PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

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Partoc
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Partoc »

Facetten der Revolution (Band 296) – Roman Schleifer

Achtung Spoiler-Alarm:
Spoiler:
Vergangenheit:
Rashim Haalew lebt mit seiner Zwillingsschwester in Tai-Magarat, auf Arkon I. Beide sind unter armen Verhältnissen in einem Waisenhaus aufgewachsen. Als er 15 Jahre alt war, hatte Rashim bei einer Lotterieverlosung einen der beiden Plätze zu einem Ausflug in den Weltraum gewonnen. Da seine Schwester die viel mehr an dem Ausflug interessiert war als er, sein Ticket aber nicht haben wollte, bat Rashim unter „persönlichen Opfern“ die andere Gewinnerin um ihr Ticket. So nahmen beide Geschwister an der Reise in den Weltall teil. Geleitet wurde es von der Adligen Tamarena da Quertamagin und ihrem Roboter Flox. Sambra, Rashims Schwester war begeistert und beeindruckte die Adlige mit ihrem Wissen. Aber es kam zu einer Tragödie. Durch einen Defekt in Sambas Anzug wurd deren Gehirn durch Sauerstoffmangel so stark geschädigt, dass sie sich nach 15 Jahren als 30jährige nur die Intelligenz einer 3jährigen aufweist. Die Adlige verschwandt sofort nach dem Unfall, ohne zu helfen. Und auch sonst bezahlte Niemand die erforderliche Behandlung. Was bei Rashim Haalew für viel Frust sorg, so dass er ständig von einer Revolution redet, die die Essoya unbedingt brauchen, um das Joch des Adels loszuwerden.

In den Jahren, wo er sich um seine Schwester kümmerte, hatte er neben seinem Buchhalterjob viel Erfolg als „Käfigkämpfer“. Als er erneut eine Wette „kreieren“ will, macht ihm eine Arkonidin ein Angebot. Wenn er eine Widerstandsbewegung aufbaut, dann wird seine Schwester durch eine Behandlung geheilt. Zusammen mit seinem Freund Koretto und einer Arkonidin namens Tahira, die Rashim bei einem Spaziergang in einem Park vor drei Adlingssprösslingen gerettet hat, macht sich Rashim daran eine Widerstandsgruppe aufzubauen. Zu einem Symbol des Widerstands wird die Sprengung des Denkmals des Imperators Walkron I., die Rashim mit Tahera durchgeführt wird.

Die Behandlung seiner Schwester zeigt Erfolg, aber nur für kurze Zeit, bis sie in ihren alten Zustand verfällt. In dieser Zeit hat Rashim eine beachtliche Widerstandbewegung aufgebaut. Aber nun verlangt die mysteriöse Arkonidin (die ihn beauftragte die Widerstandsbewegung aufzubauen), dass er Namen der radikalsten Gruppen preisgibt, erst dann würde die Behandlung seiner Schwester fortgeführt werden. Rashim gibt nach und verrät einige Namen. Die Aushebung einiger Widerstandsnester führt dazu, dass Tahira Koretto als Verräter verdächtigt, doch als sie es Rashim mitteilt, wird das Automatenlokal, in dem sie sitzen, von der Polizei gestürmt. Die beiden flüchten, doch während der Flucht erkennt Tahira, dass Rashim der Verräter ist. Rashim erschießt Tahira, um ihr den Infiniten Tod zu ersparen. Er wird von der Polizei festgenommen und dann später laufen gelassen. Seine Schwester erkennt, dass Rashin ihretwegen viele Arkoniden opfert und versucht es ihm auszureden.

Später schleppt Koretto Rashim zu einem rechtsphilosophischen Diskurs. Wo sie auf Akkren Shenn (dessen Tante Tamarena da Quertamagin ist) treffen. Rashim ist von dem jungen Mann beeindruckt und übergibt ihm die Kontrolle über den Widerstand, wobei er ihm rät, die Strukturen zu ändern. Shenn entschuldigt sich vorher über das Verhalten seiner Tante, und sichert Rashim finanzielle Unterstützung zu. Aber das kommt zu spät, denn als Rashid nachhause kommt, findet er nur ein Abschiedshologramm und seine tote Schwester, die sich das Leben genommen hat, um ihren Bruder daran zu hindern noch mehr Arkoniden zu opfern. Auch Rashid nimmt sich das Leben.

Gegenwart:

Atlan und Rhodan landen mit einer getarnten Korvette und offiziellem Transportauftrag unbemerkt auf Arkon I. Mit dem Ziel die Miasmastrahlung einzusetzen, um den Adel Arkons von der Beeinflussung durch die Amöbophagen zu befreien, nachdem ein erster Versuch misslang. Leider haben sie bei einem erneuten Versuch Schwierigkeiten mit den erhöhten Sicherheitssystemen. Also müssen beide improvisieren. Über mehrere Kontakte versucht Atlan eine Möglichkeit zu erreichen, über Medienhäuser die Miasmastrahlung zu senden. Aber er muss feststellen, dass der Adel kein Interesse daran zeigt, ihm zu helfen. Die Einstellung zu den Essoya hat sich noch mehr verschärft.

Also versucht Atlan mehr über eine ehemalige Verflossene in Tai-Magarat zu erreichen. Als Tamar da Bigator meldet er sich bei Zathine da Orrn. Aber auch diese zeigt kein Interesse, Atlan und Rhodan zu helfen. Mehr noch, das (Gurken-)Anwesen ist von der Polizei umstellt, Zathine hat sie verraten. Aber dank Zathine konnten sie dieser Falle entkommen. Und veranstalteten dabei ein Feuerwerk.

Durch diesen Verrat begriff Atlan, dass er sich von der Vorstellung, sich vom Adel helfen zu lassen, verabschieden muss. Sie machen sich auf zu einem von Atlans Geheimverstecke auf der Kheled-Halbinsel. Wo sie von einem alten Zaliter namens Karguntur empfangen werden. Der aber zuerst davon überzeugt werden muss, dass Atlan auch der ist, der er zu sein behauptet.

Atlan rätselt immer noch darüber, wie sie ihr Ziel erreichen sollen. Da macht Karguntur einen Vorschlag. Per Holo-Metaversum-Cyber-Disk-Verfolgunsjagd-und-anderem-Firlefanz schafft es Atlan die Miasmastrahlung ins Hyperkommunikationsnetz einzuspeisen. Atlans Aktivität ist nicht unbemerkt geblieben. Und schon wird das Geheimversteck von Gleitern umlagert. Auch Maulpancer ist mit von der Partie. Atlan dreht den Spieß um, und lock provokativ Maulpancer und dessen Überschweren in die Station, und schließt sie dort ein. Nach einem Streit mit Rhodan drückt Atlan den „Vernichtungsknopf“ und Erster Hetran Maulpancer I. ist futsch.

