Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

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Lumpazie
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Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Unter dem neuen Großzyklus "Im Auftrag der Kosmokraten" startete der Teilzyklus "Das Neue Konzil "(700 bis 749)

Im Jahr 1985 erschien der Band 700 der Atlan-Heftserie:

Spur des Erleuchteten

von Marianne Sydow

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Innenillustration:

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Handlung:

Als Atlan erwacht, ist er allein, und die letzten Ereignisse und Momente in Alkordoom gehen ihm durch den Kopf – bevor die Botschaft der Kosmokraten erklang und sie ihn an diesen Ort in einer unbekannten Galaxie versetzten. Der Arkonide weilt an Bord eines Schiffes, das weder den Erleuchteten, noch EVOLO kennt. Aber es existiert ein Gerät, das er mit Psi-Spürer umschreibt. Damit kann das Schiff, dem Atlan an diesem 3. Januar 3819 (232 NGZ) den Namen STERNSCHNUPPE gibt, zwei Psi-Quellen in der Nähe orten (die Reichweite des Geräts ist begrenzt. Sie müssen sich im selben Sonnensystem aufhalten wie der Zellaktivatorträger). Im Übrigen ist das Schiff ein Diskus, durchmisst 40 Meter und ist 20 Meter hoch – und sehr eigenwillig. Damit gleicht es ANIMA, dem lebenden Raumschiff sehr. Des Weiteren muss es zunächst seine Energien, die es aus dem Hyperraum bezieht, erneuern. Danach wird es den Zielplaneten, die dritte Welt dieses Systems, anfliegen.

Der Planet trägt den Namen Joquor-Sa und ist zurzeit Aufenthaltsort der Familie Sayum. Dazu zählen auch Chipol und sein jüngerer Bruder Lyn, deren wahre Heimat Aklard ist. Die beiden Jugendlichen sind gerade irgendetwas Unbekanntem auf der Spur. In einem Teich scheint sich ein bösartiges Wesen aufzuhalten. Ihre Neugierde wird ihnen zum Verhängnis, das Böse holt sich Lyn. Für Chipol ist das Ereignis mehr als schlimm. War er zuvor schon ein Außenseiter, weil er über keine außersinnliche Gabe verfügte wie alle anderen Sayum, so hält ihn nun sein Vater Dharys für einen Mörder. Nur der Heiler Kerlon hält noch zu dem Jungen.

Die Sayum sind tatsächlich keine richtige Familie, sondern Daila, die über eine außersinnliche Gabe verfügen (mit Ausnahme von Chipol). Darum sind sie von ihrer Heimat verbannt worden und fanden auf Joquar-Sa Asyl. Der Planet sollte aber nur eine Zwischenstation sein, ihr eigentliches Ziel ist Cairon. Aber die dort Lebenden müssen darüber erst noch entscheiden.

Chipol, der davon träumt, als Raumfahrer die Galaxie Manam-Turu (Rauchstreifen vom verlöschenden Feuer) zu bereisen, will ein seltenes Tier erlegen, um Anerkennung seitens seines Vaters zu finden. Das hat nämlich bisher noch niemand vollbracht, und es wird angenommen, dass diese Tiere ebenfalls über eine außersinnliche Gabe verfügen. Aus dem Grund hält sich Chipol für diese Jagd prädestiniert. Er sucht sich dann auch ein Tier aus – doch plötzlich verändert sich die ganze Umgebung. Es wird dunkel, etwas Grauenhaftes senkt sich vom Himmel. Daraus treten rasant fliegende Kugeln, die mehrere Meter durchmessen. Der junge Daila sieht sich am Ende seines Weges, doch dann erblickt er wieder die Sonne Tsybaruul. Das Grauenhafte ist fort, aber auch kein einziges Tier ist mehr zu sehen. Enttäuscht macht sich Chipol auf den Heimweg.

