Klassiker: Die Endlose Armada

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Lumpazie
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

VISHNA-FIEBER

von Arndt Ellmer

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Handlung:

Obwohl ihr das Virenimperium zur Verfügung steht, hat Vishna nur einen mäßigen Überblick über die Geschehnisse im Grauen Korridor. Aber sie weiß, dass die bisherigen fünf Plagen, die sie der terranischen Menschheit schickte, nicht tödlich waren. Das lag auch nicht in ihrer Absicht, und das Virenimperium, das die Plagen ersann, legte sie derart aus, dass die Menschen immer eine Lösung des Problems finden konnten.

Nun dringt Belice mit einem kleinen Raumschiff in den Grauen Korridor ein, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Dabei entdeckt sie einen semimateriellen Schatten, der den Menschen geholfen hat. Die abtrünnige Kosmokratin ahnt, wer hinter dem 4-D-Schatten steckt. Sie beauftragt das Virenimperium, die sechste und siebte Plage, die miteinander vernetzt sein werden, vorzubereiten, und dringt selbst in jene Zone ein, wo die Karzitanen existieren. Dort findet sie ein 2,50 Meter großes Wesen mit schwarzer Lederhaut, Klauenhänden und einem Multiorgan. Es lebt wie Chthon in einem semimateriellen Zustand. Vishna rettet den Voyde H'ot aus dem Griff des Karzitanen Nolowengrol, der aus Dankbarkeit bereit ist, Chthon zur Strecke zu bringen.

Am 25. März 427 NGZ wird der Voyde H'ot erstmals in Terrania gesichtet. Chthon begreift, dass der Jäger auf ihn angesetzt wurde, und verabschiedet sich von Reginald Bull und Julian Tifflor. Seine Flucht geht über Peking nach Indien und weiter auf den Kontinent Afrika. Von dort meldet er sich ein letztes Mal in Terrania. Das ist am 28. März, und er spricht mit Homer G. Adams. Chthon erklärt, er werde von Terra fliehen und könne darum nicht vor der sechsten Plage warnen.

Einen Tag später tauchen über Terra und Luna Virenwolken auf, wie Geoffry Abel Waringer sie identifiziert. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass sie vom Virenimperium abgespalten wurden und über eine spezielle Programmierung verfügen. Mithin seien sie die sechste Plage.

Die Virenwolken fallen auf Terra und Luna, wo sie sich auflösen. Danach geschieht vorerst nichts, und Ratlosigkeit herrscht. Dann tritt bei allen Menschen ein hohes Fieber auf, das bis auf 41 °C steigt. Entsprechend erhält die Plage die Bezeichnung Vishna-Fieber, auf das eine katatonische Starre folgt. In diesen Stunden werden der Planet und sein Trabant von NATHAN und seinen Robotern bewahrt.

An den beiden ersten Apriltagen scheint die Menschheit sich zu erholen und zeigt keine Spätfolgen. Das stellt sich aber am 3. April als Irrtum heraus. Es setzt der technomanische Effekt ein, und jedes Wesen beginnt, vorhandene Technik abzubauen und Neues herzustellen. Die kleinen Bauteile werden anschließend auf zentralen Plätzen in Städten und Dörfern zusammengetragen und miteinander verbunden. Diese Bauphase hält mehrere Tage an, und Waringer spricht davon, dass es bei allen Menschen zu einer biovirulenten Umprogrammierung des Gehirns gekommen sei, die die technomanischen Schübe bewirkt.

Der Kampf zwischen Chthon und dem Voyde H'ot setzt sich im Bereich der Karzitanen fort. Der 4-D-Schatten hat gegen den Jäger nicht die geringste Chance und sieht schon sein Ende, was weit reichende Konsequenzen nach sich ziehen würde. Da begeht der Voyde H'ot in seiner Ignoranz gegen den Schwächling einen verhängnisvollen Fehler – und wird von Nolowengrol getötet. Chthon kehrt am 9. April völlig entkräftet nach Terra zurück.

Am nächsten Tag scheinen alle im technomanischen Effekt erbauten Maschinen fertig gestellt zu sein. Sie besitzen zumeist Igelform und sind zwischen 30 und 50 Meter groß. Doch eine Untersuchung der Aggregate kann nicht mehr durchgeführt werden, denn sie hüllen sich in undurchdringliche energetische Sphären.

Irgendwo abseits triumphiert Vishna. Die sechste Plage war ein voller Erfolg, und die siebte Plage befindet sich schon auf dem Weg.

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Partoc
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

VISHNA-FIEBER (Band 1164) – Arndt Ellmer

Der Roman fängt ziemlich gut an. Und endlich mit etwas, was in den vorangegangenen Romanen sträflich vernachlässigt wurde: mit Vishna und ihrem direktem Vorgehen. In „Kurt Mahr“-Manier wälzt Ellmer erstmal (und auch später) vergangene Ereignisse durch und knüpft dann an die aktuelle Handlung an. Und siehe da, Vishna gerät in Panik (jedenfalls wirkt es so :rolleyes: ), dass sie es mit den tödlichen Plagen vielleicht übertrieben hat. Und es zwar Überlebende gibt, die sie zu ihren Dienern machen kann, aber selbst das Virenimperium kann nicht bestimmen, wie viele es sind. Aber ihre Befürchtungen wurden sogar „übertroffen“, sie nimmt an, dass keine der Plagen den Menschen genug Schaden zugefügt hat und es die Menschheit noch gibt und sie „muss unbedingt was daran ändern“. Bei mir gab es erstmal Verwirrung, wollte sie die Menschheit jetzt zerstören oder versklaven? :rolleyes: Hat da Ellmer etwas übers Ziel hinausgeschossen und sich verschrieben? :D
Na ja, wie auch immer, entdeckt sie Chthon und „erkennt“ ihn. Also handelt es sich bei Chthron um jemanden, den eine Kosmokratin erkennt:
»Er ist nur ein Schatten seiner selbst, aber er ist hier. Dann kann auch der andere nicht weit sein ...«, klang ihre Stimme über der Dimensionsinsel auf.
Er war ihr Feind, und sie musste ihn bekämpfen. Nur wenn sie ihn ausschalten konnte, würde sie der Menschheit Herr werden.
Dann wird die sechste Plage an die siebte gekoppelt, um die Menschen zu versklaven. Dazu gibt es diese Äußerung:
Mit den beiden letzten Plagen war sie nicht mehr darauf aus, Menschen zu töten. Die angeschlagene Menschheit sollte von ihr versklavt werden.
Leider wird hier nicht im Detail geklärt, was denn die anderen 5 Plagen für Ziele erreichen sollten. Abgesehen davon, so viele Menschen zu töten wie möglich und die Menschheit im Allgemeinen zu schwächen. Was am Ende auch halbbestätigt wird. Laut Vishnas Gedanken sollte das vorherige Martyrium der Terraner, sie so geschwächt und manipuliert haben, dass sie umso einfacher für ihre Zwecke eingespannt werden können. Aber trotzdem bleibt eine gewisse Verwirrung bestehen. Wenn es darum ging, die Terraner zu schwächen, dann waren die Plagen zu heftig, und nur dank mehr Glück als Verstand beseitigt worden. Ziemlich riskant, wenn es von Anfang darum ging, die Menschheit zu versklaven.
Insgesamt wirkt es auf mich eher so, als hätte ein wütendes Kind (Vishna) nach der ersten Plage (die einen Sinn hatte) nach allem gegriffen, was sie in Reichweite fand, und auf die Menschen „geschmissen“, ohne Rücksicht drauf zu nehmen, wie viele ihrer zukünftigen Sklaven sie dabei tötet. :fg:
Erst mit der sechsten und siebten Plage wirkt es so, als hätte Vishna endlich einen Plan für die Terraner entworfen! :lol:

Danach gibt es zwei Storys. Das Duell zwischen Chthon und Voyde H’ot und das Auftauchen der Virenwolken, die das Vishna-Fieber verursachen. Von den beiden Storys hat mir das Duell besser gefallen. Da war Ellmer beim Erzählen deutlich fokussierter als im anderen Erzählzweig. Bei der sechsten Plage war er schreibtechnisch stellenweise etwas schwerfällig und holprig. Generell habe ich oft Probleme mit seinem Schreibstil. Er wirft oft mit vielen Informationen um sich, manche von wichtiger Natur, andere eher weniger. Und er neigt dazu manchmal ganze Handlungsvorgänge in einzelne Sätze reinzupacken, so dass man seine Werke oft sehr aufmerksam lesen muss, wenn man keine wichtigen Details verpassen will. Pech nur, wenn er vorher einen mit unwichtigen Dingen einlullt. :pfeif:

Trotz meiner Schwierigkeiten mit Arndt Ellmers Romanen war dieser für mich einer seiner besseren. Was zu einem großen Teil daran lag, dass es sich dabei um einen der zwei wichtigsten der ganzen Plagen-Romane handelt.