Atlan bereitet schon seine Rede für die Thronbesteigung vor, aber Akkren Shenn kommt ihm zuvor. Bevor Atlan und Rhodan den Standort der Übertragung erreichen, wo Shenn statt einer Republik auszurufen, eine Rede auf den Frieden hält und das Volk der Arkoniden dazu aufruft, den Mann, der Maulpancer getötet hat, zum Imperator zu „wählen“. Und das ist niemand anders als Atlan. Aber diesem passt es nicht, dass er als ein Imperator von Shenns Gnaden regieren soll. Entweder absolutistischer Herrscher oder gar nicht. Also entscheidet Atlan, sich zurückzuziehen. Es wird die Arkonidische Republik ausgerufen. Und Atlan krempelt die Ärmel hoch, um es in kürzester Zeit umzusetzen.

Auch Ihin da Achran kriegt mit, was Atlan treibt und ist erbost. Vor allem weil es zum Teil auch ihre Schuld ist, denn sie war es, die Rashim Haalew dazu genötigt hat Widerstandnester aufzubauen, denn wie hatte sie es bereits zu Jethar da Emthon (Theta) gesagt, die beste Revolution ist die, die man selber säet. Für die Misere macht sie Rhodan und die Terraner verantwortlich, und macht sich auf ins Sol-System, um es den Terraner heimzuzahlen

To be continued.
Tja, das war ein Roman mit reichlich eindrücken. Von interessiertem, spannenden Lesen bis hin zu Stellen, wo ich am liebsten meinen E-Reader an die Wand geschmissen und mit einem Hammer draufgekloppt hätte. :o) :devil:

Die Geschichte wird hauptsächlich aus zwei Perspektive erzählt. Aus der von Atlan im klassischen Ich-Atlan-Schreibstil und aus der Perspektive von Rashim Haalew – glücklicherweise nicht im Ich-Schreibstil. :unschuldig: Die Vergangenheitserzählung um Rashim hat mir weit aus besser gefallen als die von Atlan. Da war weniger bekannte Routine und mehr Eigeninitiative vorhanden. Außerdem (und das hatte ich schon öfters geschrieben) habe ich eine Abneigung zum Ich-Atlan-Schreibstil entwickelt. :devil:
Vor allem mit Kapitel 15 hatte ich gekämpft. Als ich an diese Stelle kam, war ich schon etwas von der Reise von „Dick und Doof“ (vielleicht wäre „Dumm und Dümmer“ passender :devil: ) genervt. Und der Autor kam mit irgendeiner Videospiele-Metaversum-Hackerangriff seitens Atlan daher, bei dem ich mich fragte, was es mit hacken zu tun hat. :rolleyes:
Ich war an der Stelle so genervt, dass mein Hirn sich weigerte, die gelesenen Informationen aufzunehmen. :o( Am liebsten hätte ich den Roman sogar abgebrochen. B-(

Die zweite Stelle, bei der ich mich ebenfalls ziemlich bemühen musste durchzuhalten, war als Maulpancer mal nebenbei abserviert wurde (ich hatte es sogar zuerst überlesen :o( ) und mal so auf die Schneller ein Friede-Freude-Eierkuchen-Finale hingeworfen wurde. Ohne Blutbad. :o Ich hatte auf ein Blutbad gefreut. :fg: Das hätte für mich etwas realistischer gewirkt. :P Die Frage ist, wer das Blutbad veranstaltet hätte. Der Adel, die Essoya oder die Überschweren. Vor allem bei den Überschwere fragte ich mich, wo die Überschweren nach Maulpancer Tod abgeblieben sind. :???: Eigentlich müssten sie die Oberhand haben. Die haben eine Flotte mit Transformkanonen. Wieso schießen die Arkon I nicht aus Rache zu Klump? Wo sind die überhaupt? Habe ich die Stelle überlesen, wo sie sich in Luft aufgelöst haben? :gruebel: Die konnten doch nicht alle zusammen mit Maulpancer gestorben sein? :rolleyes:

Na ja, insgesamt haben mich so einige Sachen irritiert. Arkon I scheint ziemlich terranisiert worden zu sein. Terranische Lebensmitteln und so einige Sprüche habe sich die Essoya ebenfalls angeeignet. Atlan hatte ein Geliebt. Nur wann hatte er sie? :gruebel: Es klang für mich so, dass es vor Mirona war. Mit der ist er aber schon seit ca. 50 Jahre zusammen. 55 Jahre, wenn man den Zeitsprung mitrechnet. Und wann hat er diesen Stützpunkt bauen lassen? Als er unter seinen Papi-Allüren lieht? :unschuldig: Und wieso war da ein Zaliter drin? Hat er ihn vorher gerufen oder hockte der dort seit Jahrzehnten drin? :rolleyes:

Vom Schreibstil/Erzählstil war die Vergangenheitserzählung sehr gut. Da hatte ich keine Probleme mit. Nur die Sache mit dem Widerstand kam mir etwas zu kurz. Mehr hätte mir da besser gefallen. In einem Augenblick wollten die Dreier-Clique eine Widerstandsgruppe aufbauen. Im nächsten waren sie schon bei den Anschlägen und schon wurde einkassiert. Über den Aufbau und die Zellen selber war nicht viel drin.
Die tragische Geschichte um die Schwester und Rashims Handlungsweise fand ich gut nachvollziehbar. Deutlich nachvollziehbarer als die von Atlan. :devil: Was mir schwer fiel, war, dass ich nicht so recht zuordnen konnte, zu welcher Zeit diese Vergangenheitserzählung spielt. Wegen des Prologs dachte ich, es passiert zu Zeit Thetas. Aber am Ende tauchte Shenn auf. Also müsste es eher zur Zeit der Besatzung durch die Überschweren gewesen sein. Mehr Hinweise auf den Regierungschef wären schön gewesen. ;)

Die Gegenwartserzählung war überwiegend gut verfasst, aber nicht mein Geschmack. Kann sein, dass ich dort reichlich Details übersehen habe, aber Atlans-Ich-Schreibstile in der „guten“ Tradition von Scheer sind nun mal einfach nicht mein Fall. :P Am Anfang war ich aber noch recht interessiert dabei gewesen, als ich noch dachte, dass Atlan und Rhodan einen Plan hätten. :rolleyes: Aber immer mehr stellte sich raus, dass sie in „Dick und Doof“- oder „Dumm und Dümmer“-Manier eher herumstolperten, von einer schlechten Idee zur nächsten. :fg: Um dann am Ende ratzfatz nicht nur die Miasmastrahlung einzuschleusen, sondern auch Maulpancer loszuwerden.
Überschlugen sich im Vorband noch überall die Rebellen dabei, Rhodan zu helfen, so glänzten sie hier bis zum Ende hin durch dauerhafte Abwesenheit. Das fand ich schade. Hier hätte mir weniger Schnitzeljagd und mehr von den Rebellen und Akkren Shenn sowie auch eine Erzählung aus der Perspektive von Maulpancer besser gefallen. Dann hätte man vielleicht auch erfahren, wieso er Leticron loswerden wollte. B-)
Stattdessen wurde hier am Schluss mal auf die Schnelle alles wie Müll entsorgt. Wobei ich immer noch keine Ahnung habe, was jetzt nach dem Tod von Maulpancer mit den Überschweren los ist. :unsure: Und das Ende war mir auch zu schmalzig. :unschuldig: Und Atlan zu sehr eine Diva. :fg:

