Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Alles rund um die Neuerzählung der PERRY RHODAN-Saga
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Partoc
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Partoc »

Sly Boots Returns hat geschrieben: 31. August 2022, 21:05 Die Reise durch die Leere des Abgrunds beträgt gut 6 Wochen und umfasst 35 Sprünge und entsprechende Zwischenstationen an dafür vorgesehenen „Bahnhöfen“ namens Hamtar-1 bis -35.
In Band 220 hatte man mit der MAGELLAN auf die übliche Reisedauer verzichtet, weil das Schiff die Reise in deutlich kürzerer Zeit schaffte. :D
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Sly Boots Returns
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Sly Boots Returns »

@Partoc: Naja, falls es mit einem neuen Super-Antrieb erklärt wird ist es ja noch halbwegs in Ordnung.^^

Band 54: Kurtisane des Imperiums (Alexander Huiskes) / Wertung: 3 von 5 Sterne

Zur Staffelmitte liefert Alexander Huiskes seinen fünften PRN-Band ab und bringt uns Thetas Arbeit als Kurtisane näher, welche jedoch eher der Arbeit einer Geheimagentin gleicht. Die zweite Handlungsebene präsentiert uns den Konflikt zwischen den Methans und den Sternenlotsen. Letztere haben es erst vor kurzem geschafft Crest aus der Gewalt der Unither zu befreien.

Wie wir wissen wurde Theta erfolgreich bei Sergh da Teffron eingeschleußt. Im Namen Ihin da Achrans soll sie wertvolle Informationen an ihre Herrin weiterreichen. Doch das ist freilich leichter gesagt als getan. Ihin schiebt Druck, Theta kann Sergh nicht sonderlich gut leiden und außerdem möchte Theta als letzte Überlebende eines gemeuchelten Adelshauses ohnehin am liebsten ihr eigenes Süppchen kochen. Diese Chance ergibt sich mit dem Auftauchen des penetranten Fantan Set-Yandar. Dieser will Sergh ein Tauschgeschäft anbieten, welches jedoch von Theta abgefangen wird: Die Koordinaten des Planeten Erde gegen „Imperators Gerechtigkeit.“ Bei letzteren handelt es sich um eine antike Knarre, mit derer einst ein Auftragskiller versuchte den ersten arkonidischen Imperator abzumursen. Jedoch ging das Attentat nach hinten los, der Imperator entwand dem Killer die Waffe und erschoss damit den Attentäter. Seitdem gilt die Knarre als extrem wertvolles, arkonidisches Kulturgut und wird bis heute vom obersten politischen Führer getragen. Im aktuellen Fall wäre das freilich der Regent. Theta weiß natürlich wie wertvoll die Koordinaten für Sergh und Ihin sind. Sie will nun einen Weg finden zum Regenten vorzudringen und das Ding als Besun-Tauschobjekt für Set-Yandar zu erbeuten. Hierfür muss unsere Super-Kurtisane ihr ganzes Können auffahren und alte Kontakte reaktivieren. Wird sie Erfolg haben?

Die Maahk Ertore ist Kommandantin des Methan/Maahk-Aufklärungsschiffes HESKRHUR. Sie ist Trägerin eines Tarkanchars, was für einen Maahk eine große Ehre bedeutet. Jedoch stellt der Tarkanchar eher eine Belastung dar, denn in dessen Inneren ist bereits das Bewusstsein einer fremden Person gespeichert, welche Ertore, auf eher schroffe Weise, Anweisungen zuzischt. Besagte Anweisungen belaufen sich daran ein bestimmtes Individuum einzukassieren, welches sich derzeit auf dem Raumschiff IQUESKEL befindet. Und so kommt es zum Kampf zwischen Maahks und Sternenlotsen. Die Maahks schaffen es die ANETIS'KHOR zu vernichten, zahlen dafür jedoch einen hohen Preis mit der Vernichtung der Brutkammer und dem Tod einiger Crewmitglieder. Die IQUESKEL schafft in letzter Sekunde eine Nottransition, jedoch tötet die hierduch freigesetzte Strahlung einen Großteil der Personen an Bord, darunter auch den Unither Golath. Zu den sechs Überlebenden gehören Crest, Che'Den, En'Ihm, Liszog, Zerft und eine Redshirt-Sternenlotsin (sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen).