Meine Wertung: 5,55 Punkte (Note: 2)


Auf dem TiBi sieht man das Finale des Kampfes zwischen Chthon und Voyde H’ot. Chthon ist dabei der blau Kerl. Voyde H’ot die Kreatur, die von einem Tentakel gepackt wurde, um von Nolowengrol, dem Feinschmecker, gefressen zu werden. :yummy:
Was auf der ersten Illustration abgebildet ist, darüber muss ich spekulieren. Kann sein, dass es sich um Voyde H’ot handelt, der nur als Schatten zu sehen ist. Oder um Chthon. Kann aber auch eine der noch übriggebliebenen Pflanzen aus der vierten Plage sein. Die Menschen hatten noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Auf der zweiten Illustration sieht man Voyde H’ot im Zweikampf mit Chthon, beide sehen anders aus als auf dem TiBi.


PS:
»Fünf Plagen habe ich in den Grauen Korridor geschickt«, sagte sie. »Noch immer habe ich keine befriedigende Nachricht erhalten, dass sie Erfolg hatten. Kish ist nicht wieder aufgetaucht, und ich habe den Verdacht, dass er sich heimlich aus diesem Teil des Universums entfernt hat. Auch von den Feen der Seele gibt es keine Gedankenimpulse der Freude.«
Tja, irgendwie hat Ellmar - wenn er es wusste - vergessen zu erwähnen, welcher „Erfolg“ hier gemeint ist! :rolleyes:
Nur das hier:
»Von unserem Standort aus ist es unmöglich, Anzeichen dafür zu erkennen, ob die Menschheit Opfer der manipulierten extra-universellen Phänomene geworden ist«, erwiderte das Virenimperium. »Das war dir von Anfang an klar.«
Lumpazie
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

EINSTEINS TRÄNEN

von William Voltz

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Handlung:

Einen Tag nach dem Ende des technomanischen Effekts wird auf Terra festgestellt, dass sich im Grauen Korridor unzählige azurblaue Kugeln mit einem Durchmesser von 1,20 bis 1,30 Meter versammelt haben. Es sind 6-D-Strahler und parallel dazu, so wird Reginald Bull und Julian Tifflor mitgeteilt, haben die Techno-Apparate damit begonnen, Energie aus den terranischen Kraftwerken zu laden und zu speichern. Damit einher geht der Zusammenbruch der planetaren Energieversorgung. Es gilt als sicher, dass die siebte Plage eingetroffen ist.

Einige Zeit zuvor: Ernst Ellert fällt nach seinem Erwachen am 2. Februar 427 NGZ in eine Starre. Er hat die Vision von Einsteins Tränen und erwacht nach langer Zeit. Ellert ist in seinen halbverwesten Originalkörper zurückgekehrt, und flieht nun aus dem subplanetaren Mausoleum. Auf der Oberfläche stellt er fest, dass es der 11. April ist.

Die Hyperinpotronik NATHAN meldet sich und teilt mit, dass die emittierte 6-D-Strahlung der azurblauen Kugeln Ähnlichkeit mit jener hat, die vorzeiten beim Potential-Verdichter der Meister der Insel auftrat. Wenig später trifft Chthon im HQ-Hanse ein – und Ellert. Der Mutant berichtet von seinem Besuch auf EDEN II und der Vision von Einsteins Tränen, von denen es ebenso viele gibt wie Bewohner auf Terra und Luna. Die Tränen weisen auf Vishnas Prophezeiung, Terra in Scheiben schneiden zu wollen. Ellert weiß weiterhin, dass die Menschheit biophysisch mit dem Virenimperium vernetzt werden soll. Letztlich würde daraus eine Gefahr für die Kosmokraten erwachsen.

Am nächsten Tag zeigt es sich, dass das Vishna-Fieber noch eine Spätfolge hat – und bis zum 14. April fallen alle Menschen in Apathie. Aktiv bleiben nur Ellert, Chthon und NATHAN.

Die RAKAL WOOLVER mit Bradley von Xanthen, Roi Danton und Demeter an Bord, befindet sich, wie weitere LFT-Raumschiffe, weiterhin im Solsystem auf der Suche nach Terra. Auch Taurec weilt noch vor Ort und befindet sich an Bord seiner SYZZEL. Der Bote der Kosmokraten weiß, dass es Zeit wird, zu sich selbst zu finden. Nur dann wird er sein volles Machtpotenzial ausspielen können. Außerdem reagiert schon die SYZZEL, und er hat Schwierigkeiten, das Schiff zu fliegen.

Taurec kennt diejenige, der er seine Probleme verdankt. Endlich, am 23. April, ändert sich seine Situation etwas. Er kann die SYZZEL wieder voll nutzen und muss an das Ende der siebten Plage denken. Nach fünf Tagen entdeckt Taurec eine schlauchförmige, n-dimensionale Irregularität, den Grauen Korridor.

NATHAN teilt Ellert und Chthon mit, dass alle Menschen von Luna nach Terra gewechselt und ebenfalls apathisch geworden sind. Aufgrund des herrschenden Energiemangels kann die Inpotronik nicht in das Geschehen eingreifen. Allerdings existiert noch eine Transmitterverbindung, mit der Ellert und Chthon nach Luna wechseln könnten. Doch sie bleiben vorläufig auf Terra. Ihre Versuche, die Menschen aus der Apathie zu reißen, fruchten nichts. Das geschieht schließlich automatisch, aber nur für eine kurze Zeit. Alle Menschen versammeln sich im Freien und blicken erwartungsvoll in den Himmel. Sie warten auf Einsteins Tränen.

Am 16. April beginnen die Menschen zu schrumpfen. Gleichzeitig tauchen die azurblauen Tränen am Himmel auf und verharren jeweils über einem Individuum. Vier Tage später stellen Ellert und Chthon fest, dass Einsteins Tränen ihre azurblaue Farbe verloren haben. Als sie näher treten, erkennen sie, dass es sich jetzt um miniaturisierte Erden handelt.

Nochmals drei Tage später ist es soweit. Die auf Zentimeter geschrumpften Menschen heben vom Boden ab, schrumpfen auf Virengröße und stürzen jeweils auf eine Minierde. Chthon beobachten dieses phantastische und Furcht einflößende Phänomen bei Bull. Anschließend setzen sie sich nach Luna ab.

Als Bull erwacht, ist er nackt – und allein. Der Himmel Terras ist wieder blau, was er im Grauen Korridor nicht war. Weder Luna noch der Graue Korridor sind zu sehen. Nun fallen Bull auch andere Veränderungen auf, es gibt weder eine Flora noch eine Fauna. Befindet er sich überhaupt auf Terra? Bull akzeptiert, dass er sich auf einer Pseudoerde befindet. Dann sieht er einen vorbei huschenden Schatten am Himmel, und für einen kurzen Moment erblickt Bull das skelettierte Gesicht Ellerts. Es ist der größte Schock seines bisherigen Lebens.

Anmerkungen

Dieser Roman ist der letzte von William Voltz.
Der Roman ist Bestandteil der dritten Ausgabe von Perry Rhodan-Kompakt.


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Partoc
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

EINSTEINS TRÄNEN (Band 1165) – William Voltz

Die letzte Plage Vishnas und der letzte Roman von William Voltz! :ciao:

Von Vishna als handelnde Person ist zwar weit und breit nichts zu sehen – abgesehen natürlich von ihrem Wirken –, dafür tauchen aber zwei andere Gestalten auf, die ebenfalls seit einiger Zeit vernachlässigt wurden. Ernst Ellert und Taurec.
Schon vor Beginn des Romans werden einige wichtige Informationen mitgeteilt. Da wäre beispielsweise der Untertitel des Bandes: „Die Miniaturerden – Milliarden Welten für Milliarden Menschen“! Beim ersten Lesen hatte mir das natürlich noch nicht wirklich viel verraten. Umso faszinierender war dann der Schlussteil des Romans. Auch der Kommentar zu Bully verrät etwas: „Reginald Bull – Ein Mann – allein auf einer Welt.“ Aber auch darauf musste man als Erstleser erstmal kommen! :D
Der Kommentar zu Taurec hingegen ist schon ein Wink mit dem Zaunpfahl: „Taurec – Der Abgesandte der Kosmokraten auf der Jagd nach sich selbst.“ Ich weiß nur nicht mehr, wann ich beim ersten Lesen darauf gekommen bin, dass Taurec nach seiner verlorenen anderen Hälfte gesucht hat. Möglicherweise war ich schon vorher durch die Perrypedia gespoilert. :rolleyes:
Und selbst dieser im Roman verkommender Hinweis hatte mir nichts verraten, was es mit den Minierden auf sich hatte:
»Das Ziel der siebenten Plage ist die biopsychische Vernetzung der Menschheit mit dem Virenimperium«, brach es aus Ellert hervor.
So, jetzt zum Roman selber. Der war richtig toll. :st: Erzählt wird hier aus vier Perspektiven. Bully, Ellert, Taurec und kurzzeitig auch Bradley von Xanthen. Die Erzählung aus Bullys Perspektive hatte mir gut gefallen, war aber in der Anfangsphase nicht besonders spektakulär wie die von Ellert. Aber das letzte Kapitel mit ihm in der Miniaturerde war eine Wucht. Unvergesslich ist für mich die Szene, wo er in den Himmel blickt und in Übergösse Ellerts skelettiertes Gesicht sieht. ^_^
Ellerts Erzählperspektive war deutlich aufregender, vor allem im Zusammenspiel mit seinen Emotionen in Bezug auf seinen verwesenden Körper und seine melancholische Stimmung, die immer düsterer wurde, je länger sein vergeblich Kampf gegen die siebte Plage andauerte. Auch wenn sich das Vorgehen gegen die „Igel“ und die „Blasen“ im Roman etwas zu sehr zog. Da hatte ich vor allem am Ende etwas bedauert, dass nicht noch mehr aus der Perspektive von Bully und seiner Wanderung auf der Mini-Erde berichtet wurde.
Die Erzählperspektiven von Taurec und Bradley waren auch ziemlich gut, konnten aber nicht mit der von Ellert und Bully mithalten. Immerhin hat hier Voltz praktisch mit dem Zaunpfahl in Bezug auf Taurces anderes Ich gewunken. Auch wenn ich immer noch nichts konkret offenbart wurde.