Meine Wertung: 5,50 Punkte (Note: 2) -> ( 3 , 2+ )


Beim TiBi bleibe ich bei meiner 3. Die besagte Stelle habe ich gefunden:
Spoiler:
Rashims Armbandkom vibrierte. Nur noch eine Zentitonta, bis die erste Aktion der Widerstandsbewegung das bisherige Herrschaftsgefüge erschüttern würde. Er blickte durch die Wasserstrahlen. Gegenüber thronte das Standbild von Imperator Walkron I. und wachte mit strenger Miene über die Untertanen. Vor ihm kniete Admiral Jezzbeg und wurde in einem hoheitlichen Akt zum Hochedlen Erster Klasse ernannt. Der Platz war für einen Anschlag und eine Botschaft gut gewählt, denn der Imperator hatte in der Statistik der meisten jemals während einer Regentschaft verhängten Todesstrafen die Spitzenposition inne.
Tahira tappte mit dem Fuß – das vereinbarte Signal, dass es nur noch zwei Millitontas waren. Prompt schwitzte Rashim nicht nur an den Händen. Nun rann ihm der Schweiß den Rücken hinab.
Er zuckte zusammen, als eine Stichflamme am Sockel des Monuments emporschoss. Zuerst zerbarst der kniende Admiral, danach der Imperator. Die in alle Richtungen weggeschleuderten Trümmerstücke donnerten gegen ein Prallfeld, das die Statuen umschloss. In dieser Hinsicht hatte sich Rashim bei der Planung durchgesetzt. Sie mussten Leben um jeden Preis schonen, selbst wenn es bedeutete, auf einen Anschlag zu verzichten.
Die Polizeiroboter tauchten erst später auf. Nachdem das Denkmal zerstört ist. Und die Umgebung sieht auch nicht so aus, als wäre es ein öffentlicher Platz. Der Hintergrund ist schwarz. B-)


PS:
»Bejammere nicht die Dunkelheit. Mach Licht! Dies sagt Weidenburn.«
Tja, Weidenburn mal wieder. :unschuldig:

PPS:
Spoiler:
Natürlich hatte es die übliche Diskussion gegeben, wieso ausgerechnet die beiden obersten Alphatiere in den Einsatz gingen. Bei mir war die Angelegenheit persönlich. Ich ertrug es nicht, dass die aus tiefster Vergangenheit aufgetauchten Gon-Mekara Arkon besetzten und obendrein die Führungsschicht des Imperiums manipulierten. Alles in mir schrie danach, meine Brüder und Schwestern zu befreien.
Bei Rhodan hingegen sah die Sache anders aus. Nachdem die Posbis Leticron aus dem Solsystem und allen anderen besetzten Welten im terranischen Raumsektor vertrieben hatten, gab es für ihn eigentlich auch dort reichlich aufzuräumen. Es hätte ihm daher egal sein können, dass Tausende Lichtjahre von seiner Heimatwelt entfernt kriegswütige Eroberer irgendwelche dekadenten Adligen unterjochten. Aber erstens war seine Frau Arkonidin, und zweitens war es ihm seit jeher ein Anliegen, Ungerechtigkeit zu beseitigen – wo auch immer er ihr begegnete. Wenn also ich mich unter anderem für die Verwandten von Thora ins Gefecht warf, wollte er nicht fehlen.
Nichts für ungut, aber diese Erklärung ist echt dünn. :pfeif: Thora als Begleiterin wäre besser. Die müsste nicht schauspielern, eine Arkonidin zu sein. Und hätte Atlan beiseiteschieben könne, um das Knöpfchen zu drücken, um Maulpancer zu erledigen, dann wäre sie die Imperatrice geworden. :fg:
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Tostan
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

Grundsätzlich:
Es ist deine Meinung und du hast damit für dich natürlich Recht.

Klarerweise sehe ich als Autor, der sich bei jeder Szene etwas gedacht hat und danach trachtet, es so spannend und unterhaltsam wie möglich zu schreiben, anders.
Ich bin immer interessiert an der Meinung jedes Lesers, darum ein paar Anmerkungen und Fragen zu deiner Analyse.
Danke mal für die Mühe der Rezi.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Facetten der Revolution (Band 296) – Roman Schleifer

Tja, das war ein Roman mit reichlich eindrücken. Von interessiertem, spannenden Lesen bis hin zu Stellen, wo ich am liebsten meinen E-Reader an die Wand geschmissen und mit einem Hammer draufgekloppt hätte. :o) :devil:
Haha ... echt?
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die Geschichte wird hauptsächlich aus zwei Perspektive erzählt ...
Freut mich, dass die zumindest die Rashim-Ebene gefallen hat.

Ist natürlich schwierig, wenn du die Ich-Perspektive so gar nicht magst. Das ist die Frage, wie objektiv du die Stoy überhaupt noch beurteilen kannst.

Hm ... dumm und dümmer?
Was genau war bei Perry und Atlan "dumm und dümmer"?
Kannst du mir das begründen?
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die zweite Stelle, bei der ich mich ebenfalls ziemlich bemühen musste durchzuhalten, war als Maulpancer mal nebenbei abserviert wurde.
Äh ... nebenbei?
Da ging eine Diskussion zw. Atlan und Malypancer voraus. Und ein Streitgespräch samt Konflikt zwischen Rhodan und Atlan.
Also nebenbei definiere ich anders.

Und in Anbetracht, dass Leticron in 295 einen groß aufgezogenen Abgang hatte, habe ich hier bewusst einen Kontrast gesetzt.

Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 (ich hatte es sogar zuerst überlesen :o( ) und mal so auf die Schneller ein Friede-Freude-Eierkuchen-Finale hingeworfen wurde. Ohne Blutbad. :o Ich hatte auf ein Blutbad gefreut. :fg:
Für Splatter solltest du zu anderer Lektüre greifen :fg:
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Vor allem bei den Überschwere fragte ich mich, wo die Überschweren nach Maulpancer Tod abgeblieben sind. :???:
Musstu genau lesen. Es gibt zwei Stellen im Roman dazu ... :P

Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Arkon I scheint ziemlich terranisiert worden zu sein. Terranische Lebensmitteln und so einige Sprüche habe sich die Essoya ebenfalls angeeignet. Atlan hatte ein Geliebt. Nur wann hatte er sie? :gruebel: Es klang für mich so, dass es vor Mirona war. Mit der ist er aber schon seit ca. 50 Jahre zusammen. 55 Jahre, wenn man den Zeitsprung mitrechnet. Und wann hat er diesen Stützpunkt bauen lassen? Als er unter seinen Papi-Allüren lieht? :unschuldig: Und wieso war da ein Zaliter drin? Hat er ihn vorher gerufen oder hockte der dort seit Jahrzehnten drin? :rolleyes:
Lies das mit dem Zaliter noch mal, auch das steht drinnen ;)
Und da ich nicht auf arkonidisch schreibe, sondern auf deutsch, sind das alles sinngemäße Übersetzung aus dem arkonidischen.
Und die Geliebte von Atlan war nicht die einzige Frau, die er in seinem Leben beglückt hat.
Und auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Es steht drinnen, wie Atlan zu dem Stützpunkt gekommen ist.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Vom Schreibstil/Erzählstil war die Vergangenheitserzählung sehr gut. Da hatte ich keine Probleme mit.
Freut mich. Danke.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die tragische Geschichte um die Schwester und Rashims Handlungsweise fand ich gut nachvollziehbar.
Deutlich nachvollziehbarer als die von Atlan.
*ernsthaft*: Was konntest du da nicht nachvollziehen?
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die Gegenwartserzählung war überwiegend gut verfasst, aber nicht mein Geschmack. Kann sein, dass ich dort reichlich Details übersehen habe, aber Atlans-Ich-Schreibstile in der „guten“ Tradition von Scheer sind nun mal einfach nicht mein Fall. :P Am Anfang war ich aber noch recht interessiert dabei gewesen, als ich noch dachte, dass Atlan und Rhodan einen Plan hätten. :rolleyes: Aber immer mehr stellte sich raus, dass sie in „Dick und Doof“- oder „Dumm und Dümmer“-Manier eher herumstolperten, von einer schlechten Idee zur nächsten. :fg: Um dann am Ende ratzfatz nicht nur die Miasmastrahlung einzuschleusen, sondern auch Maulpancer loszuwerden.
Wenn du irgendwann nicht mehr interessiert liest, hast du ab da natürlich Schwierigkeiten, der Story zu folgen.
Sie hatten einen Plan, doch den hat Malypancer durchkreuzt. Also mussten sie improvisieren. Und beim improvisieren "stolpert" man schon mal. Ich wollte sie jetzt nicht als Oberchecker schildern, die so locker den nächsten Plan aus dem Hut zaubern, der auch noch auf Anhieb funktioniert.
Dann könnte man mir nämlich nen unrealistischen Plot unterstellen.
Da habe ich lieber Helden, die auch mal daneben greifen.
Pst, Pst ... bringt auch mehr Konflikt. ;)

Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Stattdessen wurde hier am Schluss mal auf die Schnelle alles wie Müll entsorgt. Wobei ich immer noch keine Ahnung habe, was jetzt nach dem Tod von Maulpancer mit den Überschweren los ist. :unsure: Und das Ende war mir auch zu schmalzig. :unschuldig: Und Atlan zu sehr eine Diva. :fg:
Sorry, aber auf die Schnelle wäre anders gewesen, nämlich so:
Spoiler:
Prolog:
Gähnend ließ ich meinen Blick über das ausgewählte Publikum im Thronsaal schweifen. Nachdem ich mit Hilfe meiner terranischen Freunde Leticron getötet hatte, war sein Nachfolger Malypancer auch von mir ins Jenseits befördert worden. Kurz war es deswegen zu einem moralischen Konflikt mit Perry Rhodan gekommen, aber er hatte sich wieder eingekriegt. Die Amöbophagen hatten wir durch die Abwehrstrahlung auch beseitigt, damit war der Adel wieder frei.
Und nun würde ich das arkonidische Imperium zu Grabe tragen. Es wurde Zeit für eine Republik.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Beim TiBi bleibe ich bei meiner 3. Die besagte Stelle habe ich gefunden:
Dann hast du die Stelle sicher auch gefunden, in der steht, dass die Statue wieder aufgebaut wurde und die Widerstandsbewegung sie drei mal gesprengt hat.
Und da wissen wir nicht, wie da die Umgebung ausgesehen hat.
Und echt jetzt ... das Tibi beinhaltet die Stelle nicht 1:1, sondern Dirk lässt künstlerische Freiheit einfließen.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Nichts für ungut, aber diese Erklärung ist echt dünn. :pfeif: Thora als Begleiterin wäre besser. Die müsste nicht schauspielern, eine Arkonidin zu sein. Und hätte Atlan beiseiteschieben könne, um das Knöpfchen zu drücken, um Maulpancer zu erledigen, dann wäre sie die Imperatrice geworden. :fg:
Wie oben geschrieben: Du hast recht, weil es ist deine subjektive Meinung.
Ich habe meine dazu. Ich habe mich im Vorfeld daran erinnert, dass ja die Leser immer wider motzen, wieso ausgerechnet die beiden Alphatiere in den Risikoeinsatz gehen und habe hier einen Begründung gefunden, die ich für glaubhaft halte.
Und ich muss dich korrigieren. Thora wäre nach arkonidischen Recht nicht die Imperatrice geworden, nachdem sie Malypancer gekillt hätte. Das war Atlan durch die Ernennung durch seinen Vater.

Atlan und Thora im Einsatz hätte sicher etwas gehabt, aber nachdem Perry schon weitgehend abgemeldet war, wäre auch Thora nur ein Sidekick gewesen. Dann doch lieber Perry als Sidekick. Thora hätte mehr verdient. Aber bekanntlich kann es immer nur einen Haupthelden geben. Und das war Atlan, denn er hat auch die älteren Rechte im Vergleich zu Thora.

:aa:

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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von wepe »

Mich hat der Titel durchgängig aus der Lesestimmung gebracht, weil ich die ganze Zeit vergeblich auf die Facetten der angekündigten Revolution wartete. Auf den Titel bezogen wäre meine Wertung des Romans insgesamt „Thema verfehlt“. Wenn mir „Facetten“ versprochen werden, erwarte ich mehr als zwei recht lineare Handlungsstränge, von denen einer in der Vergangenheit spielt und der andere mit zwei Alphatieren völlig überbesetzt ist.
Meine Erwartungshaltung war, dass ich zumindest von einer Handvoll „Auslöser“, Kipppunkten, Aktionen, Ereignissen o.ä. erfahren dürfte, die zu einer Revolution führen würden. Dass diese Auslöser sich nachvollziehbar aus ökonomischen, gesellschaftspolitischen oder ethischen Widersprüchen gegenüber einer dekadenten Feudalstruktur entwickelt hätten.
Klar ist allerdings auch, dass meine Leser-Erwartungshaltung nichts mit dem zu tun haben muss, was sich ein Autor unter dem Thema vorstellt … Also gut, Schwamm drüber! :P

