossen wird. Solange sie aber auf dem Planeten steht, kann sie nicht wirkungsvoll beschossen werden, da sonst der Planet selbst auch vernichtet wird. Der Roman war nicht sehr spannend, aber annehmbar.

Rhodan taktiert, während Ovaron und Tschubai auf Erkundung gehen. An Bord haben Cascal und Claudia Chabrol mit einer Art Ameisenigel zu tun, der bei der Aufnahme eines kleinen Waldes ins Schiffsinnere eingeschleppt wurde und recht wehrhaft ist. Außerdem bahnt sich etwas Romantisches zwischen beiden an.

Ovaron und Tschubai erbeuten eine ganze Menge: Vier Dakkarkome, einen Halbraumspürer, ein Kodiergerät, ein kleines spezialprogrammiertes Rechengehirn, eine Kollektion verschiedener Strahlwaffen und eine Menge Pläne auf Kassetten und Datenspulen. Man weiß nun, besonders über die Technik des Gegners, eine Menge.

Die Invasion der Takerer wird mittels Pedopeiler erfolgen, also völlig lautlos, durch Übernahme von Wesen in der heimatlichen Milchstraße. Das war eigentlich zu erwarten, finde ich aber sehr spannend und interessant. Es sieht dann wohl auch so aus, dass die entsprechenden Vorgänge in der Milchstraße bald beschrieben werden.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Nisel » 24. Juni 2019, 04:26

Yman hat geschrieben:Bredel als ...
Ist das nicht der, der dann in Gruelfin bleibt?
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Günther Drach
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Günther Drach » 24. Juni 2019, 06:12

Nisel hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Bredel als ...
Ist das nicht der, der dann in Gruelfin bleibt?
PR569, p33: “Das sind nicht Bredels Hunde, sondern es ist Fenris, der Schnauzer des Kamashiten. Ingwer Bredel und die beiden Bullenbeißer sind bei einer Aktion im Hine-Sektor verloren gegangen.“
Wo immer dieser Hine-Sektor auch sein mag.
PR722 zufolge hat er zumindest in Gruelfin etwas zurückgelassen, einen Sohn mit einer Wesakonesin.
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Richard » 24. Juni 2019, 07:03

Günther Drach hat geschrieben:
Nisel hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Bredel als ...
Ist das nicht der, der dann in Gruelfin bleibt?
PR569, p33: “Das sind nicht Bredels Hunde, sondern es ist Fenris, der Schnauzer des Kamashiten. Ingwer Bredel und die beiden Bullenbeißer sind bei einer Aktion im Hine-Sektor verloren gegangen.“
Wo immer dieser Hine-Sektor auch sein mag.
PR722 zufolge hat er zumindest in Gruelfin etwas zurückgelassen, einen Sohn mit einer Wesakonesin.
Jepp; wobei mich es gewundert hat, dass Cappins + Terraner genentisch kompatibel sind, da die Cappins eine andere Anordnung der inneren Organe haben. Siehe auch hier.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Nisel » 24. Juni 2019, 14:43

Richard hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
Nisel hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Bredel als ...
Ist das nicht der, der dann in Gruelfin bleibt?
PR569, p33: “Das sind nicht Bredels Hunde, sondern es ist Fenris, der Schnauzer des Kamashiten. Ingwer Bredel und die beiden Bullenbeißer sind bei einer Aktion im Hine-Sektor verloren gegangen.“
Wo immer dieser Hine-Sektor auch sein mag.
PR722 zufolge hat er zumindest in Gruelfin etwas zurückgelassen, einen Sohn mit einer Wesakonesin.
Jepp; wobei mich es gewundert hat, dass Cappins + Terraner genentisch kompatibel sind, da die Cappins eine andere Anordnung der inneren Organe haben. Siehe auch hier.
Naja, das wiederum hat mich nicht gewundert, wenn ichs recht verstanden habe, stammen die Lemurer ja im Grunde von den Cappins ab, zumindest kam das bei mir so an.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Kardec » 24. Juni 2019, 17:18

Habs so in Erinnerung, daß cappinsches Erbgut eingeschleust wurde.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 24. Juni 2019, 18:49