Der Roman war richtig toll und schneidet bei mir eine Nasenlänge besser ab (Voltz leichtfüßigem Schreibstil und dem Finale sei Dank B-) ) als der Roman von Kurt Mahr „Totentanz in M 82“. Und platziert sich damit auf Platz 3 meiner Zyklusbestenliste. Die Inhalte vieler Romane vergisst ich einige Zeit nach dem Lesen oft schnell (vor allem wenn sie zu durchschnittlich und unbedeutend waren :pfeif: ), manchmal sogar Inhalte ganzer Zyklen (vor allem, wenn ich mich durch diese gelangweilt oder durchgequält hatte :D ), aber das letzte Kapitel war für mich ein Moment für die Ewigkeit! :D Ein Moment, an den ich mich deutlich besser erinnern konnte, als ich das über die Inhalte so mancher Zyklen behaupten kann. B-)

Meine Wertung: 6,70 Punkte (Note: 1)


Das TiBi ist für mich eines der besten im Zyklus. :st: Und nicht nur, weil es eine echte Szene aus dem Roman darstellt, es ist zusammen mit dem Titel (und dem Inhalt) sehr einprägsam. Nicht nur wegen den „Blasen“ sondern auch auf Grund des schwarzen Weltraums. Wobei ich mich frage, müsste er nicht eigentlich grau sein? Grauer Korridor und so! :lol:
Auch die Illustrationen gefallen mir sehr. Auf dem ersten sieht man eines dieser „Igel“, die die Menschen in ihrem Techno-Wahn gebastelt haben. Und auf der zweiten Illu sieht man wie ein schockierter Ellert zusieht, wie Menschen in die Miniaturerden – kann man an der ersten Kugel erkennen – eigesogen werden. Aber auch hier müsste sein Körper und sein Gesicht nicht verwesender und skelettierter aussehen? :lol:


PS: In Anbetracht der Tatsache, dass Voltz 3 Monate nach dem Erscheinen diesen Romans verstarb, hatte ich gewisse Passagen aus einem etwas anderem Blickwinkel gelesen, als ich es normalerweise sonst tue. Wie an dieser Stelle hier:
Spoiler:
Eine bösartige Verlockung stieg in Ellert auf, wie er all seinen Sorgen auf einen Schlag ein Ende bereiten konnte.
Er brauchte die Space-Jet nur mit höchster Geschwindigkeit gegen einen Berg oder gegen ein Gebäude zu steuern. Es wäre nicht einmal ein Mord gewesen, denn Chthon in seiner Körperlosigkeit konnte dabei keinen Schaden nehmen.
Ellert umklammerte die Kontrollen.
Tu es doch!, rief ihm eine innere Stimme zu.
Schließlich besaß er nicht einmal mehr einen lebensfähigen Körper. Das, worin sich sein Bewusstsein aufhielt, war nur eine Mumie.
Die Space-Jet wurde schneller, raste der Planetenoberfläche entgegen.
»Ich weiß, was in dir vorgeht«, drang Chthon in ihn ein. »Du denkst, dass es keine Rettung mehr gibt. Du bist verzweifelt, du möchtest aufgeben.«
»Ja!«
»Aber du bist der einzige Mensch, der noch nicht unter Kontrolle Vishnas steht! Das bürdet dir eine Verantwortung auf, der du dich nicht entziehen darfst. Solange du frei bist, musst du kämpfen.«
Ellert schrie auf. Er brauchte ganz einfach ein Ventil.
Der Schatten glitt an seine Seite.
»Und du wirst kämpfen, Terraner.«
Ellert starrte auf die vorbeiwirbelnden Wolken.
Dann begann er mit dem Bremsmanöver.
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Verkutzon
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Verkutzon »

Partoc hat geschrieben: 2. März 2024, 06:06In Anbetracht der Tatsache, dass Voltz 3 Monate nach dem Erscheinen diesen Romans verstarb, hatte ich gewisse Passagen aus einem etwas anderem Blickwinkel gelesen, als ich es normalerweise sonst tue.
So empfinde ich auch diese Stelle:
Jeder menschliche Körper wäre ihm recht gewesen, wenn er diesen hier hätte verlassen können. Er war in diesem Leichnam gefangen.
Das macht schon nachdenklich…
Und ja, der Schluss der Geschichte ist toll :st:
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

Weltraum in Flammen

von Detlef G. Winter

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Handlung:

Seit dem 27. Januar 427 NGZ ist die SOL unter Atlans Führung und in Begleitung der Barbarenwellen der beiden Torkroten Losridder-Orn und Panheddor-Xar unterwegs und auf der Suche nach der Armadaeinheit 1. Sie kommen nacheinander in Kontakt mit den Sokklokrintinesen der Armadaeinheit 8937, den siebenarmigen Jöclopoorts der Armadaeinheit 163, den Sowotten der Einheit 2536 und den Euroleniern der Einheit 1166.

Am 9. März werden schließlich Hyperechos empfangen, die jeweils 3,41 Hundertstelsekunden dauern und scheinbar durch M 82 wandern. Atlan entsendet die Korvette TRIO mit Brether Faddon, Helen Almeera und Flint Roysen, die das Phänomen erkunden sollen. Von den Torkroten fliegt das Raumschiff des jungen Kommandanten Forsnok-Bont mit.

Nach drei Tagen erreichen die beiden Schiffe ihr Ziel. Dort erwartet sie eine Überraschung, denn eine ganze Barbarenwelle befindet sich an dem Ort.

Die Überraschung auf der Korvette ist noch nicht verklungen, als nacheinander eine zweite und dritte Barbarenwelle erscheinen. Das Hyperecho scheint demnach ein Ruf der Armadaeinheit 1 an die Torkroten zu sein.

Die SOL empfängt indessen verschiedene Notrufe aus der Endlosen Armada. Es ist zwar bekannt, dass die Hilfsvölker der Superintelligenz Seth-Apophis seit Kurzem die Armada attackieren, aber dringende Notrufe gab es bislang noch nicht. Darum macht sich die SOL auf den Weg, begleitet von der Welle, um der Sache auf den Grund zu gehen. Bald darauf scheint der Weltraum vor ihnen in Flammen zu stehen.

Der brennende Weltraum wird als unbekannte Hyperenergie klassifiziert. Auf der SOL spekulieren die Wissenschaftler bezüglich einer Waffe der negativen Superintelligenz und geben dem Phänomen den richtigen Namen, nämlich Brennendes Heer. Im Zentrum der Flammen wird ein circa 120 Meter durchmessendes Oval geortet, das wahrscheinlich organischer Natur ist. Vielleicht ist es so etwas wie der Steuermann. Auf jeden Fall ist das Brennende Heer mit keinen Mitteln aufzuhalten, und es verbrennt im wahrsten Sinne des Wortes pro Tag drei Armadaeinheiten. Für die SOL und die Barbaren bleibt nur das Abwarten und Beobachten des Wahnsinns und Höllenfeuers. Es findet am 18. März ein abruptes Ende, und Atlan fragt sich, ob nunmehr Seth-Apophis nicht mehr existiert.

Das geortete Oval ist tatsächlich der Steuermann gewesen. Solaner und Torkroten spüren dessen mentale Botschaft. Das Wesen bezeichnet sich als Bettler des Vakuums und weiß, dass Seth-Apophis am Ende ist. Der Bettler selbst stirbt jetzt auch ab.

Die SOL und die Torkroten nehmen jetzt die Verfolgung des Hyperechos auf. Als sie es erreichen, sind sie die inzwischen 16. Barbarenwelle. Das ist am 19. März, und am folgenden Tag sind alle Barbarenwellen mit 900.000 Einheiten versammelt. Dazu meldet sich der Leichte Holk VIVIER BONTAINER, unter Art Mektal, ein Nachzügler der Galaktischen Flotte.

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Partoc
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

Weltraum in Flammen (Band 1166) – Detlev G. Winter

Tja, ich musste erst mal auf Perrypedia nachschauen, wann es das letzte Mal um Atlan ging. :D Das war in den Bändern 1146 und 1147, also schon fast 20 Romane her, beide ebenfalls von Winter verfasst. Also durfte hier auch Reihumgrün eine Gastrolle spielen, wie auch Brether! ^_^
Und natürlich sind auch die Armada-Barbaren mit von der Partie. Deren Zahl wächst im Roman sogar beträchtlich an. :rolleyes:

Der Roman war mehr oder weniger eine Achterbahn. Die ersten beiden Kapiteln haben mir ziemlich gut gefallen. Vom Schreibstil her unterscheiden sie sich kaum von der heutigen Literatur. Die Story war eher ruhiger Natur. Atlan muss sich nicht nur mit den raubeinigend Armada-Barbaren rumplagen, sondern auch mit seinem eigenem Verstand, der ihm wieder irgendwelche Signale vorgaukelt, bzw. sein Extrasinn fängt irgendwelche „weiße Schatten“ auf. Und als wäre es nicht genug, versucht er zwischen zwei Armada-Einheiten zu vermitteln, den Sowotten und den Euroleniern, die gegenseitig ein Wettrüsten veranstalten. Auf wen das anspielen soll, dürfte allein von Namen her ziemlich eindeutig sein! B-)
Nach den ersten beiden Kapiteln flachte bei mir die Spannungskurve etwas ab. Der detaillierte Schreibstil des Autors war hier etwas vom Nachteil, na ja, die Story auch etwas zu durchschnittlich. Wieder eine etwas dahinplätschernde Sucherei. Und die Sache mit der Barbarenwellen hatte mich eher verwirrt.