Die Maahks befinden sich freilich immer noch auf der Jagd nach der IQUESKEL. Und so beginnt ein Katz- und Mausspiel mit kleineren Transitionssprüngen. Laut „RANG-NULL“ der Notfall-Bordpositronik der IQUESKEL ist das bareonische Schiff zu stark beschädigt für größere Transitionssprünge, womit die Niederlage gegenüber der Methans bevorsteht. Als Lösungsvorschlag bietet RANG-NULL eine Reparatur in einer bareonischen Werft an. Das bareonische System ist nicht allzu weit entfernt, weswegen der Vorschlag letztendlich angenommen wird. Zwar stellt sich heraus, dass das Bareon-System von dem arkonidischen Imperium bereits vor Jahrhunderten völlig zerlegt wurde, doch entdecken die Flüchtigen tatsächlich eine voll funktionsfähige und gut geschützte Werft in den Planetentrümmern. Stellt diese wirklich die Rettung dar, oder gab es vielleicht einen guten Grund dafür, dass die Arkoniden das System vernichteten?

Obwohl ich Theta als coolen Charakter in Erinnerung habe und die Ereignisse in diesem Band in zyklischer Hinsicht sehr wichtig sind, konnte mich „Kurtisane des Imperiums“ nicht fesseln. Für mich fällt die 54 leider in die Kategorie Plätscherband. Spannend wird’s nur, sobald die Überlebenden der IQUESKEL die bareonische Werft erreichen. Aber das ist zu wenig zu spät. Bis dahin gibt’s halt hauptsächlich überraschend fades Agentengehampel. Dies hier ist der bis dato schwächste Band von Alexander Huiskes. In den letztem beiden Staffeln hatte er bewiesen, dass er das auch wesentlich besser kann. 3 von 5 Sterne.
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Sly Boots Returns
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Sly Boots Returns »

Band 55: Planet der Stürme (Michelle Stern) / Wertung: 2,5 von 5 Sterne

Mit Planet der Stürme liefert Michelle Stern ihren sechsten PRN-Band ab. Dieses mal wenden wir uns von den altbekannten Charakteren und Handlungssträngen ab, und lernen stattdessen den bereits erwähnten Charron da Gonozal näher kennen, den letzten lebenden Verwandten Atlan da Gonozals. Ferner begleiten wir zwei seiner Agenten auf den Planeten Thersunt, auf dem regelmäßig heftige Stürme toben.

Bei den Beiden handelt es sich um die Ara Ageare und den Naat Tineriaan. Offiziell sollen sie für Charron eine Gruppe aus neun Xirdor einfangen, eine Spezies von Flugechsen, welche in Gefangenschaft eigentlich nach 3 Tagen eingehen. Doch Ageares Geshur glaubt, dass die Tiere auch in Gefangenschaft überleben, wenn man eine komplette Neunergruppe einkassiert. Da Charron einen Narren an Flugechsen gefressen hat, dient die Jagd nach den Xirdor als hervorragender Vorwand, um den tatsächlichen Auftrag zu tarnen. Dieser Auftrag umfasst einen bestimmten Einwohner Thersunts. Die Rede ist vom Großfarmer Epherem da Kirtol.

Dieser ist ein Ex-Militär, der aus mysteriösen Gründen den Dienst quittiert hat, um sich auf Thersunt eine neue Existenz aufzubauen. Gut 15 Jahre lebt er bereits auf dem Strumplaneten, welcher vom arkonidischen Imperium aufgrund seiner miesen Umweltbedingungen als unwirtschaftlicher Randplanet abgekanzelt wurde. Dies sorgte dafür, dass Thersunt als Zufluchtsort für Aussteiger, Flüchtige, dubiose Firmen sowie Klein- und Schwerkriminelle dient.
Doch mit diesem Mikrokosmos ist es bald vorbei, denn der Regent hat das Kriegsrecht ausgerufen, was bedeutet, dass für Schlupfwinkel wie Thersunt kein Platz mehr ist. Für Epherem bedeutet dies, dass er die Flucht antreten muss, ehe die Imperiumsflotte eintrudelt, denn er trägt ein Geheimnis mit sich, welches mit dem Regenten zusammenhängt. Folglich fürchtet er um sein Leben.