Nisel hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Bredel als ...
Ist das nicht der, der dann in Gruelfin bleibt?
Keine Ahnung, ich hoffe, die Frage war nicht wirklich ernsthaft an mich gerichtet. Ich habe einen Großteil des Cappin-Zyklus noch nicht gelesen, und Super-Bredel ist auch kein Thema, das mich wirklich interessiert. Der gehört für mich in die Kategorie potenziell nerviger Nebenfiguren. Über die Verwandschaft humanoider Spezies im Perryversum mache ich mir auch nicht sehr viele Gedanken. Dass es von den Cappins irgendwie zu den Lemurern geht, ist halt so. Als die Romane geschrieben wurden stand sicher auch von Däniken hoch im Kurs, besonders bei Clark Darlton. Die PR-Serie hat sich sicher dankbar mehrfach dieser Themen angenommen. Lemurerabkömmlinge, Cappin-Abkömmlinge gibt es in jedem siebten Ei, äh Roman.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 1. Januar 2020, 19:41

LaLe hat geschrieben:
20. August 2014, 07:39
Am 28. August 1970 erschien der 471. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Der letzte Test
dandelion hat geschrieben:
23. August 2014, 22:38
Wenn ich mich nicht irre, ist dies der erste Roman, in dem der Taschkar persönlich auftritt. Leider fällt William Voltz nichts Besseres ein, als das Oberhaupt der Takerer als einen Bösewicht übelster Sorte darzustellen, der auf nichts und niemand Rücksicht nimmt, auch nicht auf die eigenen Gefolgsleute. Umso heller können unsere Helden glänzen. Von Voltz ist man doch eigentlich Besseres gewohnt, wenn es um Charakterisierungen geht.
Ich fand den Roman gut zu lesen. Zwischen Rhodan und Ovaron herrscht ein angespannter Zustand, da ihre Prioritäten andere sind. Der ALTE kann da kaum schlichten. Der Taschkar als Bösewicht, so etwas kommt vor. Aber vielleicht macht es Darlton im nächsten Roman ja besser.

Allmählich könnte etwas Zug in den Zyklus kommen. Es stimmt, die MARCO POLO alleine wird es nicht schaffen. Ich bin gespannt, woher die zusätzlichen Kräfte kommen werden.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 2. Januar 2020, 09:54

Heiko Langhans hat geschrieben:
27. August 2014, 13:05
Am 4. September 1970 erschien der 472. Roman der PERRY RHODAN-Serie:
Clark Darlton: Das violette Feuer[/quote]
dandelion hat geschrieben:
28. August 2014, 11:25
Danton ist ernsthaft, dem Taschkar werden von Schekonu auch durchaus positive Eigenschaften zugeschrieben und das Gerangel um die Zellaktivatoren ist größtenteils kurzweilig zu lesen.
Verglichen mit dem Roman davor, von Willi Voltz, ist die Darstellung des Taschkars weniger klischeehaft, aber ich weiß nicht, wozu diese Zuschreibung positiver Eigenschaften dienen soll - als Entschuldigung? Wenn der Taschkar irgendwo Straßen bauen lässt oder Feiertage einführt, usw. wiegt das seine Verbrechen auf?

Das Gerangel um die Zellaktivatoren fand ich grauenhaft. Erstens wusste ich nicht, dass die Aktivatoren als Waffe eingesetzt werden können, die innerhalb von Sekunden töten können, und dann war der ganze Roman ziemlich hanebüchen: Das fängt damit an, dass Rhodan seine Haustiere (Mutanten plus Paladin) behalten darf. Die einzige Überwachung ist eine offensichtliche Kamera, die per telekinetischem Kurzschluss außer Funktion gesetzt wird, Gucky teleportiert zu Rhodan unter die Bettdecke, usw.

Der Taschkar hätte Rhodan und Atlan auf einen anderen Planeten bringen lassen und die Aktivatoren von Robotern untersuchen lassen können, usw. Genauso dumm wie Rhodan sich selbst verhält, indem er sich wieder einmal gefangen nehmen lässt, genauso dumm verhält sich auch der Taschkar. Das ist zwar das übliche Perry Rhodan Niveau, also nichts Ungewöhnliches, aber auch keine Glanzleistung. Ganz am Ende des Romans erscheint das violette Feuer und wirkt seine magischen Kräfte, Ortswechsel, Überleitung zum nächsten Roman.