Auch die Suche der SOL war anfangs nicht gerade ultraspannend. Bis zu dem Augenblick, als sie vor einem „Brennendes Heer“ auftauchten. Das war dann der Inhalt des 5 Kapitels. Das war der interessanteste Teil des Romans. Da gings dann richtig ab. :st: Selbst die so wackeren Barbaren haben dort das Fürchten gelernt! Was für ein Glück, dass es mit Seth-Apophis Ende auch diese Gefahr auflöst. :pfeif:

Im letzten Kapitel passiert dann etwas, was mir nicht gefallen hat. Nach der typischen Art der Perry Rhodan Serie „irgendwie löst sich alles im Wohlgefallen auf“ kriegt Atlan eine riesige Flotte geschenkt. Dank irgendwelcher Impulse, die dem Armada Herzen zugerechnet werden, kann schlimmeres verhindert werden und Atlan kommt schwuppdiwupp zu seiner neuen Flotte . Das war mir dann zu schnell und zu aufgesetzt! :rolleyes:

Insgesamt war es ein gut verfasster Roman, der für mich vom Inhalt her eher eine Achterbahnfahrt der Gefühle war. Zuerst Interesse, dann Langeweile, gefolgt von Begeisterung, die am Schluss in Unglauben umschlug. Na ja, von der Wertung her ist es ein solider, guter Roman.

Meine Wertung: 5,30 Punkte (Note: 2)


Welches Raumschiff auf dem TiBi abgebildet ist, weiß ich leider nicht genau. Am ehesten dürfte es sich um einen Torkroten-Raumer handeln. Sieht von der Risszeichnung her aber etwas anders aus: http://www.rz-journal.de/Downl/1155.html
Dürfte wohl wieder eine Eigeninterpretation von Brucks gewesen sein. :) Da sind übrigens zwei Sterne auf dem Raumer zu sehen. ;) Auf einer der Raketen und an der mittleren „Kanone“. Das „Feuer“ hinter dem Raumer könnte das „Brennende Heer“ sein, wird aber etwas zu sehr vom Raumer verdeckt, so dass man es erst bei einem genaueren Blick wahrnimmt. Vorher denkt man automatisch eher an eine Explosion (im Weltraum :rolleyes: ).
Auf den beiden Illustrationen musste ich immerhin nicht rätseln, was dort abgebildet wurde. Auf der ersten ist Atlan zu sehen (erkennbar vor allem an seinem Heiligenschein :D ), der das Resultat der Zerstörung durch die Brennenden Heere betrachtet. Auf der zweiten kann man dann deutlich das Brennende Heer sehen. Mit der SOL!

Auf dem japanischen TiBi ist ein ziemlicher Mix aus verschiedenen Elementen zu sehen. Atlan, SOL-Kugeln, Torkroten-Raumer, Brennendes Heer und die Korvette, mit der Brether unterwegs war.


PS: Was mir jetzt erst auffällt, ist, dass auf der Illustration Atlans Heiligenschein abgebildet ist, und wenn auf dem TiBi und der Illustration zu Band 1161 Perry Rhodan abgebildet wurde, dann hat man den Heiligenschein dort vergessen! :lol:
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

Bettler des Vakuums

von Marianne Sydow

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Handlung:

Von der VIVIER BONTAINER kommen Art Mektal, sein Stellvertreter Dick Moby, der arkonidische Astronom Cobanor, der araische Biologe Varkun und seine Kollegin Jasmin Ali an Bord der SOL und berichten von ihren Erlebnissen seit dem Mai des vergangenen Jahres:

Der Leichte Holk hält sich nach dem Durchgang durch den Frostrubin in den Randzonen von M 82 auf, abseits der Endlosen Armada. Nach ungefähr vier Monaten entdecken sie einen Zweistern, mit dem sich die Besatzung ein Vierteljahr lang beschäftigt. In Ruhe und Besinnlichkeit begehen sie anschließend Weihnachten und den Jahreswechsel. Mitte Januar 427 NGZ entdecken sie dann einen Planeten, in dessen Orbit 130 Ovale schweben, quasi organische Raumschiffe. Es sind die Bettler des Vakuums, die sich selbst Zublzus nennen. Dort taucht das Wesen Bomra auf, das sich als Helfer Seth-Apophis' versteht. Er ist im Auftrag der Superintelligenz unterwegs und soll die Zublzus für den Hüter suchen, der sie dann gefügig machen soll. Die VIVIER BONTAINER und der Hüter geraten aneinander, und der Hüter wird getötet. Dann besucht Bomra die BONTAINER – und erkennt die fürchterliche Wahrheit. Er ist ein Bewusstseinssplitter des Terraners Bom Gerard, der durch den Sonnenhammer auf BASIS-ONE ums Leben kam. Bomra zieht daraus die Konsequenz und beendet seine Existenz. Mit dem Ende Seth-Apophis' sind die Bettler endlich frei und müssen nicht mehr befürchten, als Brennendes Heer missbraucht zu werden.

Etwas später empfängt die BONTAINER das Hyperecho, und es kommt zum Zusammentreffen mit der SOL.

Am 22. März brechen die Torkroten endgültig zur Armadaeinheit 1 auf. Das Hyperecho weist weiterhin den Weg. Die SOL bleibt bei den Armadaschiffen, obwohl die meisten Wellenführer Atlans Führungsrolle nicht akzeptieren.

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Verkutzon
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Verkutzon »

„Bettler des Vakuums“ - was für ein toller Titel! :st:
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

Bettler des Vakuums (Band 1167) – Marianne Sydow

Wie man es an der Kürze des Spoiler wohl unschwer erkennen kann, war das nicht gerade ein Roman mit super wichtigem Inhalt, eigentlich wirkte er auf mich sogar ziemlich überflüssig. :unschuldig: Als ich ihn zu lesen begann, erinnerte ich mich nicht mehr an den Inhalt oder um was es in ihm überhaupt ging. Und nachdem ich ihn zum zweiten Mal gelesen habe, habe ich, während ich diese Zeilen schreibe bereits die Hälfte von ihm vergessen. :o( Was nicht verwunderlich ist, denn nach de ersten Hälfte breitete sich nach und nach die Langeweile bei mir aus, so dass ich bei den Anschnitten mit dem Team der VIVIER BONTAINER mein Hirn irgendwann ziemlich auf Durchzug geschaltet hat. Insgesamt konnte ich diesem Eintagsfliegenteam nicht viel abgewinnen.

Ganz im Gegensatz zu den Schilderungen aus der Perspektive von Borma, dem „Neugeborenem“. Das war deutlich interessanter, und weckte mein einschlafendes Hirn immer aufs neue wieder auf. War gut dargestellt dieser „feie“ Diener von Seth-Apophis. Nur wurde er leider ziemlich abrupt und hastig am Schluss abserviert.

Tja, für mich war es durch und durch ein Füllroman, der zwei Elemente aus vergangenen Romanen nochmal aufgriff. Abgesehen natürlich vom Ende von Seth-Apophis und dem Volk der Bettler des Vakuums, die im letzten Roman erschienen sind. :D
Da wäre eine Doppelsonne mit einem Planeten mit fliegenden Blumen (kann sein, dass es auch eher Blätter waren). Kommt einem bekannt vor, sowas gab es im Band 1149 „Im Bann des Zweisterns“ ebenfalls von Marianne Sydow. Das zweite ist die Identität von Bomra, dem „Geist“ des in Band 1121 verstorbenen Wissenschaftlers Bom Gerard.

Wie gesagt, die eine Hälfte war recht interessant, die andere eher ziemlich langweilig. Vom Schreibstil her war der Roman ganz in Ordnung, aber kein Vergleich zu Sydows späteren Werken.

Meine Wertung: 4,70 Punkte (Note: 3)

Das TiBi mag ich. Ich nehme an, dass es einer der „Bettler“ und nicht Broma ist. :lol:
Dessen korrektes Aussehen sieht man auf der erten Illustration. So sieht der Kern des „Brennenden Heeres“ aus. :fg: Auf der zweiten Illustration kann man die VIVIER BONTAINER selbst n Aktion bewundern.