Der fettleibige, exzentrische aber auch sehr herzige und sympathische Charron da Gonozal versucht unterdessen auf Kira Ariela (der Gegenstation von Hela Ariela) den Xisrapen Denurion zu umgarnen und auf sein Raumschiff die TAI'GONOZAL zu locken. Xisrapen sind intelligente aber auch extrem unbedarfte Flugechsen, von denen die Arkoniden glauben, dass sie die Wiedergeburt hochrangiger Arkoniden sind. Theoretisch könnte laut arkonidischen Glauben jeder Xisrape ein wiedergeborener arkonidischer Imperator sein. Aufgrund dessen begegnen die Arkoniden den harmlosen Xisrapen mit Bewunderung und Respekt. Und dennoch ist Denurions Leben in Gefahr, denn er ist das letzte lebende Individuum, welches den verschollenen arkonidischen Imperator Orcast XXII lebend gesehen hat.

Planet der Stürme konnte mich nicht überzeugen. Michelle Stern lässt sich extrem lange Zeit endlich mal zu Potte zu kommen, die Beweggründe und Motivationen der Charaktere zu offenbaren und ihre Geschichte in Schwung zu versetzen. Erst ab der Mitte nimmt der Band langsam fahrt auf. Und erst ab ca. Seite 100 fing es endlich mal an interessant zu werden, damit sich so etwas wie Lesespaß einstellen konnte. Bis dahin war es aber ein langer, langweiliger Weg. Aus meiner Sicht waren die ersten 80-100 Seiten von Band 55 übelste Plätscherei und bis dato das Schwächste, was ich in PRN gelesen habe. Ich hatte schon gedacht, dass dies hier der erste Band werden wird, der eine schlechte Wertung kassiert. Da es auf den letzten Metern doch noch halbwegs unterhaltsam wird, reicht es immerhin noch für eine mittelmäßige Wertung. Mit Ruhm hat sich die Autorin hier aber gewiss nicht bekleckert.
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Sly Boots Returns
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Sly Boots Returns »

Band 56: Suchkommando Rhodan (Hermann Ritter) / Wertung: 5 von 5 Sterne

Zum vierten und bis dato leider auch zum letzten mal leistet Hermann Ritter einen Beitrag für PRN. Glücklicherweise fällt sein Abschied erfreulich glanzvoll aus, denn die Suche von Reg und Talamon nach Perry bzw. Belinkhar bereitet eine Menge Lesespaß!

Reginald Bull ist immer noch perplex über das unerwartete Ergebnis der Genesis-Krise. Durch einen mentalen Superblock haben die Mutanten des Lakeside-Instituts niemand geringeren als Perry Rhodan herbeibeschworen. Allerdings befindet sich dieser Rhodan bereits im Greisenalter und liegt durch den Transitionsschock der Beschwörung im Koma. Dieses Ereignis in Kombination mit der Tatsache, dass Perry bereits seit 3 Monaten im All unterwegs ist, treibt Reg dazu das Suchkommando Rhodan zu starten.
Um inkognito zu bleiben, lässt Bull das arkonidische Kriegsschiff RANIR'TAN kapern. Die Aktion läuft glatt und Reg nutzt das neue Schiff, um zusammen mit einer Besatzung von Naats, unter denen sich auch der Hacker Jeethar befindet, sowie dem katholischen Priester Brendan Caine, seine Suchmission zu starten. Was folgt ist eine Schnipseljagd über Perrys Reiseroute. Dieser hat hier und da Hinweise gelegt, welche eventuellen Verbündeten dabei helfen sollen ihn aufzuspüren. Somit führt Regs Reiseroute von KE-MATLON aus nach Insinglass XIV und bis ins Trebola-System.
Es gibt da nur ein kleines Problem: Um die Tarnung als arkonidische Militärs aufrecht zu erhalten, benötigt Reg die Unterstützung der Schiffskommandantin Shaneka. Diese zeigt sich freilich wenig kooperativ, da sie Reg und Co. verständlicherweise als Piraten abkanzelt. Reg bittet den geduldigen Menschenfreund Caine darum das Vertrauen Shanekas zu erlangen. Ob das hinhaut?

Auch der Mehandor Talamon startet ein Suchkommando. Allerdings ist sein Ziel der Begierde nicht Rhodan, sondern Belinkhar, in die er immer noch hoffnungslos verknallt ist. Und auch Talamons Suche führt ihn ins Trebola-System. Dort angekommen werden er und sein treuer Gefährte Elnatiner in die Ränkespiele des selbstverliebten neuen Fürsorgers Giwan da Gemerol hineingezogen. Giwan versucht mit aller Gewalt an das Geheimnis der trebolanischen Tarnseide heranzukommen. Um dieses Ziel zu erreichen ist da Gemerol bereit über Leichen zu gehen. Und mit Talamon und Elnatiner hat er zwei nützliche Schachfiguren gefunden.