Als sich die STERNSCHNUPPE auf den Weg macht, erlischt die hellere Psi-Quelle plötzlich. Es kann vieles bedeuten, und Atlan will weiterhin den Wüstenplaneten untersuchen. Er lässt das Diskusschiff nahe einer provisorischen Siedlung samt einem Raumschiff landen, die verlassen wirkt. Tatsächlich findet Atlan einen Ort, wo die Bewohner (anhand von Bildern, die er findet, müssen es menschenähnliche Wesen gewesen sein) gerade eben erst fortgegangen zu sein scheinen. Der Arkonide durchsucht noch weitere Unterkünfte, dann wird plötzlich auf ihn geschossen.

Auf seinem Weg nach Hause kommt Chipol auch an dem Teich vorüber, wo sein Bruder starb. Am Ufer liegt das Monstrum, es ist gestorben. Dann steht er in der Siedlung, aber niemand ist da. Alle Daila sind fort, nur er ist übrig geblieben. Chipol erkennt zwar keine Anzeichen der Gewalt, aber es kann nur etwas Schlimmes geschehen sein. Dann sieht er ein kleines Raumschiff landen. Diesem entsteigt ein Wesen, das ein Daila sein könnte. Nur die weißen Haare irritieren. Chipol macht den Fremden für das Verschwinden der Daila verantwortlich – und schießt.

In dem folgenden Zweikampf hat der unerfahrene Daila keine Chance, und Atlan nimmt ihn, einen etwa 14-jährigen Jungen, mit an Bord der STERNSCHNUPPE. Doch dieser entkommt, und Atlan muss ihn ein zweites Mal einfangen. Anschließend geht er gemeinsam mit dem Schiff daran, die Sprache des Jungen zu analysieren.

Chipol geht auf den Kontaktversuch Atlans ein, als der einen programmierten Translator bereithält. Trotzdem ist er gewillt, bei einer sich bietenden Gelegenheit den Weißhaar zu überlisten. Er erzählt von Cairon, dem vierten Planeten, wo ein nicht raumfahrendes Volk ähnlich der Daila lebt, die Bathrer. Deren Priester scheinen ebenfalls Außersinnliche zu sein (die zweite Psi-Quelle). Atlan seinerseits berichtet vom Erleuchteten und EVOLO. Er versucht, dem Daila zu verdeutlichen, dass er seine Familie nie wieder sehen wird, doch das geht noch über Chipols Verständnis. Immerhin will der Junge, nachdem sie die Sprache erlernt haben, mit nach Cairon. Ganz sicher kann sich Atlan des Jungen aber noch nicht sein.

Da Atlan keine andere Spur hat, will er nach Cairon reisen, um dort Chipols Familie zu suchen; er ist überzeugt, dass der Erleuchtete sie entführt hat. Offenbar hat ihn die Reise von Alkordoom nach Manam-Turu so viel Kraft gekostet, dass er unüberlegt die Psi-Begabten angreifen musste und außerdem den Fehler beging, einen Zeugen zurückzulassen. Als sie aus dem Daila-Schiff Informationen über Cairon holen wollen, gelingt es Chipol, Atlan in einem Abstellraum einzusperren. Die STERNSCHNUPPE weigert sich aber, den Daila nach Cairon zu bringen, und bestätigt Atlans Aussage, nichts mit dem Verschwinden der Sayums zu tun zu haben. Nach einer Stunde hat sich Atlan befreit. Chipol, der ihn zur selben Zeit freilassen wollte, begegnet ihm auf halbem Weg. Es kommt zu einer Aussprache, und Chipol vertraut von da an Atlan; vor allem auch deshalb, weil dieser den Jungen als gleichwertig akzeptiert, und das ist für den Daila ungewohnt. Über die Lerngeräte des eigensinnigen Kosmokratenraumschiffes eignen sie sich alles notwendige Wissen über Cairon und die Sprache der Bathrer an und brechen dorthin auf.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Moin zusammen und ein frohes neues Jahr!