PS: Zum Roman gehört diese Risszeichnung: http://www.rz-journal.de/Downl/1167.html
Lumpazie
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

Marionetten der Silbernen

von H. G. Ewers

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Handlung:

Die ICCUBATH parkt irgendwo in M 82 nahe einer namenlosen Sonne. Die Silbernen Parwondov, Xerzewn und Dronomon warten auf das, was ihr Kollege Carwanhov mithilfe des Terasymbionten zustande bringt. Ihm stand noch genug Material des Symbionten zur Verfügung, um auch Eric Weidenburn damit zu infizieren, den die Silbernen doch noch entdeckten. Der Träger einer Armadaflamme soll jetzt als Katalysator zur Gleichrichtung des Willens bei dem angestrebten Überorganismus beziehungsweise Ordoban-Ersatz dienen. Bei den meisten Weidenburnianern ist inzwischen ein erhöhter Gemeinsinn und Sexualtrieb eingetreten, was von Carwanhov als positiv gewertet wird.

Weidenburn befindet sich seit 14 Tagen in Einzelhaft und hat ein starkes Sehnen nach seinen Anhängern und Freunden. Unerwartet erhält er Hilfe von dem Mischwesen Modulewn. Der fischartige Panmexul wurde ebenfalls von Carwanhov erschaffen. Gemeinsam fliehen sie aus dem Gefängnis und erreichen die Weidenburnianer. Die haben aber nur noch eines im Sinn, nämlich Sex. Doch Weidenburn kann nach und nach Simone Keim, Greeka Lippsch und Jotho Manahe aus der Orgie ziehen, was sie zusammen bei weiteren tausend Galaktikern schaffen. Diese provozieren einen Aufstand gegen die Silbernen.

Die Silbernen greifen nicht groß ein und lassen die Aufständischen gewähren. Ihnen entgleitet zu keiner Zeit die Kontrolle an Bord der ICCUBATH, und Carwanhov kann sogar mitteilen, dass bei 30.000 Terranern die erste Zwischenstufe auf dem Weg zum Überorganismus erreicht ist. Insgesamt müssen die Galaktiker fünf Zwischenstufen durchlaufen.

Einige Zeit später lässt sich Carwanhov von Weidenburn einfangen. Der Silberne erklärt ihm, was mit seinem Förderkreis geschieht und noch geschehen wird. Letztlich ließ er sich aber einfangen, weil der Prozess zu schnell abläuft, was er seinen Artgenossen verheimlicht. Vielleicht kann Weidenburn ihm weiterhelfen. Dieser ist zwar schockiert, lässt aber trotzdem verlauten, dass es wohl mit ihrem Glauben an STAC zusammenhängt. Carwanhov lässt Weidenburn wieder gehen, der zu seinen Aufständischen zurückkehrt. Er muss erkennen, dass sie soeben in die erste Zwischenstufe eintreten. Die meisten seiner 100.000 Anhänger befinden sich aber schon in der dritten Zwischenstufe, und 10.000 Galaktiker sogar schon in der vorletzten Stufe. Weidenburn gibt in einer Art Galgenhumor dem entstehenden Wesen die Bezeichnung STACY-BABY, den sogar die Silbernen übernehmen. Das erste terranische Mitglied der Endlosen Armada gibt den Silbernen keine Schuld an der Entwicklung, sondern sucht sie bei sich selbst. Am 7. März 427 NGZ ist auch er soweit und tritt in die erste Zwischenstufe. Die meisten Weidenburnianer haben längst schon die fünfte Stufe erreicht, 18.000 Terraner befinden sich noch in der vierten Zwischenstufe.

Zwei Tage später ist es soweit. Das Plasmawesen, das als Ersatz für Ordoban gedacht und dank Weidenburn sogar mit einer Armadaflamme ausgestattet ist, ist geboren. Aber Carwanhov hat immer noch einige Zweifel, die er für sich behält. Nochmals einige Tage später steht die ICCUBATH vor den Pforten zur Armadaeinheit 1.

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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

Marionetten der Silbernen (Band 1168) - H. G. Ewers

Tja, die Weidenburnianer haben endlich ihren STAC gefunden! :pfeif:
Na ja, nicht wirklich, die Metamorphose ist aber auch eine nette Anspielung, eine „schrecklich“ nette Anspielung! :fg:
Es hat genau die richtigen getroffen! :unschuldig: Die Weidenburnianer strebten nach etwas Größerem und wurden ETWAS Größeres! :devil:

In der ersten Hälfte des Romans hatte ich mich ein wenig gewundert, irgendwie hatte ich die Erzählung deutlich fantastischer in Erinnerung. Die erste Hälfte ist eher die übliche Ewers Routine. Zwar temporeich, wirkte aber nicht so bedeutungsvoll (oder beeindruckend und spannend). War auch eher durchschnittlich gut verfasst. Und es passiert kaum etwas, was einen so richtig vom Hocker haut. War mehr das übliche Geplänkel zwischen den Protagonisten und deren Gegnern. Was meine Aufmerksamkeit am meisten fesselte waren dabei Erik Weidenburns Sex- und Liebeseskapaden und der freizügige Umgang von Ewers mit Sex-Thematiken, auch wenn sich Beschreibungen in Grenzen hielten. Und ein netter Gag mit den „Handgreiflichkeiten“ wurde auch eingebaut! So beschreibt ein Armadamonteur seine Beobachtungen in Sache Sex! :D

War die erste Hälfte eher guter Durchschnitt gings dann in der zweiten Hälfte richtig ab. Da flossen nicht nur so ein richtiges Horror-Feeling mit hinein, sondern Ewers konzentrierte sich zunehmend auf Beschreibungen der einzelnen Szenen mit deutlich weniger Dialogen, was zum Teil an dem Mangel an „sprechenden“ terranischen Protagonisten lag. Was bei mir für ein tolles Kopfkino gesorgt hat. :st:
Vor allem in Bezug auf die fortschreitende Metamorphose, anfangs nur mit den „starren“ Terranern und weißen Fäden im Gesicht, später die deutlich horrormäßig verschärfte Darstellung der eigentlichen Umwandlung. So steigerte sich die Erzählung bei mir wertungstechnisch nach und nach in der herausragenden Bereich hinein. ^_^
Aber zwei Sachen fand ich dann doch etwas überzogen. Zum ersten war da die etwas schmalzige Erklärung Weidenburns gegenüber Carwanhov, dass der Umwandlungsprozess sich zu schnell vollzog, läge an dem ausgeprägten „Zusammengehörigkeitsdrang“ der Terraner. Und irgendwas von „die Liebe besiegt immer den Hass“ hat er auch noch gefaselt. Da fand ich die Vermutung des Armadaschmiedes, dass es an dem schon ziemlich „unnatürlich“ ausgeprägtem Sexualtrieb der Terraner lag, irgendwie deutlich einleuchtender! :fg:
Die zweite Übertreibung war: STACY-BABY. Das war schon irgendwie etwas kindisch! :rolleyes: Und heute dürfte es wohl auch zu sexistisch sein. :unschuldig:

Insgesamt war es für mich ein Roman, der in der ersten Hälfte eher durchschnittlich war und in der zweiten Hälfte in den herausragenden Bereich hineinwanderte. Eine richtig fantastische Erzählung, wo sich Ewers vor allem in der zweiten Hälfte so richtig in Zeug legte.

Meine Wertung: 6,30 Punkte (Note: 1)


Das TiBi ist … na ja, etwas irreführend. Es passt zwar in gewisser Weise, aber auch wieder nicht. Der Hintergrund ist schwach. Und der panisch eingesagte Terraner passt erst recht nicht zum Romaninhalt. :rolleyes:
Hier sind wieder die Illustrationen passender. Wie ein eingefangener Erik im Gespräch mit Carwanhov auf der ersten Illustration und wie sich Erik, erkennbar an seiner Armadaflamme, sich der Zudringlichkeit des Überwesen erwehrt. Im Vergleich zum TiBi aber immerhin ohne Waffe! ;)
Das japanische TiBi ist mal wieder ein Sammelsurium. Da sieht man einen (oder auch zwei) Erik Weidenburn, den Armadaschmied, das „Überwesen“ in zweifacher Form – als Knäul aus Menschen und als schleimiges Etwas, das Fischzüchtungswesen und ein nacktes Mädel sind auf dem TiBi ebenfalls drauf.
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

Pforte des Loolandre

von Kurt Mahr

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Handlung:

Einige Tage nach dem Ende von Seth-Apophis: Die Galaktische Flotte kreuzt wieder durch die Galaxie M 82, begleitet von der Flotte der Kranen. Gemäß den Berechnungen der Hamiller-Tube nähert man sich dem Standort des Loolandre, einer Armadaeinheit, die der Armadaprinz Nachor von dem Loolandre für besonders bedeutend hält – obwohl er sonst keinerlei Erinnerungen daran besitzt. In der Kommandozentrale der BASIS meldet sich der Pararealist Sato Ambush und warnt vor einer Verschiebung der Wirklichkeit. Waylon Javier hält den Mann für einen Kauz, andere Wissenschaftler halten ihn für einen Scharlatan. Perry Rhodan hört sich Ambushs Behauptungen zumindest an.

Gesil ist die nächste Person, die Unheil aufziehen spürt. Es ist nur ein Gefühl von ihr, aber Rhodan legt viel Wert auf die Emotionen seiner Frau. Wenig später meldet sich Rank Flotho, Kommandant des THEBEN-Schiffes EL-AMARNA. An Bord ist es zu rätselhaften Materialauflösungen gekommen.