Suchkommando Rhodan ist so ein Band, der ganz einfach von Anfang bis Ende Spaß macht. Schreibstil und Lesefluss sind super, die Handlung des Bands schreitet schnell voran ôhne lästige Längen zu bilden, und die fiese Verarsche die Reg mit Shaneka auf Insinglass XIV abzieht ist einfach nur megalustig.^^
Natürlich wirken die von Perry Rhodan ausgelegten „Schnipsel“ reichlich konstruiert. Aber ganz ehrlich: Nach den letzten beiden, eher schwerfälligen Bänden ist mir das absolut schnuppe! Wie gesagt gehört Band 56 einfach zu jener Sorte, die ganz einfach nur Spaß bereiten. Ein würdiger Abschied den Hermann Ritter hier abliefert!
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Sly Boots Returns
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Sly Boots Returns »

Band 57: Epetrans Geheimnis (Christian Montillon) / Wertung: 4,5 von 5 Sterne

Mit seinem achten Beitrag zu PRN „Epetrans Geheimnis“ überholt Christian Montillon Frank Borsch und geht bezüglich der Menge an verfassten PRN-Bänden in Führung. Er schildert die lang erwartet Ankunft von Rhodans Gruppe im Thantur-Lok-System, sowie die ersten Schritte auf der Suche nach dem Epetran-Archiv.

Es ist geschafft! Nach zahlreichen Herausforderungen hat es Perrys Gruppe endlich hinbekommen nach Thantur-Lok vorzustoßen, dem Heimatsystem der Arkoniden. Dort angekommen aktiviert sich die angekündigte Holobotschaft von Crest. Diese umfasst jedoch keine klaren Anweisungen zum Fundort des Epetran-Archivs, sondern lediglich vage Hinweise, welche Rhodan erst einmal zu detektivischer Recherchearbeit zwingt.
Atlan unterdessen ist geschockt darüber, dass sich seit seiner 10.000-jährigen Abwesenheit ein weiterer Planet in sein Heimatsystem geschlichen hat. Die Rede ist von der sogenannten Elysischen Welt, welche auch einfach nur Arkon genannt wird. Diese wurde scheinbar vor Jahrtausenden künstlich in die Umlaufbahn der drei Primärplaneten des Thantur-Lok-Systems beigefügt, und wird von einem undurchdringlichen Schutzschild versiegelt. Lediglich die rechtmäßigen arkonidischen Imperatoren dürfen diese Welt für wenige Tage betreten, um somit ihren Amtsantritt zu besiegeln. Eine Ehre, die dem Regenten bislang nicht zuteil wurde.

Atlan beschließt dem Geheimnis der Elysischen Welt auf den Grund zu gehen, doch zuerst steht die Suche nach dem Epetran-Archiv auf dem Plan.
Rhodans Recherche in den arkonidischen Datenbanken führt zu Hinweisen, die auf die Ark Summia-Prüfung auf dem Planeten Iprasa verweisen. Die Ark Summia dient dazu den Extrasinn zu aktivieren, und wurde jüngst vom Regenten für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Davor war die Ark Summia ein Privileg des arkonidischen Adels. Ein weiterer Hinweis verweist auf einen Freund Crests, einem Derengar namens Onat da Heskmar, der bei der Ark Summia scheiterte, und daraufhin in der Wüstenregion Iprasas ins Exil verschwand.

Folglich wird beschlossen sich in zwei Gruppen zu teilen. Perry, Belinkhar und Chabalh begeben sich ins Faehrl-Institut, wo die Ark Summia-Prüfungen durchgeführt werden. Durch den Verkauf der TIA'IR an Ihin da Achran gelangt man an das nötige Kleingeld, um sich ins Institut einzukaufen. Tatsächlich übersteht Belinkhar, im Gegensatz zu Perry, den ersten Eignungstest und darf sich den eigentlichen Prüfungen zur Aktivierung des Extrasinnes stellen. Perry gewinnt dadurch Zeit im Institut Nachforschungen nach dem Epetran-Archiv zu betreiben.