Schau'n wir uns also an, was Roman als wichtige Facetten sieht:
(1) Da baut ein in schwerer Jugend traumatisierter Rashim (ich glaube in rund ½ Jahr) eine Widerstands-/Untergrundbewegung aus dem Umfeld seiner Kundschaft auf und zieht spektakuläre Anschläge durch – ich möchte wetten, dass ein solcher Erfolg äußerst unwahrscheinlich ist. Wegen eines Deals zugunsten seiner kranken Schwester hintergeht er dann die Freundin und liefert seine Mitstreiter ans Messer bzw. den Überschweren aus. Irgendwann gibt er dann die geheime, in Zellen aufgebaute, dezentralisierte Untergrundorganisation einfach an Akkren Shenn, einen jungen charismatischen Redner, ab. Wie geht das denn in Praxis ??? Per Akklamation? :o Die autonomen Gruppen applaudieren etwa alle ihrem neuen Chef? :D Und die Polizei merkt nix? :fg: Und zum Schluss dann noch der Doppel-Suizid aus moralischer Verzweiflung … och nööö! Mit Anbahnung zur Revolution hat das nur begrenzt zu tun.
(2) Wenn man mal die schönen Action-Sequenzen von Perry und vorrangig Atlan weglässt, stellt sich mir auch hier die Frage, was die konkret zur Revolution beigetragen haben. Das Einspeisen der Miasmastrahlung hat ja endlich funktioniert und randlich bekommen wir dann mit, dass einige Adelige Kopfschmerzen haben. :st: Aber auf ganz Arkon 1 gibt es keinen von denen, der sich aufrafft und ans Mikro geht und sagt, die Überschweren haben uns manipuliert? :unschuldig: Und keiner unserer Helden hält es für notwendig, das an die Öffentlichkeit zu bringen??? :o Eine Revolution braucht Leidensdruck, Ziele und Feindbilder, bei Shenn und Atlan aber wird letztlich von oben eine Neustrukturierung der arkonidischen Gesellschaft angeordnet – und alle applaudieren.
(3) Selbst wenn gemeinsam mit Malpanzer auch der Chef der Sicherheit umgekommen ist, so existiert doch noch der Machtapparat weiter. Hier hätte etwa wesentlich deutlicher werden müssen, dass sich die Arkoniden nun aus Polizeistrukturen o.ä. absetzen oder die Seiten wechseln – indem sie z.B. Übergriffe der Überschweren verhindern. Zudem – was ist in den anderen Städten des Planeten (20 Milliarden Bewohner?) los, nicht nur auf einem großen Platz. Es hätte zumindest gestreift werden sollen, dass durch die Live-Übertragungen überall die Leute auf die Straße gehen. Auch das wäre für mich eine Facette gewesen …
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 (1) Da baut ein in schwerer Jugend traumatisierter Rashim (ich glaube in rund ½ Jahr) eine Widerstands-/Untergrundbewegung aus dem Umfeld seiner Kundschaft auf und zieht spektakuläre Anschläge durch – ich möchte wetten, dass ein solcher Erfolg äußerst unwahrscheinlich ist.
Hast doch gelesen, dass es funktioniert hat. :P
wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 Wie geht das denn in Praxis ??? Per Akklamation? :o Die autonomen Gruppen applaudieren etwa alle ihrem neuen Chef? :D
Husch husch, noch mal nachlesen. Niemand kannte die Anführer ... ;)
wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 Und die Polizei merkt nix? :fg: Und zum Schluss dann noch der Doppel-Suizid aus moralischer Verzweiflung … och nööö!


Rashim greift zum Messer. Dass er ebenfalls Suizid begangen hat, steht nirgends :P

wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 Aber auf ganz Arkon 1 gibt es keinen von denen, der sich aufrafft und ans Mikro geht und sagt, die Überschweren haben uns manipuliert? :unschuldig: Und keiner unserer Helden hält es für notwendig, das an die Öffentlichkeit zu bringen??? :o Eine Revolution braucht Leidensdruck, Ziele und Feindbilder, bei Shenn und Atlan aber wird letztlich von oben eine Neustrukturierung der arkonidischen Gesellschaft angeordnet – und alle applaudieren.


Sag mal, du hast doch den Band auch gelesen.
Da gab es anfangs in dem Park eine Szene, die beschreibt, wie der Adel vor den Amöbophagen mit den Essoya umgeht. Deshalb sind die auf die Barikaden gestiegen, denn der Adel war da noch nicht manipuliert. Hast das wirklich überlesen?
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von wepe »

Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:35
wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 Aber auf ganz Arkon 1 gibt es keinen von denen, der sich aufrafft und ans Mikro geht und sagt, die Überschweren haben uns manipuliert? :unschuldig: Und keiner unserer Helden hält es für notwendig, das an die Öffentlichkeit zu bringen??? :o Eine Revolution braucht Leidensdruck, Ziele und Feindbilder, bei Shenn und Atlan aber wird letztlich von oben eine Neustrukturierung der arkonidischen Gesellschaft angeordnet – und alle applaudieren.
Sag mal, du hast doch den Band auch gelesen.
Da gab es anfangs in dem Park eine Szene, die beschreibt, wie der Adel vor den Amöbophagen mit den Essoya umgeht. Deshalb sind die auf die Barikaden gestiegen, denn der Adel war da noch nicht manipuliert. Hast das wirklich überlesen?
Du meinst die drei Schnösel, die Rambo so schön verfrühstückt hat? Die sind nun nicht gerade repräsentativ für den gesamten arkonidischen Adel, denke ich mal, dazu sind die meisten ja schon zu dekadent ... :fg: Den Hinweis auf die zu erwartende Klassenjustiz z.B. fand ich sehr passend!
Bei ökonomischen, beruflichen oder politischen Diskriminierungen, die man ja ebenso hätte ausführen können, kann man doch nicht davon ausgehen, dass alle Individuen der Adelskaste so ignorant und lernresistent sind - auch bei Fußballfans soll es ja einige friedliche geben ... :devil:
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:52
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:35
wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 01:25 Aber auf ganz Arkon 1 gibt es keinen von denen, der sich aufrafft und ans Mikro geht und sagt, die Überschweren haben uns manipuliert? :unschuldig: Und keiner unserer Helden hält es für notwendig, das an die Öffentlichkeit zu bringen??? :o Eine Revolution braucht Leidensdruck, Ziele und Feindbilder, bei Shenn und Atlan aber wird letztlich von oben eine Neustrukturierung der arkonidischen Gesellschaft angeordnet – und alle applaudieren.
Sag mal, du hast doch den Band auch gelesen.
Da gab es anfangs in dem Park eine Szene, die beschreibt, wie der Adel vor den Amöbophagen mit den Essoya umgeht. Deshalb sind die auf die Barikaden gestiegen, denn der Adel war da noch nicht manipuliert. Hast das wirklich überlesen?
Du meinst die drei Schnösel, die Rambo so schön verfrühstückt hat? Die sind nun nicht gerade repräsentativ für den gesamten arkonidischen Adel, denke ich mal, dazu sind die meisten ja schon zu dekadent ... :fg: Den Hinweis auf die zu erwartende Klassenjustiz z.B. fand ich sehr passend!
Bei ökonomischen, beruflichen oder politischen Diskriminierungen, die man ja ebenso hätte ausführen können, kann man doch nicht davon ausgehen, dass alle Individuen der Adelskaste so ignorant und lernresistent sind - auch bei Fußballfans soll es ja einige friedliche geben ... :devil:
Es gab auch noch andere Stellen im Band, zB wie die Adelige die Waisenkinder behandelt hat.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Partoc »

Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Tja, das war ein Roman mit reichlich eindrücken. Von interessiertem, spannenden Lesen bis hin zu Stellen, wo ich am liebsten meinen E-Reader an die Wand geschmissen und mit einem Hammer draufgekloppt hätte. :o) :devil:
Haha ... echt?
Nicht ganz. Aber irgendwann bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich überlegte, ob ich es nicht wie viele andere machen soll, indem ich jeden Roman, indem Atlan und Arkon zusammen vorkommen, einfach meide. :unschuldig:
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Ist natürlich schwierig, wenn du die Ich-Perspektive so gar nicht magst. Das ist die Frage, wie objektiv du die Stoy überhaupt noch beurteilen kannst.
Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Ich-Perspektive nicht mag. Ich habe sogar Lieblingserzählungen, die sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Aber nachdem ich mich innerhalb von ca. 8 Jahren durch ca. 3000 Perry Rhodan Roman gequält habe :unschuldig: , habe ich nicht nur eine deutlich größere Bandbreite am Lesegeschmack entwickelt, sondern leider auch eine Abneigung zu dem einen oder anderen Schreistil oder oft auftretenden Erzähl-Elementen entwickelt. Dazu zählt die klassische Variante der Ich-Atlan-Schreibstils. Die Betonung liegt auf Atlan. ;) Aber, ja, ich habe einen recht hohen Anspruch auf Ich-Erzählperspektiven. Und die meisten Atlan-Ich-Erzählperspektiv-Romane erfühlen die oft nicht. Eine Abneigung habe ich übrigens auch auf hetzende Schreibstile entwickelt. :fg:
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Hm ... dumm und dümmer?
Was genau war bei Perry und Atlan "dumm und dümmer"?
Kannst du mir das begründen?
Das ist eine sehr sarkastische Anspielung auf ein Handlungsplot, wo zwei Protagonisten davon überzeugt sind, dass sie einen Plan haben, der dann aber nicht klappt, und sie in so oft variieren, bis sie zum Schluss doch Erfolg haben. Und dabei rennen sie von A nach B, und manchmal auch das halbe Alphabet lang weiter. Hat also nichts mit dummen Entscheidungen Seiten Rhodan und Atlan zu tun. ;)
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die zweite Stelle, bei der ich mich ebenfalls ziemlich bemühen musste durchzuhalten, war als Maulpancer mal nebenbei abserviert wurde.
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Äh ... nebenbei?
Da ging eine Diskussion zw. Atlan und Malypancer voraus. Und ein Streitgespräch samt Konflikt zwischen Rhodan und Atlan.
Also nebenbei definiere ich anders.
Die Stelle habe ich Donnerstagsabends gelesen (wie den größten Teil des Romans). Da war ich schon etwas von der Handlung um Atlan und Rhodan genervt. Und dieser Streitgespräche haben mir den Rest gegeben, sodass ich nicht besonders aufmerksam war. Und obwohl ich ursprünglich am Donnerstag noch ein paar Kapitel mehr schaffen wollte, habe ich da abgebrochen, und am nächsten Tag gemerkt, was mit Maulpancer passiert ist. :o(
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 (ich hatte es sogar zuerst überlesen :o( ) und mal so auf die Schneller ein Friede-Freude-Eierkuchen-Finale hingeworfen wurde. Ohne Blutbad. :o Ich hatte auf ein Blutbad gefreut. :fg:
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Für Splatter solltest du zu anderer Lektüre greifen :fg:
Ich hatte eher an die Französische Revolution gedacht. :D
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Vor allem bei den Überschweren fragte ich mich, wo die Überschweren nach Maulpancer Tod abgeblieben sind. :???:
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Musstu genau lesen. Es gibt zwei Stellen im Roman dazu ... :P
Tja, ich habe mal den Schlussteil überflogen, und immer noch nicht wirklich was gefunden. :o(
Nur das hier:
Spoiler:
Der Khasurn der da Gonozals war zwar groß, aber spontan fiel mir kein Verwandter ein, der für den Thron geeignet gewesen wäre. Bevor der nächste Unfähige auf Maylpancer folgte, würde lieber ich in den sauren Apfel beißen und das Ruder übernehmen.
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Die tragische Geschichte um die Schwester und Rashims Handlungsweise fand ich gut nachvollziehbar.
Deutlich nachvollziehbarer als die von Atlan.
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 *ernsthaft*: Was konntest du da nicht nachvollziehen?
Tja, da Atlan und Rhodan oft auf zwei Beinen wandelnde Ideologien sind :devil: , habe ich bei diesen Figuren oft das Problem des Nichtnachvollziehens. Rashim wirkte dagegen wie ein normaler Mensch(Arkonide).
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Wenn du irgendwann nicht mehr interessiert liest, hast du ab da natürlich Schwierigkeiten, der Story zu folgen.
Sie hatten einen Plan, doch den hat Malypancer durchkreuzt. Also mussten sie improvisieren. Und beim improvisieren "stolpert" man schon mal. Ich wollte sie jetzt nicht als Oberchecker schildern, die so locker den nächsten Plan aus dem Hut zaubern, der auch noch auf Anhieb funktioniert.
Dann könnte man mir nämlich nen unrealistischen Plot unterstellen.
Da habe ich lieber Helden, die auch mal daneben greifen.
Pst, Pst ... bringt auch mehr Konflikt. ;)
Na ja, so selten ist diese Plot-Variante eigentlich nicht, gefühlt habe ich sie in letzter Zeit so gut wie in jeder Serie, die ich mir in letzter Zeit angeschaut habe, schon zu Dutzenden erlebt. :rolleyes: :(
Partoc hat geschrieben: 20. Januar 2023, 19:19 Beim TiBi bleibe ich bei meiner 3. Die besagte Stelle habe ich gefunden:
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Dann hast du die Stelle sicher auch gefunden, in der steht, dass die Statue wieder aufgebaut wurde und die Widerstandsbewegung sie drei mal gesprengt hat.
Und da wissen wir nicht, wie da die Umgebung ausgesehen hat.
Und echt jetzt ... das Tibi beinhaltet die Stelle nicht 1:1, sondern Dirk lässt künstlerische Freiheit einfließen.
Deswegen bleich ich auch bei meiner Ursprünglichen Bewertung des TiBis. Hätte ich das Bild als richtig gut passend zum Roman oder zu einer Stelle des Romans empfunden, dann hätte sich meine Meinung zum Bild verbessert.
Tostan hat geschrieben: 21. Januar 2023, 00:22 Ich habe meine dazu. Ich habe mich im Vorfeld daran erinnert, dass ja die Leser immer wider motzen, wieso ausgerechnet die beiden Alphatiere in den Risikoeinsatz gehen und habe hier einen Begründung gefunden, die ich für glaubhaft halte.
Ich hätte wohl genauso wie @wepe gerne mehr über Revolution und die Rebellen als über die Abenteuer der beiden Alphatiere gelesen. :)
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von wepe »