Die Hamiller-Tube rät Rhodan, Sato Ambushs Theorien ernst zu nehmen. Seine pararealistische Mathematik lasse sich durchaus mit der konventionellen Kosmologie in Einklang bringen. Die von ihm vorausberechnete Realitätsverschiebung habe demnach mit einem hochfrequenten hyperenergetischen Einfluss zu tun, also mit der Psi-Kraft.

Kurze Zeit später orten die Einheiten der Galaktischen Flotte eine energetische Barriere im All. Der Armadaprinz weiß nichts damit anzufangen. Mit sich selbst unzufrieden, bietet er Rhodan an, einen SubC-Scan seines Unterbewusstseins durchzuführen. Da wird an verschiedenen Stellen in der BASIS ein Fremder gesehen. Es ist ein metergroßes Wesen mit einem faltigen Gesicht und zwei großen blauen Augen. Die Hamiller-Tube hält ihn für einen Pförtner. Während Suchtrupps ausschwärmen, um das Wesen aufzuspüren, führt Rhodan eine Unterredung mit Sato Ambush. Der Pararealist ist zu demselben Schluss gelangt wie die Tube. Da steht ihnen unvermittelt der Fremde gegenüber, der sich als Chmekyr, der Pförtner, vorstellt. Rhodan führt den Besucher zu Nachor, der sich plötzlich wieder an die vier Pforten erinnert, die auf dem Weg zum Loolandre liegen. Zu jeder Pforte gehöre ein Kodespruch, um sie zu öffnen, aber an diese erinnere er sich nicht. Chmekyr verweigert daher den Weiterflug. Als Rhodan ihn provoziert, droht er den Galaktikern Unheil an und verschwindet – nur, um von nun an kreuz und quer durch das Raumschiff zu springen. Für Gucky und Fellmer Lloyd ist er telepathisch nicht zu erfassen.

Alle Versuche, die Barriere zu umfliegen, schlagen fehl. Trotzdem begibt sich Rhodan persönlich mit der EL-AMARNA auf Erkundung, begleitet von Sato Ambush. Nahe der Barriere stoßen sie auf eine steuerlos treibende Gruppe von dreizehn immens großen Raumschiffen. Alle sind schwer verwüstet und von ihren Besatzungen verlassen. Sie finden einen einzelnen Toten eines unbekannten Volkes, dessen Zustand darauf hindeutet, dass die Katastrophe weniger als hundert Jahre zurückliegt. Ambush ist überzeugt, dass ihre Entdeckungen inszeniert sind, nicht von Chmekyr, sondern von dessen Auftraggeber. Dann müssen sie den Rückflug antreten: Der Pförtner taucht simultan auf praktisch allen Einheiten der Flotte auf und die Materialauflösungen auf der BASIS und auf anderen Schiffen nehmen dramatisch zu. Gleichzeitig zeigen die meisten Besatzungsmitglieder ein unnatürliches Fress- und Saufverhalten. Ausgenommen sind lediglich diejenigen, die eine Armadaflamme tragen, wie etwa Jercygehl An und seine Cygriden, sowie Rhodan und Ambush, der das Phänomen auf die »verschobene« Realität zurückführt. Chmekyr erscheint in der Messe der EL-AMARNA und erneuert seine Drohungen, doch der Pararealist vertreibt den Pförtner mit einem rätselhaften Hinweis auf das Zhakra. Mit Mühe bringt Rhodan Rank Flotho dazu, die EL-AMARNA zur BASIS zurückzufliegen.

Fast alle Besatzungsmitglieder geben sich hemmungslos der Völlerei hin. Nur wenige Mitglieder der Schiffsführung können die unstillbare Fresssucht bezähmen. Herth ten Var bezeichnet das Phänomen als Epikur-Syndrom. Mit eiserner Disziplin setzt er den SubC-Scan des Armadaprinzen fort. In einer Nahrungsmittelfabrik entdeckt Rhodan, dass das Rohmaterial für all die üppigen Delikatessen nicht aus den üblichen Reservoirs stammt. Die Nahrungssynthese wird anscheinend direkt aus der Schiffssubstanz beschickt, die sich allenthalben auflöst. Die Galaktiker verzehren ihre eigenen Schiffe. Die Reparaturroboter kommen nicht mehr hinterher.

Sato Ambush entwickelt einen Plan, um das Epikur-Syndrom zu beenden. Er will die Unwirklichkeit der Pararealität noch verstärken und Chmekyr damit zum Handeln zwingen. Nach mehrtägigen Vorbereitungen steigt das Fest aller Feste, das alle bisherigen Festgelage übertreffen soll. Auf einer riesigen Plattform aus Formenergie, die im freien Weltraum schwebt, werden Festtafeln mit den erlesensten Köstlichkeiten aufgebaut. Es gibt Plätze für viele hundert Teilnehmer, aber es sind natürlich viel zu wenig Plätze für alle. Kaum ist das Startsignal gegeben, beginnt ein Wettrennen, wer zuerst die Tafeln erreicht. Rank Flotho setzt sich an die Spitze. Niemand vergönnt den anderen auch nur einen Bissen. Im Handumdrehen entwickelt sich anstelle des größtmöglichen Festes die größte denkbare Schlägerei. Erst als Flotho seinen Freund Les Zeron versehentlich mit den Fäusten niederstreckt, hält er inne. Schlagartig kommen alle zur Besinnung und kehren zu ihren Schiffen zurück.

Chmekyrs Duplikate sind verschwunden. Gerade, als er in der Zentrale der BASIS auftaucht, um den Weg durch die Pforte freizugeben, erscheint auch Nachor, der sich nun wieder an den ersten Kodespruch erinnert:

Zitat: »Gier und Sattheit stehen der Einsicht im Wege.« (Kap. 6)

Die Barriere erlischt und die Galaktische Flotte setzt den Flug fort.

Zehn Tage nach der Ankunft an der ersten Pforte trifft die BASIS auf die nächste Barriere im All.

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nanograinger
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von nanograinger »

Zu "Weltraum in Flammen" und "Bettler des Vakuums": Beide Romane haben mir beim Nachlesen gut gefallen, wenn sie auch nicht überragend waren. Der größte Nachteil ist natürlich, dass beides "Aufräumromane" sind, die verschiedenen Fäden zusammenführen (Doppelstern-Fallensysteme, der "Hüter", der in Band 1160/1161 angesprochen wurde, und sogar Bom Gerard aus Band 1121 wurde nochmals in vergeistigter Form eingebracht), und deren Aufgabe es letztlich ist, den Untergang von Seth-Apophis auch bei Atlan und seinen Armadabarbaren bekannt zu machen. Deren "Wellen" haben sich aber nun vereinigt und damit führt Atlan nun seine (bis dato) die größte Flotte aller Zeiten an. Aber bekanntlich (Prophezeiung aus Band 1150) wird das relativ bald von Perry und der Endlosen Armada getoppt werden.

Zu "Marionetten der Silbernen": Wie schon Partoc schrieb überrascht in diesem Roman der recht freizügige Umgang mit Sexualität, die aber zu einem ziemlich grausigen "Vereinigungsstreben" inklusiver Auflösung der Körper instrumentalisiert wird, also nichts mit freier Liebe oder so. So wird die Vision von Fragan Tyn und Nejai Koone aus Band 1145 (auch von Ewers) bittere Wahrheit.

Die Verballhornung des STAC zu STACY-BABY fand ich aus heutiger Sicht peinlich, aber möglicherweise passt das sogar in den Humor der 80er Jahre.

Weidenburns moralischer Widerspruch gegenüber den Silbernen fand ich dagegen auch heute noch beeindruckend. Und bei der Darstellung Weidenburns gefällt mir, dass er gerade nicht der große Held ist, der immer alles richtig macht (wie in diesem Roman gut zu sehen), sondern eigentlich ein ganz normaler Kerl, der das Pech hatte, Sohn einer Kosmokrateninkarnation zu sein.
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Richard »

In gewisser Hinsicht könnte ich mir vorstellen, dass Taurec da ein wenig von seinem Sohn enttäuscht wurde (das ist jetzt nicht auf diesen Band gemünzt sondern allgemein auf die Figur bzw. was man aus ihr gemacht hat).

Btw: als später dann Eirene als Tochter von Gesil und Perry eingeführt wurde bekamen wir mit, dass die kleine Eirene offenbar einige PSI Talente hatte (kann man in Band 1300 nachlesen).
Bei Eric Weidenburn gabs das wohl nicht.
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von nanograinger »

Richard hat geschrieben: 1. April 2024, 23:05 In gewisser Hinsicht könnte ich mir vorstellen, dass Taurec da ein wenig von seinem Sohn enttäuscht wurde (das ist jetzt nicht auf diesen Band gemünzt sondern allgemein auf die Figur bzw. was man aus ihr gemacht hat).
Wurde denn jemals geklärt, was sich Taurec mit der Zeugung von Eric Weidenburn erwartete?