Atlan, Ishy und Iwan begeben sich hingegen in die Wüstenregion Iprasas, wo sie Kontakt zum arkonidischen Nomadenvolk aufnehmen möchten, um mit deren Hilfe Informationen zum Aufenthalt von Onat da Heskmar, und somit zum Epetran-Archiv zu erlangen. Die Kontaktaufnahme zu den Nomaden gelingt reibungslos, doch dann erregt Ishy mittels ihrer Parafähigkeiten die Aufmerksam der insektoiden Taa. Diese sind ein scheinbar friedliebendes, humanoides Ameisenvolk, welches trotz ihrer riesigen Pyramiden-Bauten und offensichtlichen Intelligenz von den Arkoniden ignoriert werden. Die Taa beschließen Ishy zu entführen.

Tja, was soll ich noch groß zu einem Montillon-Band sagen? Erneut wird Lesevergnügen auf einem sehr hohen Niveau geboten. Die Suche nach dem Epetran-Archiv beginnt unterhaltsam und bietet jetzt schon viele Einblicke in die Vielfältigkeit des Thantur-Lok-Systems. Der Planet Iprasa wird schön präsentiert und mit der Elysischen Welt wird natürlich gleich mal wieder ein neues Mysterium eingebaut, welches bei langfristiger Laune halten soll. Die Splittung in zwei Gruppen sorgt für Abwechslung mit gleichwertiger Spannung.
Einziger Wermutstropfen ist jener, dass Epetrans Geheimnis in diesem Band noch nicht gelüftet wird und dieser Handlungsstrang weiterhin offen bleibt.
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Partoc
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Partoc »

Hm :gruebel: , Belinkhar hatte mir als Charakter gefallen, aber nach der Epetran/Arkon Geschichte verschwand sie aus der Serie. :sad: Ich erinnere mich aber, dass sie in irgendeinem der 2xxer Romanen zusammen mit vielen anderen Figuren und deren Schicksalen erwähnt wurde.
Ihin da Achran hingegen ist wieder da und mischt wieder als wichtiger Charakter in der aktuellen Staffel (Band 290) mit. Und hat sich mit Hilfe eines Duplikators auch noch dupliziert. :D
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Sly Boots Returns
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Sly Boots Returns »

@Partoc: Das ist richtig schön zu hören, dass Ihin immer noch mitmischen darf! Und ja, es hatte auch mich damals irritiert, dass Belinkhar zuerst so mühevoll aufgebaut wurde und dann wie ne heiße Kartoffel fallengelassen wurde. Aber dafür sind ja Thora und Gucky zurückgekommen, die ja ewig lange gefehlt haben. Ich merk es jedenfalls recht stark, dass ich die beiden zurückhaben will (Tifflor und Orsons können aber ruhig wegbleiben.:devil:)

Band 58: Das Gift des Rings (Robert Corvus) / Wertung: 4 von 5 Sterne

Wieder dürfen wir einen neuen Autoren für Perry Rhodan Neo begrüßen. Robert Corvus ist der bis dato 19te Autor dieser Serie und erzählt uns, wie es der Regent gedreht hat den arkonidischen Imperator Orcast XXII verschwinden zu lassen. Darüber hinaus begleiten wir Sergh da Teffron auf seinen ersten konkreten Schritten einen Putsch gegen besagten Regenten vorzubereiten und erfahren dabei auch, wie Sergh in den Besitz seines ikonischen Giftrings gekommen ist, dessen Giftbrühe ja auch die Genesis-Krise auslöste.