Ich hoffe, der Zyklus hat noch etwas in der Reserve, oder er ist wenigstens bald vorüber. Zum Glück besitze ich nicht alle Hefte und muss auch nicht alle lesen.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Faktor10 » 2. Januar 2020, 12:24

Es wird besser.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 2. Januar 2020, 18:58

Heiko Langhans hat geschrieben:
3. September 2014, 10:31
Am 11. September 1970 erschien der 473. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Ewers: Die verrückten Roboter
Ein Zwischenroman, den man sich eigentlich auch schenken könnte. Das violette Feuer, warum auch immer, brachte den Einsatztrupp in ein Labyrinth weiterer Fallen, in dem sich Perry, Atlan, der Paladin und die Mutanten mal so richtig austoben könnten, wenn die Lage nicht immer wieder sehr unübersichtlich wäre. Die allgemeine Verwirrung wird aber mit zahlreichen Kalauern wieder wettgemacht, und Kaffee gibt es auch. Ich habe den Roman nicht ungern gelesen, langweilig war er nicht.

Schön, wie sich die Autoren nun so schnell abwechseln: PR 471 Willi Voltz, 472 Clark Darlton, 473 H.G. Ewers, 474 Hans Kneifel, das sind praktisch alle Autoren und das eigentlich herausragende Merkmal dieses Zyklus.

So wie die Dinge im Moment liegen, könnte der Zyklus auch schnell vorüber sein: Der Paladin schießt mit seiner Transformkanone auf den Taschkar in seiner Höhle, aber das wäre zu einfach. Das letzte Viertel des Zyklus muss noch gefüllt werden. Ich bin gespannt, mit was.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 3. Januar 2020, 18:17

Heiko Langhans hat geschrieben:
10. September 2014, 07:26
Am 18. September 1970 erschien der 474. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Das Duell der Mächtigen
dandelion hat geschrieben:
10. September 2014, 11:54
Ich muß zugeben, daß ich mir vom „Duell der Mächtigen“ mehr erwartet hatte, als das finale Duell zweier Revolvermänner, deren Verhalten größtenteils unverständlich bleibt.
Rhodans Verhalten ist mir auch oft unverständlich. Seltsam fand ich, wie es überhaupt zu dem Duell kam. Der Taschkar hätte doch leicht einen Ausweg finden können müssen. Ich habe nicht verstanden, wie er so leicht ein Opfer seines eigenen Systems wurde. Er sitzt da alleine an diesem Schaltpult, in unmittelbarer Nähe zu seinen Gegnern. Vielleicht hielt er sich durch seinen sechsdimensionalen Individualschirm für unverwundbar. Mit Takvorian konnte er nicht rechnen.
dandelion hat geschrieben:
10. September 2014, 11:54
Hans Kneifel gibt sich alle Mühe, die wenig ergiebige Handlungsvorgabe zu dehnen und zu strecken, aber das Ergebnis ist nur ein weiterer Langweiler in einem nach wie vor wenig reizvollen Handlungsabschnitt.
Den Handlungsabschnitt finde ich auch nicht sehr reizvoll, aber den Roman von Kneifel in Ordnung. Es ist SF für Erwachsene, kein dummes Zeug, in der Tradition von Jules Verne (Reise zum Mittelpunkt der Erde), ein wenig Herr der Ringe (Balrog), dieses energetische Lava-Feuermonster in den Tunneln, und auch mit modernen Anklängen (The Cube). Hat mir eigentlich sogar sehr gut gefallen der Roman.
dandelion hat geschrieben:
10. September 2014, 11:54
Am Besten hat mir noch der Vorspann an Bord der Marco Polo gefallen. Bei der Beschreibung der Einsatzvorbereitungen ist Kneifel in seinem Element. Kuruzin blickt durch den Rauch seiner Zigarre, der Geruch starken Kaffees zieht durch die Kabine und die Logistikerin ist, wie es sich für eine Frau geziemt, für den Nachschub an Geschirr und Cognac zuständig. Gewohnte Kneifelidylle, zu der auch die Spötter Danton und Cascal beitragen, die ihm Augenblick der Gefahr ernst und entschlossen sind.
Ja, typisch Kneifel das alles, aber es passte dann leider nicht, dass danach nicht mehr viel von der MARCO POLO gekommen ist.
dandelion hat geschrieben:
10. September 2014, 11:54
Das der Taschkar so schnell aus der Geschichte verschwindet, war aber dann für mich doch überraschend.
Das hat mich auch (ein wenig) überrascht. Schade auch, dass man über seine Person nicht noch mehr erfahren hat. Heute läuft so etwas (Bostich, Molaud) ganz anders. Bei den MdI war es vorher aber auch ganz ähnlich. Da ging auch plötzlich alles sehr schnell in wenigen Bänden, kaum dass man wusste, wer die MdI sind, zu Ende.