Aus Band 1094 wird nur klar, dass er eine Aufgabe in der Endlosen Armada haben sollte. Aber hat Taurec sich jemals dazu geäußert?
Richard hat geschrieben: 1. April 2024, 23:05 Btw: als später dann Eirene als Tochter von Gesil und Perry eingeführt wurde bekamen wir mit, dass die kleine Eirene offenbar einige PSI Talente hatte (kann man in Band 1300 nachlesen).
Bei Eric Weidenburn gabs das wohl nicht.
Eirenes Parafähigkeiten waren sehr begrenzt und unkontrollierbar und sie verschwanden nach der Pubertät. Da gibt es schon Ähnlichkeiten zu Eric Weidenburn.
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von nanograinger »

Zu Band 1169 "Pforten des Loolandre":

Großer erster Auftritt Sato Ambush. Nach Nikki Frickel die zweite Hauptfigur Kurt Mahrs in der Phase nach Band 1000. Auch er ist eine polarisierende Figur, aber gleich beim ersten Roman hier geht Mahr in die Vollen und lässt ihn quasi eigenhändig den Test der ersten Pforte bestehen (ein deutlicher Kontrast zu Nikki Frickel, die erst nach und nach ihren Abdruck in der Seriengeschichte hinterließ). Perry Rhodan nimmt hier die Rolle eines Skeptikers ein, der aber (auch angesichts mangelnder Alternativen) Ambushs Ideen zu Pararealitäten (die natürlich höchstwissenschaftlich sind, sich in Formeln fassen lassen und von der Hamiller-Tube geprüft und für gut befunden werden) nach und nach immer mehr Glauben schenkt. Das ist für den Leser sehr nachvollziehbar geschrieben.

Meiner Ansicht nach reflektiert es aber auch Kurt Mahrs eigenen Wandel in seinen Ansichten vom militärisch-technologischen Feuerfresser zum "reifen" Autor, der einsieht, dass es auch andere Dinge gibt, die sich nicht einfach auf Technologie reduzieren lassen.

Der Roman endet mit einem der besten letzten Sätze der Serie: ">>Dem ersten, der nach Hummer verlangt<<, murmelte er (Waylon Javier), >>nähe ich eigenhändig das Maul zu.<<" :st:
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

Pforte des Loolandre (Band 1169) – Kurt Mahr

Die Pararealität! Beim ersten Lesen war ich von dieser Thematik ziemlich verwirrt. :wacko: Jetzt nach dem zweiten Lesen kann ich nicht behaupten, dass ich einen deutlich besseren Durchblick habe. :o( Es ist immer noch mehr ein typischer PR-Hokuspokus! Jedenfalls was dieses Doppelband betrifft.

Am Anfang gings eigentlich noch recht gut. Ohne ausschweifende Wiederholungsorgien seitens Mahr kommen Rhodan und Co. vor den vier Pforten des Loolandre an. Tja, kaum hat man den Abzählreim der Vishna Plagen hinter sich, kommt gleich der nächste Abzählreim! :devil:
Und prompt am Anfang taucht ein Person mit neuem Berufszweig auf. Der Pararealist! Obwohl, da Sato Ambush der einzige Vertreter seiner Zunft ist, kann man nicht wirklich von einem Berufszeig reden. :lol:
Dann gesellt sich noch ein eigenartiger Zwerg, der Pförtner, dazu. Es kommt zu Merkwürdigkeiten, die auf eine Psi-Kraft in der Nähe der Pforten zurückgeführt werden. Diese waren noch nachvollziehbar. Nahrungsmittel und Speisepläne ändern sich, rätselhafte Materialauflösungen. Der Zwerg Chmekyr verfügt über eigenartige Fähigkeiten. Und Gesil kann ihn „riechen“, obwohl er anderen „Wirklichkeiten“ existiert.
Dann folge das Gerede über Zhakra. Dem Einssein im Universums. ( :???: ) Oder war es eher das Einssein in der Wirklichkeit? ( :gruebel: ) Na ja, irgend so ein Nonsens war das! :rolleyes:
Man sollte es aber nicht mit dem Chakra (https://de.wikipedia.org/wiki/Chakra) verwechseln! B-)

Nach Rhodans kleinem Ausflug verlor ich etwas den Faden und konnte der anschließenden Handlung auf dem „Fest aller Feste“ nicht mehr so recht folgen. Ich mag zwar abstrakte Storys, aber diese hier driftete mehr und mehr in Richtung eines wirren Affenzirkus ab! <_<

Trotzdem war es ein insgesamt routinierter Mahr-Roman. Der aber irgendwann in zu metaphysische Sphären abdriftete. Ich bin immer noch ziemlich verblüfft darüber, dass es Mahr war der diese Pararealitäts-Storys verfasste und nicht Ewers. Solche Inhalten waren meist sein Steckenpferd. Genauso wie Charaktere, die buddhistischen Mönchen ähneln sollten. :D

Meine Wertung: 5,25 Punkte (Note: 2)


Beim TiBi musste ich irgendwie an die Atlan Serie denken. Oder an Blaubänder. Erkennen kann ich nur Gucky. Wenn Rhodan auf dem Bild ist, dann hat man bei ihm die Armadaflamme vergessen! :D
Auf der ersten Illustration sieht man die verunglückten Schiffe, die an der ersten Pforte scheiterten. Bei der zweiten Illustration kann ich mich leider nicht erinnern, welche Szene sie darstellt. :o(
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nanograinger
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von nanograinger »

Partoc hat geschrieben: 4. April 2024, 06:08 Dann folge das Gerede über Zhakra. Dem Einssein im Universums. ( :???: ) Oder war es eher das Einssein in der Wirklichkeit? ( :gruebel: ) Na ja, irgend so ein Nonsens war das! :rolleyes:
Man sollte es aber nicht mit dem Chakra (https://de.wikipedia.org/wiki/Chakra) verwechseln! B-)
...
Zitat: ">>Das Zhakra<<, antwortete Sato Ambush feierlich, >>ist die verbindende Kraft. Es ist die Erkenntnis, dass alle Wissenschaft eins ist. Dass nur der Hoffnung hat, die Geheimnisse des Universums zu verstehen, der darauf verzichtet, das Wissen in einzelne Sparten und Disziplinen zu unterteilen. Das Zhakra vereinigt alle Phänomene, die menschlichem Wissen zugänglich sind, in sich.<<"

Das würde man heute als ganzheitlichen Ansatz in der Wissenschaft bezeichnen. Was genau ist deiner Meinung nach hier "Nonsens"? :unschuldig:

Der Begriff "Zhakra" scheint recht perryversumsspezifisch zu sein. Googlesuche ergibt eine "World of Warcraft"-Figur einen "heiligen" Berg in China (Sichuan), zu dem man Hikingtouren machen kann.
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Carrasco
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Carrasco »

nanograinger hat geschrieben: 3. April 2024, 15:53 Meiner Ansicht nach reflektiert es aber auch Kurt Mahrs eigenen Wandel in seinen Ansichten vom militärisch-technologischen Feuerfresser zum "reifen" Autor, der einsieht, dass es auch andere Dinge gibt, die sich nicht einfach auf Technologie reduzieren lassen.
Dazu passt sehr gut der Artikel von Stefan Pannor über Kurt Mahr im aktuellen PR-Report Heft 3268.
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von nanograinger »

Carrasco hat geschrieben: 5. April 2024, 17:11
nanograinger hat geschrieben: 3. April 2024, 15:53 Meiner Ansicht nach reflektiert es aber auch Kurt Mahrs eigenen Wandel in seinen Ansichten vom militärisch-technologischen Feuerfresser zum "reifen" Autor, der einsieht, dass es auch andere Dinge gibt, die sich nicht einfach auf Technologie reduzieren lassen.
Dazu passt sehr gut der Artikel von Stefan Pannor über Kurt Mahr im aktuellen PR-Report Heft 3268.
Habe ich noch nicht gelesen, da bin ich aber schon sehr gespannt.
Lumpazie
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

Abgrund unter schwarzer Sonne

von Kurt Mahr

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Handlung:

Jen Salik gehört zu denen, die sich dem Epikur-Syndrom im Tiefschlaf entzogen haben. Wenige Stunden nach dem Erwachen gerät er in den Bereich einer verschobenen Wirklichkeit und begegnet einem alten Mann, der sich Yee Soong nennt und einen Hund namens Zhu Rou bei sich führt. Der Alte erzählt Salik die Geschichte zweier Hyänen, einer grauen und einer braunen. Diese sind bestrebt, Freiheit und Gerechtigkeit zu verschlingen. Soong weist auch auf ein  Wikipedia-logo.png Sternbild hin, das die Form eines krummen Kreuzes hat und den Weg zu den Diademen weisen soll.

Wieder in der normalen Realität, sucht der Ritter der Tiefe Sato Ambush auf, aber der Pararealist bedeutet ihm, vorerst abzuwarten. Später erfährt Perry Rhodan von der Begebenheit, aber während der nächsten Tage geschieht nichts Weiteres, und auch Chmekyr, der Pförtner, zeigt sich nicht. Vor der Galaktischen Flotte versperrt noch immer die zweite Pforte den weiteren Weg zum Loolandre, das in ein hochfrequentes hyperenergetisches Feld gehüllt ist.

Schließlich taucht Chmekyr doch noch auf. Obwohl er sich dieses Mal als amorphes Wesen zeigt, wird der Pförtner sofort erkannt. In seiner frechen Art sorgt er für Unruhe an Bord der BASIS. Etwas später werden 613 Raumschiffe geortet, die eigentlich schon früher hätten auffallen müssen. Sie scheinen in ein Fluidum aus Trauer gehüllt zu sein, und diese Trauer breitet sich auch auf den Schiffen der Flotte aus.