Charron da Gonozal hat sich zu früh gefreut. Eigentlich ist er ja am Ende von Band 55 davon ausgegangen, dass die bemerkenswerten Regenerationskräfte des Xisrapen Denurion eben diesen vor dem Giftanschlag einer Celista bewahrten. Dummerweise ist die Vergiftung wesentlich hartnäckiger als gedacht und trachtet Denurion immer noch nach dem Leben. Aufgrund dessen fliegt Charron den Naatmond Peshteer an, wo der Xisrape bei einem professionellen Arzt abgeliefert wird. Der Naat-Arzt Parleen kämpft jedoch auf verlorenem Posten, da die Spezies der Xisrapen noch ziemlich unerforscht ist.
Doch Denurion ist eine Kämpfernatur. Trotz seiner Agonie teilt er seine Erinnerungen mit Charron und dessen ehemaliger Flamme Ihin da Achran. Denurion war nämlich der Letzte, welcher den arkonidischen Imperator Orcast XXII gesehen hat. Er berichtet von seiner Zeit als offizieller Hof Parfümeur und bester Freund von Orcast XXII. Seinen hohen Stand hat Denurion seiner naturgegebenen kindlichen Unschuld zu verdanken, für die der von Intrigen gebeutelte Imperator viel übrig hatte.
Doch das Leben der ungleichen Freunde wird kräftig umgekrempelt, als Herak da Masgar, der heutige Regent, aufkreuzt und dem Imperator verkündet er hätte die Welt des Ewigen Lebens gefunden. Ich denke es sollte niemanden überraschen, das Herak eine Falle vorbereitet hat. Er führt Orcast inklusive Familie und Hofstaat nämlich nicht nach Wanderer, sondern nach Kedhassan. Dort wurden vor gut 10.000 Jahren die Orgh von den Arkoniden erpresst und missbraucht (siehe Band 21). Und die Orgh haben ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk für die Arkoniden hinterlassen …

Auch bei Sergh da Teffrons führt der Weg nach Peshteer. Der Naatmond wird von den Arkoniden als Gefängniskolonie benutzt, auf dem sich „tatkräftige“ Naats an den Gefangenen austoben dürfen. Sergh fürchtet immer noch die Todesstrafe durch den Regenten für sein wiederholtes Versagen in der Vergangenheit. Aufgrund dessen beschließt Sergh einen Putsch in die Wege zu leiten, um diesem Szenario zuvorzukommen. Hierfür braucht er schlagkräftige Soldaten, und eben diese sieht er in den Naats. Um Eindruck bei den Naats zu schinden begnadigt er den aufwieglerischen Naat-Nomaden Granaar und lässt einen großen Eisbrocken auf den Wüstenplaneten der Naats stürzen.
Sergh erinnert sich an jene Zeit, als er vor 12 Jahren versuchte Selbstmord in der Wüste von Naat zu begehen, jedoch von einem geheimnisvollen Fremden mit goldener Haut gestoppt wurde. Dieser prophezeihte Sergh eine große Zukunft und schenkte ihm zum Abschied einen schicken Ring mit geheimer Vergiftungsfunktion für verdeckte Morde.
Sergh verspürt das Verlangen seinen Gönner wiederzutreffen. Er findet heraus, dass sich das Geheimversteck des Goldenen höchstwahrscheinlich in der großen Paarungsgrube der Naats befindet. Dort dürfen jedoch nur jene Recken hinabsteigen, welche sich im naatischen Wettkampf, dem sogenannten Tasbur, beweisen.
Sergh beschließt zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Durch den Sieg beim Tasbur könnte er nicht nur seinen Gönner treffen, sondern auch die endgültige Gunst der Naats gewinnen. Doch das ist freilich leichter gesagt als getan. Obwohl Sergh mithilfe seines Nachfolgers, dem Gouverneur Ghorn ter Mariso, betrügt, stellt sich die Teilnahme beim Tasbur als wahres Himmelfahrtskommando heraus. Ob sich unser Oberschurke dieses mal zu viel vorgenommen hat?

Mit Band 58 hat Robert Corvus einen sehr gelungenen Einstand abgeliefert. Sein großer Vorteil ist natürlich, dass er hier den überlangen Rätselarm von Frank Borsch zumindest ein klein wenig stutzen darf und einige offene Fragen beantwortet, sowie spannende Zusammenhänge erschließt. Es ist schon toll, wenn mal eben ein Bogen zu Band 21 geschlagen wird und dergleichen. Ich fand es auch sehr gelungen, wie er den ollen Sergh da Teffron als coole Sau präsentiert hat. Das muss man erst mal schaffen.^^