Der JuBi-Band 700 bringt uns einen eher stillen Roman mit einem überschaubaren, „kleinen“ Setting. Gut zu lesen ist das Werk von Marianne Sydow heute noch, auch wenn es sicher ganz anders war, als man es nach dem furiosen Start in Alkordoom von einem JuBi-Band erwartet hatte. Vermutlich musste jetzt erst einmal Zeit gewonnen werden, um den neu aufgestellten Zyklus zu strukturieren und das Feintuning zu machen.

Denn statt der erhofften Aufklärung der Geschichte des Erleuchteten, die vermutlich durch das zuletzt mehrfach erwähnte MEMORIUM ausgelöst werden sollte, erleben wir Atlan in einer fremden Galaxis und an Bord eines kleinen, luxuriösen und komplett verschwiegenen Raumschiffs unbekannter Herkunft - der STERNSCHNUPPE. Das verfügt neben einer Menge unbekannter Technik sinnvollerweise auch über Psi-Spürer, die Atlan auf eine erste Spur des Erleuchteten führen: den Planeten Joquor-Sa in der Manam-Turu genannten Galaxis, die den neuen Handlungsschauplatz darstellt. Dort wurde gerade die weitestgehend aus Mutanten bestehende Familie Sayum aus dem Volk der Daila von einem nicht näher beschriebenen, monströsen Etwas überrascht und entweder entführt oder anderweitig „aufgesaugt“ und einverleibt.
Die Szene, in der ein gigantisches Gebilde die Sonne über der Wüstenwelt verdunkelt, finde ich heute immer noch stark. Ist es der gigantische „Körper“ des Erleuchteten, ein Raumschiff oder etwas ganz anderes? Atlan zufolge muss das aus Alkordoom geflüchtete Wesen entweder voller Panik oder aber ausgehungert nach Psi-Potentialen sein, sonst hätte er nie seine Deckung so offen fallen lassen, so unverhohlen zugeschlagen. Immerhin sollte EVOLO ja im Jahr 5000 des Erleuchteten vollendet sein ....

Und einen Zeugen ließ der Erleuchtete auch noch zurück: den Daila-Jungen Chipol, Wegbegleiter Atlans in der nächsten Zeit. Von ihm erfahren wir, dass die Daila vom Planeten Aklard immer wieder Mutanten hervorbringen, die wegen schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit allesamt in die Verbannung geschickt werden. Der vertriebene Familienverband Sayum war auf dem Weg nach Cairon, einer von den menschenähnlichen Bathren bewohnte Welt, deren Priester auch Psi-Kräfte haben, das Wahaku. Chipol ist ansprechend charakterisiert, dient möglicherweise als Identifikationsfigur für ein jugendliches Leser-Publikum; auch Telekinet Dharys, seinen deutlich negativ gezeichneten Vater, lernen wir kurz kennen. Die ganze Konstellation mit Chipol erinnert Atlan nicht zu unrecht an die Zeit, die er selber als jugendlicher Kristallprinz mit seinem väterlichen Freund Fartuloon verbracht hat, einem der größten Rätsel der ganzen Serie.

Die Szenerie mit dem geheimnisvollen See in der Oase sowie den gefährlichen Biestern in der Tiefe sowie die trickreiche Auseinandersetzung zwischen dem niemals aufgebenden Jungen und Atlan hat Marianne Sydow flott niedergeschrieben. Dazu gibt’s erste Ansatzpunkte, wie die kosmische Schnitzeljagd nach dem Juwel weitergeht. Denn der wird sich das Psi-Potential der Bathrer sicher nicht entgehen lassen. Die Kosmokraten wiederum müssen wissen, warum das mächtige Geschöpf ausgerechnet in diese Galaxis geflohen ist, verraten es ihrem Werkzeug Atlan aber (natürlich) nicht. Fest steht wohl nur, dass sich der Erleuchtete nach seinem ersten, blinden Zuschlagen nach seiner Ankunft jetzt wohl erst einmal eine geheime Machtbasis im Dschungel der Sterne dieser „neuen“ Galaxis aufbauen wird.