Über Funk meldet sich das Wesen Vajtti, Kommandant der Suwi, die sich auch Diadem-Kreuzfahrer nennen. Sie sind auf der Suche nach Freiheit und Gerechtigkeit, die im Abgrund unter schwarzer Sonne gefangen gehalten werden. Mit einer Korvette fliegen Salik und Ambush zu den Suwi, die die Freiheit und Gerechtigkeit auch als Diademe bezeichnen. Auf Vajttis Flaggschiff erlebt der Ritter nochmals eine verschobene Wirklichkeit, wiederum mit dem alten Mann und seinem Hund. Jetzt jedoch nennt Soong die beiden Hyänen Gardh-Brüder und sie sollen die Diademe gefangen halten. Die Kreuzfahrer-Flotte macht sich auf den Weg, gefolgt von der Galaktischen Flotte. Am Ziel, dem Krummkreuz-Sternbild, erweist sich der Abgrund unter schwarzer Sonne als Black Hole, und die Hyänen beziehungsweise Gardh-Brüder greifen an. Dabei erfahren Salik und Ambush von den Suwi, dass dies nicht der erste Kampf sei und sicherlich auch nicht der letzte. Dieses Mal jedoch können die Gardh-Brüder vertrieben werden – und hinter dem Ereignishorizont werden Freiheit und Gerechtigkeit befreit.

Vajtti erwähnt als Nächstes, die beiden Diademe wären die Eltern der Hyänen, und diese seien vom rechten Weg abgekommen. Nun ahnt Salik, wer die beiden Brüder tatsächlich sind.

Der Diadem-Kreuzzug beginnt von neuem, aber die Korvette ist zur BASIS zurückgekehrt. Salik findet sich wieder bei dem Alten und seinem Hund – und enttarnt sie als Gardh-Brüder, von Chmekyr zum Leben erweckt. Daraufhin verliert sich die verschobene Wirklichkeit, und der Pförtner taucht auf. Gleichzeitig erinnert sich Nachor von dem Loolandre an den zweiten Kodespruch:

Freiheit und Gerechtigkeit – sie sind in täglichem Bemühen neu zu erringen!

Die Barriere fällt und Chmekyr verschwindet. Die Flotte setzt ihren Flug fort.

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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Partoc »

Abgrund unter schwarzer Sonne (Band 1170) – Kurt Mahr

Der zweite Streich der Pararealitäten! Hat mir etwas besser gemundet, was hauptsächlich am Wechsel der Erzählperspektive lag, und nicht daran, dass die Handlung deutlich verständlicher wurde! :lol:
Erzählt wird die Geschichte von Jen Salik aus der Ich-Perspektive. Was zu mehr Langatmigkeit führte, aber auch zu einem besseren Kopfkino als noch im letzten Band. Sollte sich inzwischen jemand fragen, wer ist Jen Salik? :pfeif:
Ihr wisst schon! Neben Rhodan und Atlan der andere Ritter der Tiefe! :mrgreen:
Spoiler:
Wobei Atlan noch kein Ritter der Tiefe ist! 8-)
Zurück zu Jen Salik. Das hier sagte er am Anfang des Roman über sich aus:
Der Mann mit dem Status eines Ritters der Tiefe und dem Aussehen eines pensionsreifen Programmierers, so nennt man mich.
Ich weiß nicht mehr genau, wann er das letzte Mal eine „größere“ Hauptrolle übernommen hatte. :o( Überwiegend tauchte er bisher eher als Statist oder als Nebenfigur auf. Da wollte ma(h)n ihn wohl ausnahmsweise mal in den Vordergrund schieben. :D

Im letzten Roman hatte ich am Schluss so meine liebe Mühe und Not der Handlung komplett zu folgen. In diesem Band ist Mahr so höflich, das Geschehene des letzten Bandes kompakt - aber auch ausführlich - nachzuerzählen. Wer also wie ich nur zum Teil kapiert hat, was passiert ist, wird hier nochmal gründlich informiert, was im Vorband geschah. ;)

War die Story vom letzten Band nach und nach in Richtung eines Affenzirkus abgedriftet, so wird die Surrealität noch mal einigee Stufen höher geschraubt. Schwarze Löcher bzw. Schwarze Sonnen, „eingesaugte“ Berge, weitere eigenartige Gestalten und was nicht sonst noch alles. Und wieder jagte man irgendeinem Sprüchlein hinterher, an welches sich Nachor im Nachhinein erinnerte. Immerhin gab es diesmal kein Geschwafel über irgendein Zhakra. :unschuldig:

Meine Wertung: 5,40 Punkte (Note: 2)

Das TiBi passt eigentlich ganz gut. Wenn man genau hinschaut, sieht man Jen Salik im Raumanzug auf einer Echse reiten! :D
Auf der ersten Illustration ist – nehme ich an – Chmekyr zu sehen. Wobei ich mich daran erinnere, dass er als „Kartoffel“ beschrieben wurde, aber an diese Gestalt kann ich mich irgendwie nicht erinnern.
Auf der zweiten Illustration geistert Jen Salik durchs Universum gekrümmter Wirklichkeiten. :rolleyes:

Auf dem japanischen TiBi kann man übrigens Sato Ambush beim Meditieren bewundern. Und den Kopf von Jen Salik.
Lumpazie
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Lumpazie »

DER TODESIMPULS

von Clark Darlton

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Handlung:

Die in die Superintelligenz ES aufgegangenen Mutanten­bewusstseine übernehmen immer wieder in halbstofflichen Körperprojektionen Wachperioden auf EDEN II. Es ist mehr oder minder ein symbolischer Akt. Auf seiner neuerlichen Wache entdeckt Tako Kakuta zwölf metergroße, bärenartige Tiere, von denen er weiß, dass sie nicht hierher gehören. Aber bevor er reagieren kann, wird sein Bewusstsein von einem der Tiere eingeatmet. Kakuta empfindet plötzlich nur noch abgrundtiefen Hass, der sich gegen ES richtet. Er erfährt, dass die Superintelligenz Seth-Apophis vor ihrem Ende Vorsorge getragen hat. Ihr Todesimpuls wurde zu einem mächtigen psionischen Jetstrahl und war auf das geistige Zentrum der Mächtigkeitsballung von ES gerichtet. Der Impuls materialisiert in Form von zwölf Tier-Projektionen auf EDEN II.

Der Telekinet Balton Wyt wird das nächste Opfer des Todesimpulses, und es folgen Tama Yokida, Wuriu Sengu, Betty Toufry, Merkosh, André Noir und Son Okura sowie vier weitere Mutanten.

ES ist durch das Abhandenkommen der Mutanten-Projektionen gewarnt, greift jedoch nicht persönlich ein, um das Milliardenbewusstsein nicht zu gefährden. Die Superintelligenz entlässt aber noch Ralf Marten als Beobachter. Der Teleoptiker berichtet ES, dass die zwölf Angreifer systematisch die Oberfläche von EDEN II verwüsten.

Für die Superintelligenz war der Angriff anfangs wie ein Schock, und es kam sogar zu Spontanprojektionen. Aber inzwischen sieht sich ES nicht mehr in Gefahr, denn Seth-Apophis war zu wenig über ihn informiert, um gezielt angreifen zu können.

Die Spontanprojektionen wie Belinda, Dermot, Oldtimer oder Rantu machen Jagd auf die Tiere. Sie können sogar zwei Projektionen zerstören, und die Bewusstseine Toufrys und Noirs werden dabei freigesetzt. Aber wo sind die Bewusstseine der beiden Tiere?

ES spürt die beiden Fremdbewusstseine schließlich in seinem Bewusstseinspool auf. Dies war der ursprüngliche Plan Seth-Apophis', denn hier ist ES am verwundbarsten. Nur unter großem Aufwand können die beiden Fremdbewusstseine an den Rand des Bewusstseinspools gedrängt und getötet werden. Um mit den Restlichen fertigzuwerden, weckt ES Pertrex.

Der Nexial-Mutant Pertrex aus der Galaxie Schelv wurde vor Jahrmillionen von ES gerettet, als Seth-Apophis sein Volk auslöschte. Pertrex ist Gestaltwandler und kann seine Psi-Gaben ebenfalls den jeweiligen Situationen anpassen. Seine Jagd auf die übrigen zehn Tierprojektionen ist schnell und konzentriert. Er fängt sie alle in einem Psi-Käfig. Schließlich taucht ES persönlich in Gestalt einer Spirale auf. Die Projektionen wollen angreifen, aber die vereinnahmten Mutanten wehren sich so sehr dagegen, dass sie sich befreien können und in den Bewusstseinspool der Superintelligenz zurückkehren. Anschließend tötet Pertrex die Projektionen, indem er den Käfig immer enger zusammenzieht.

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Starfox
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Re: Klassiker: Die Endlose Armada

Beitrag von Starfox »

Oh, das ist einer der wenigen Armada-Romane die ich mir damals in den 80'ern mit dem begrenzten Taschengeld gekauft hab. Ich glaube wegen Clark Darlton und weil die alten Mutanten mitspielten. Ich fand ihn gut damals. Und ich hab ihn nochmal gelesen und ich mag ihn immernoch.
Also gut gealtert!
Die Story ist etwas dünn, aber das Setting ist gut und Pertrex auch.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Bekim Ballard zurückkehren muss.
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