Allerdings hat Corvus nicht nur gutes vom Exposé mit auf den Weg bekommen. So muss er sich mit dem Xisrapen Denurion herumschlagen, welcher so ziemlich der langweiligste Charakter ist, den man an die Backe geklebt bekommen kann. Durch das sehr naive, kindliche Wesen der Xisrapen ist es schier unmöglich ein Mitgleid dieser Spezies interessant zu gestalten. Und auch ein Robert Corvus scheitert an dieser Aufgabe. Dementsprechend wirken die Denurion-Abschnitte trotz des spannenden Inhalts bemerkenswert dumpf, was ganz einfach daran liegt, dass sie aus dem Blickwinkel eines tumben, chronisch-gutherzigen, kleinen Kindes präsentiert werden. Nochmals: Mit dem Wesen eines Xisrapen kann man nicht viel anfangen, zumal sich diese in mentaler Hinsicht wohl auch nicht groß weiterentwickeln können. Diesen Charaktertypus hatte man mit dem Santor Phylior aus Band 43 wesentlich besser umgesetzt, da sich Phylior, im gegensatz zu Denurion, eben stets weiterentwickelt hat und seiner anfänglichen Naivität mit der Zeit entgegenwirkte. Diesen Entwicklungsprozess gibt es bei Denurion nicht, was wohl an der Beschaffenheit seiner Spezies liegt. Dummerweise fungiert Denurion jedoch als primärer Protagonist von Band 58 und ziert sogar das Coverartwork. Dies ist eine Ehre, die nur wenigen Neo-Charakteren zuteil wird, und was der Langweiler Denurion definitiv nicht verdient hat.

Das Robert Corvus trotz dieser sehr schlimmen Krücke dennoch in der Lage war einen 4 von 5 Sterne Band abzuliefern, spricht definitiv für ihn. Ich freue mich schon auf den nächsten Corvus, wo er hoffentlich ohne einen Klotz wie Denurion arbeiten kann.
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Robert Corvus
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Robert Corvus »

Ah, mein NEO-Erstling ist an der Reihe! Freude herrscht. :juhu:
Der Titel Das Gift des Rings kam von mir. Ich erinnere mich daran, dass der Einwand vorgebracht wurde: "Das klingt aber sehr fantasymäßig." Ich konterte mit: "Das hättet ihr euch überlegen müssen, bevor ihr dem Schurken diesen Ring gegeben habt." Was dann führte zu: "Dann müssen wir aber mit dem Titelbild SF-mäßig gegenhalten!"
So kam der Xisrape auf das Cover.

Wobei ich mit geradezu zärtlichen Gefühlen an diese Figur zurückdenke. Sly Boots Returns, Du hast schon recht, wenn Du seine Naivität herausstellst. Aber er ist eben auch sehr fremd, sehr nicht-irdisch, sehr un-menschlich. Arkoniden, Naats, der Xisrape ... in dem gesamten Taschenheft kommt kein einziger Mensch vor, aber bei dem nicht-humanoiden Xisrapen wird das besonders deutlich. Deswegen habe ich gern mit ihm gearbeitet.
In einem Telefonat mit Expokrat Frank Borsch konnte ich ihn mit der Frage verblüffen, was denn dieser Xisrape beruflich mache. Franks Vorschlag war, dass er einfach ist. Hochverehrt von den Arkoniden, geachteter Passagier ... wie ein glückbringender Geist an Bord. Das war mir zu wenig, er sollte eine Funktion haben. Deswegen wurde er Parfümeur des Imperators, was Gelegenheit für ein wenig Interaktion schuf. Aber dieses einfach Sein ist dennoch ein Aspekt der Figur geblieben, auch in meiner Interpretation, was - wie Du in Deiner Besprechung bemerkst - zu einer Statik im Kern des Charakters führt.

Ansonsten erinnere ich mich noch daran, dass unser Chefredakteur fand, dass die Szene, in der Sergh da Teffron nach bestandener Prüfung zurückkehrt und seine Ansprache hält, direkt "Dune-mäßig" wirke. Das ist für mich ein Riesenkompliment - Der Wüstenplanet ist mein Lieblingsbuch. :)
Jüngster der Vollkommenen.
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von AushilfsMutant »

Ich hoffe ja immer noch auf Band 77 unzensiert. :P

Gogogo!
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmokrat reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)
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Klaus N. Frick
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Re: Sly's PRN-Kurztest Sammelsurium

Beitrag von Klaus N. Frick »

Robert Corvus hat geschrieben: 26. November 2022, 21:24 unser Chefredakteur fand, dass die Szene, in der Sergh da Teffron nach bestandener Prüfung zurückkehrt und seine Ansprache hält, direkt "Dune-mäßig" wirke. Das ist für mich ein Riesenkompliment - Der Wüstenplanet ist mein Lieblingsbuch. :)
Ich sah da vor allem die Szene aus dem Film vor mir, nicht unbedingt aus dem Roman. So erinnert sich eben jeder Mensch irgendwie anders ...
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