Im Moment bin ich mit dem Zyklus nach diesem sehr guten Band von Kneifel wieder zufrieden. Die Urmutter wurde schon mal erwähnt, man kann sich vorstellen, worauf alles hinausläuft.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 3. Januar 2020, 23:19

Heiko Langhans hat geschrieben:
17. September 2014, 10:05
Am 25. September 1970 erschien der 475. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Der große Vasall
DelorianRhodan hat geschrieben:
19. September 2014, 21:58
Das Titelbild gehört eher zu der Kategorie: "Mit verschämtem Blick an der Kasse vorlegen und bezahlen".
PR 475 Titelbild erfüllt vielleicht, vielleicht auch unabsichtlich, den Zweck, den Leser auf eine falsche Fährte zu lenken: Der große Vasall ist der Sammler, nicht die große Kreatur auf dem Bild. Mir hat der Roman gut gefallen, und er hat eines der besten Roman-Enden der Serie. Das Team, vor allem Rhodan, hat sich aus einer verzweifelten Lage herausgekämpft und gelangt an die Oberfläche und bekommt einen Blick auf den Sammler.

Auf dem anderen Handlungsstrang übernimmt der neue Taschkar die Macht, auch das war gut geschrieben, und er greift persönlich in die Entwicklung auf dem Sammler ein und rettet dort sogar unfreiwillig Rhodan vor dem sicheren Tod.

Mit dem Sammler ist nun ein wichtiges Element in der Zyklusentwicklung aufgetaucht, das einen gewissen Fortschritt bringen wird.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 4. Januar 2020, 18:11

Heiko Langhans hat geschrieben:
1. Oktober 2014, 08:10
Am 9. Oktober 1970 erschien der 477. Roman der PERRY RHJODAN-Serie:

H.G. Ewers: Invasion der Schatten
Das Ende des Romans, mit der Machtübernahme Balton Wyts auf Olymp war etwas pathetisch, aber sonst war der Roman ziemlich gut. Mir gefiel, dass ein reiner Telekinet in den Einsatz ging, das hat man nicht so häufig. Meist sind es ja Telepathen, Teleporter, oder Gucky. Balton Wyt war als Figur relativ erfrischend, nicht ganz so abgeklärt wie ein Fellmer Lloyd oder Ras Tschubai. Zwar ein Mutant der zweiten Reihe, aber so viele Mutanten hat das SI nun auch nicht mehr in der Milchstraße. Wyt ist neben dem Supermutanten Corello und dem Halbmutanten Deighton so ziemlich der Einzige, da Rhodan alle anderen mitgenommen hat.

Das Grundthema Invasion durch Körperübernahme (Body Snatchers) wird auch nie langweilig. Insofern war der Cappin-Zyklus sehr gelungen. Ein Höhepunkt des Romans war auf jeden Fall, wie sich der Kaiser gegen die Übernahme durch einen ganzen Trupp Pedotransferer wehrte, mit Erfolg, auch wenn dabei seine Schaltzentrale zerstört wurde.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Faktor10 » 4. Januar 2020, 23:40

Also ich fand den Roman gelungen und es war eine Abwechselung zu den Romanen wo Perry mitspielte.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Yman » 5. Januar 2020, 15:44

Heiko Langhans hat geschrieben:
3. Dezember 2014, 07:36
Am 10. November 1970 erschien der 486. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Zwischen Weltraum und Untergrund
Für mich ist hier Schluss im Cappin-Zyklus. Ich musste zehn Romane überspringen, da mir die Hefte in der Sammlung fehlen, so dass ich beim Lesen dieses Romans einige Verständnislücken hatte.

Roi Danton hat immer noch in Abwesenheit Perrys das Kommando über die MARCO POLO und versucht einen Durchbruch, während das Einsatzkommando aus Perry, Atlan, Tolot, dem Paladin und einigen Mutanten, versucht, Ovaron zu seiner Stellung als Ganjo zu verhelfen. Und es droht immer noch eine Invasion der Milchstraße. Die Urmutter, eine Art OLD MAN 2.0, wird eine Rolle spielen.

In groben Zügen ist das alles klar. Der Cappin-Zyklus gefällt mir grundsätzlich gut, besonders die erste Hälfte war sehr abwechslungsreich, nur dieser Ganjo-Kult mit 200.000 Jahren Geschichte und die relative Sinnlosigkeit der takerischen Invasion einer zig Millionen Lichtjahre entfernten Milchstraße haben mir nicht so sehr gefallen. Die zwei verbliebenen Romane, 493 und 494, und den ganzen Rest des Zyklus schenke ich mir dann mal.

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