Ich bin ja mit all diesen Detailschilderungen durchaus einverstanden, mir geht es um die m.E. nicht hinreichenden Vorbedingungen für eine Revolution. Selbst wenn die böse Hexe :fg: noch 20 ähnliche Widerstandsgruppen initiiert hätte wie die um Rashim (er als pars pro toto) , hätte das für die Hauptwelt des Arkonidischen Reichs kaum eine Umsturzsituation herbeigeführt. Wo haben sich denn vorher Proteste entwickelt? Wo sind Gruppen im Militär, in den Verwaltungen, bei der Müllabfuhr, etc., die sich, von Shenn beeindruckt, vom Diktat der Überschweren lossagen? Da leisten doch überall Essoya die wirklich anfallenden Arbeiten. Wo sind die Demos mit dem Kampflied "Wir sind die Arbeiter von Wien"? :devil: :P
Aber, wie gesagt, es ist deine Idee als Autor (und die Idee der Expokraten), welche Facetten zur Revoltion führen könnten, nur ich kann die eben nicht nachvollziehen. Erst die Reden von Shenn und Atlan und die Erklärungen ab Kap. 29 haben mich wieder eingefangen, das ist für mich alles gut durchdacht.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von wepe »

Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 ...
Ich hatte eher an die Französische Revolution gedacht. :D
Da hätte Perry ja super vom Hörensagen aus 2. Hand erzählen können! :lol:
Und ich hatte die Idee, die Revolution in Rumänien hätte eine gute Anregung für alternative Abläufe sein können. Wer Lust hat, mal reinzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4 ... ution_1989 Da wird deutlich, wo relevante Kräfte für einen Umsturz zu suchen wären.

Man sieht hier wieder, wie wir Leser unterschiedliche Bilder abrufen. :D Beim Prolog etwa war ich stimmungsmäßig plötzlich bei den drei Hexen in Macbeth. "When shall we three meet again, ..." ;) Auch bei vielen anderen Szenen hatte ich auch großes Lesevergnügen, nur das Gesamtpaket passte irgendwie nicht.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von wepe »

Roman,
hier ein (fast) frischer Lesetipp zum Thema, wenn du wieder mal eine Revolution beschreiben musst: :D
Das kleine Sabotage-Handbuch von 1944
https://www.buecher.de/shop/drittes-rei ... 52470932/
Die besten Tricks des amerikanischen Geheimdienstes im Kampf gegen Hitler

Das Büchlein lohnt sich wirklich und bringt (einem Autor :fg: ) eine Menge netter Anregungen!
Es geht nicht nur um Zerstörung von Geräten und Infrastruktur, sondern auch um effiziente Sabotage in Büros und Behörden: „Vorgesetzte durch dumme Fragen, Untergebene durch Beförderung von Idioten in den Wahnsinn treiben!“ Meiner Erfahrung nach findet das heute noch Anwendung bei vielen Ämtern! :devil:
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Klaus N. Frick »

wepe hat geschrieben: 24. Januar 2023, 13:40 Meiner Erfahrung nach findet das heute noch Anwendung bei vielen Ämtern! :devil:
Auch in Verlagen, habe ich mir sagen lassen, haha.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Nicht ganz. Aber irgendwann bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich überlegte, ob ich es nicht wie viele andere machen soll, indem ich jeden Roman, indem Atlan und Arkon zusammen vorkommen, einfach meide. :unschuldig:
Hm ... Rhodan war doch eh nicht übermäßig präsent.
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Aber, ja, ich habe einen recht hohen Anspruch auf Ich-Erzählperspektiven. Und die meisten Atlan-Ich-Erzählperspektiv-Romane erfühlen die oft nicht.
Erzähl mal. Was ist dein Anspruch?
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Das ist eine sehr sarkastische Anspielung auf ein Handlungsplot, wo zwei Protagonisten davon überzeugt sind, dass sie einen Plan haben, der dann aber nicht klappt, und sie in so oft variieren, bis sie zum Schluss doch Erfolg haben. Und dabei rennen sie von A nach B, und manchmal auch das halbe Alphabet lang weiter. Hat also nichts mit dummen Entscheidungen Seiten Rhodan und Atlan zu tun. ;)
Naja, was sollen sie sonst machen? Den Hut drauf hauen und heimgehen?
Sie müssen improvisieren und nach Plan A kommt Plan B und dann Plan C ...
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Die Stelle habe ich Donnerstagsabends gelesen (wie den größten Teil des Romans). Da war ich schon etwas von der Handlung um Atlan und Rhodan genervt. Und dieser Streitgespräche haben mir den Rest gegeben, sodass ich nicht besonders aufmerksam war.
Was genau hat dich daran gestört?
Zwei Männer, gegensätzliche Ziele und es kann bekanntlich nur einer gewinnen.

@Überschwere:
Spoiler:
Untergebenen. Mir war wichtig, die Gon-Mekara nach diesem ganzen Drama im Boot zu haben. Ein ganzes Volk nur wegen ihres Anführers zu diskreditieren, war der falsche Weg.

Mit einem Schreibstift in der einen Hand und einer Schreibfolie in der anderen saß ich an einem schlichten Arbeitstisch und feilte an der Rede, mit der ich die Kunde vom Ende der Gon-Mekara-Besatzung im Tai Ark’Tussan verbreiten wollte.
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Na ja, so selten ist diese Plot-Variante eigentlich nicht, gefühlt habe ich sie in letzter Zeit so gut wie in jeder Serie, die ich mir in letzter Zeit angeschaut habe, schon zu Dutzenden erlebt. :rolleyes: :(
Du hast alles schon gelesen. Es gibt keine neuen Storys mehr.
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Ich hätte wohl genauso wie @wepe gerne mehr über Revolution und die Rebellen als über die Abenteuer der beiden Alphatiere gelesen. :)
Diese Überlegung stand bei mir auch zu Beginn im Raum. Aber ich fand es öde, zu schildern, wie eine Rebellenbewegung exakt aufgebaut wird. Wen so etwas interessiert, soll ein Sachbuch kaufen.
Ich schreibe lieber über Wesen, die vor einer schweren Entscheidung stehen. Vor Entscheidungen, die an den Grundfesten eines Wesens rütteln und bei denen sich der Leser fragt: Verdammt, wie hätte ich mich entschieden.
Und optimalerweise sind das Fragen, die Nachwirken und mit denen man sich noch beschäftigt, wenn das Buch längst gelesen und wieder in der Bibliothek steht.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

wepe hat geschrieben: 21. Januar 2023, 09:08 Ich bin ja mit all diesen Detailschilderungen durchaus einverstanden, mir geht es um die m.E. nicht hinreichenden Vorbedingungen für eine Revolution. Selbst wenn die böse Hexe :fg: noch 20 ähnliche Widerstandsgruppen initiiert hätte wie die um Rashim (er als pars pro toto) , hätte das für die Hauptwelt des Arkonidischen Reichs kaum eine Umsturzsituation herbeigeführt. Wo haben sich denn vorher Proteste entwickelt? Wo sind Gruppen im Militär, in den Verwaltungen, bei der Müllabfuhr, etc., die sich, von Shenn beeindruckt, vom Diktat der Überschweren lossagen? Da leisten doch überall Essoya die wirklich anfallenden Arbeiten. Wo sind die Demos mit dem Kampflied "Wir sind die Arbeiter von Wien"? :devil: :P
Aber, wie gesagt, es ist deine Idee als Autor (und die Idee der Expokraten), welche Facetten zur Revoltion führen könnten, nur ich kann die eben nicht nachvollziehen. Erst die Reden von Shenn und Atlan und die Erklärungen ab Kap. 29 haben mich wieder eingefangen, das ist für mich alles gut durchdacht.
Die Vorbedingungen finden statt, nur werden sie nicht so ausführlich geschildet, wie du es dir gewünscht hast.
Ich fände es auch öde, diese Sachen zu schildern, denn sie sind immer identisch. Da fangen ein paar Leute lautstark zu motzen an und schreien Revolution oder machen auf "Wir sind dagegen."
Vor allem sind es dann ständige Variationen des selben Themas. Das kann dir doch nicht gefallen.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Tostan »

wepe hat geschrieben: 24. Januar 2023, 13:40 Roman,
hier ein (fast) frischer Lesetipp zum Thema, wenn du wieder mal eine Revolution beschreiben musst: :D
Das kleine Sabotage-Handbuch von 1944
https://www.buecher.de/shop/drittes-rei ... 52470932/
Die besten Tricks des amerikanischen Geheimdienstes im Kampf gegen Hitler

Das Büchlein lohnt sich wirklich und bringt (einem Autor :fg: ) eine Menge netter Anregungen!
Es geht nicht nur um Zerstörung von Geräten und Infrastruktur, sondern auch um effiziente Sabotage in Büros und Behörden: „Vorgesetzte durch dumme Fragen, Untergebene durch Beförderung von Idioten in den Wahnsinn treiben!“ Meiner Erfahrung nach findet das heute noch Anwendung bei vielen Ämtern! :devil:
Ach, da gibt es eine ganze Menge an Literatur. Rules for Radicals zum Beispiel. Und den Counterpart dazu, Rules for Defeating Radicals
bzw noch ein paar spannende Bücher zum Thema Aufruhr.
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Re: PR Neo 296: Facetten der Revolution von Roman Schleifer

Beitrag von Partoc »

Tostan hat geschrieben: 29. Januar 2023, 03:05
Partoc hat geschrieben: 21. Januar 2023, 08:56 Aber, ja, ich habe einen recht hohen Anspruch auf Ich-Erzählperspektiven. Und die meisten Atlan-Ich-Erzählperspektiv-Romane erfühlen die oft nicht.
Erzähl mal. Was ist dein Anspruch?
Tja, wie beschreibt man den eigenen Lesegeschmack. :nixweis: Wenn ich Beispiele nennen soll. Unter den Romanen, die bei mir im letzten Jahr am besten abgeschnitten haben, sind drei Romane mit (größtenteils) Ich-Erzählern. Auf Platz eins befindet sich "Der Marsianer" von Andy Weir mit 7,49 Punkten (Note: 1**). Platz zwei belegt "1984" von George Orwell mit 7,39 Punkten (Note: 1**). Und auf Platz vier ist der Roman von Neil Gaiman "Der Ozean am Ende der Straße" mit 7,23 Punkten (Note: 1*) gelandet. Nur so als Beispiele. :)

Ansonsten würde ich sagen, ich bevorzuge bei Ich-Schreibstilen weniger spannungsgeladene Rumrennerei sondern mehr Tiefgang. Tiefgang in der Erzählung, der Story und sehr gern mehr Tiefgang bei dem Ich-Erzähler. Der Atlan in diesem Roman war eher der klassische Atlan aus der EA.

Und was Atlan insgesamt angeht, da habe ich das Gefühl, dass es einen richtigen Neo Atlan nicht wirklich gibt. An den Borsch-Atlan kann ich mich nicht erinnern. Und der Atlan, der in den 200er auftaucht, wirkt auf mich nicht so recht überzeugend. Er fühlt sich so an, als würde man ihn zu passend in die Geschichten reinpressen. In dieser Staffel verstehe ich nicht recht, wieso er Imperator werden will. Jetzt kann man sagen, er will unbedingt Arkon vor den Überschweren retten. Ok, aber wieso will er Imperator werden. Glaubt er wirklich die Essoya werden jubeln und ihn akzeptieren? :rolleyes: Er ist der Sohn des Mannes, der den Essoya eigentlich verhasst sein sollte. Des Mannes, der die "Traditionen" hochgehalten hat. Und um es mal harmlos auszudrücken: der kein Heiliger war und auf Widerstand nicht mit Samthandschuhen reagierte. Und Atlan will unbedingt der Retter in der Not sein. Wieso? Sein Arkon existiert nicht mehr. Er lebte seit 50 Jahren hauptsächlich in Andromida. Und davor hockte er eine deutlich längere Zeit auf der Erde - mal abgesehen von seinen Ausflügen durchs Universum, über die man nichts wirklich jemand etwas weiß, nicht einmal Atlan selber.

Wieso arbeitet er nicht mit dem Widerstand zusammen und versucht diese zu beeinflussen, kein Massaker zu veranstalten? :gruebel: Um bereits von Anfang an in Richtung neue Regierungsform zu arbeiten. Dann müsste er nicht auf einem Thron rumhocken und ethnische Säuberungen durchführen, die wahrscheinlich zu einer Lieblingsbeschäftigung seines Papas gezählt haben. :devil:

Na ja, insgesamt ist der Atlan in diesem Roman eher ein "klassischer" Atlan. Reibereien mit Rhodan. Nur rudimentären Persönlichkeitsmerkmale mit nicht besonders viel Tiefgang. Also der Standard-Atlan, wie ihn die meisten PR-Leser seit ihrer Kindheit kennen und lieben. Auf mich passt keines der beiden Dinge. Hab die Serie als Kind nicht gelesen. Wurde davon auch nicht geprägt. Ein Hurra gibt es von mir nicht, wenn Atlan in klassischer Form auftaucht. :P
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