Alles in allem ein guter Roman, dem der JuBi-Charakter allerdings schon etwas fehlt. Das TiBi ist gelungen: die Rückseite eher kosmisch, vorne drauf springt eines der Monstren aus dem See dem Betrachter entgegen. Immerhin näher dran am Inhalt des Romans, als damals etwa das Bild von Heft 600. Stilistische Besonderheiten, wie die früher mal beliebten Zitate (fiktive oder echte) vor einzelnen Kapiteln, gibt es auch nicht. Der 700er ist einfach nur ein ganz normaler Roman.
Die RZ der STERNSCHNUPPE gefällt mir gut. Etwas wundere ich mich aber schon über den aktuellen Abdruck: wenn die abrupte Wendung der Handlung erst mit Band 698 quasi im Handstreich eingeleitet wurde, muss André Höller ja sehr flott gezeichnet haben. Oder die Geschichte wurde um eine vorhandene RZ herumgestrickt.

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Lumpazie
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Grauer Lord hat geschrieben:
5. Januar 2020, 10:36
Das TiBi ist gelungen: die Rückseite eher kosmisch, vorne drauf springt eines der Monstren aus dem See dem Betrachter entgegen. Immerhin näher dran am Inhalt des Romans, als damals etwa das Bild von Heft 600.
Die Rückseite dieses Titelbild erhielt übrigens noch einmal einen Einsatz - als Tibi von Heft 1798:

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Damals war Johnny Bruck überraschend an den folgenen seines Vespa-Unfalls verstorben. Die Redaktion benötigte noch zwei Titelbilder, um damit einen "runden" Abschluss für Johnny zu machen. Ab Heft 1800 übernahmen dann Alfred Kelsner, Swen Papenbrock und Ralph Voltz die Tibi-Gestaltung der Mutterserie.

Ich fand das eine schöne Geste der Redaktion und eine gute Idee, die Rückseiten dieses Atlan Jubiläumsband zu nehmen (passte damals so schön zum Inhalt des Romans). :st:
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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Auch hier noch mal ein Frohes Neues Jahr für alle!
Lumpazie hat geschrieben:
5. Januar 2020, 09:34
Unter dem neuen Großzyklus "Im Auftrag der Kosmokraten" startete der Teilzyklus "Das Neue Konzil "(700 bis 749)

Im Jahr 1985 erschien der Band 700 der Atlan-Heftserie:

Spur des Erleuchteten

von Marianne Sydow
Grauer Lord hat geschrieben:
5. Januar 2020, 10:36
Der JuBi-Band 700 bringt uns einen eher stillen Roman mit einem überschaubaren, „kleinen“ Setting. Gut zu lesen ist das Werk von Marianne Sydow heute noch, auch wenn es sicher ganz anders war, als man es nach dem furiosen Start in Alkordoom von einem JuBi-Band erwartet hatte.
Mir hat der sehr stimmungsvolle Band 700 sehr gut gefallen, auch als Jubiläumsband, und eigentlich ist er auch genau so, wie ich mir einen Jubiläumsband vorstelle, nicht zu kompliziert, mit einer guten Geschichte, ein neuer Anfang. Band 500 und 600 waren auch sehr gut, aber dieser hier gefällt mir noch besser. Der Roman war oder ist eigentlich ideal zum Einstieg in die Serie. Vielleicht will ja auch noch jemand mitlesen!

Das Setting mit dem Wüstenplaneten hat mir sehr gut gefallen, besonders auch wie Atlan auf dem Planeten mit dem Jungen Freundschaft schließt. Das neue Schiff, die STERNENSCHNUPPE, gefällt mir auch. Das Schiff scheint so eine Art kosmokratischer Space-Jet mit etwas eigenwilliger Programmierung zu sein, anders als ANIMA eben doch ein Stück Technik, sehr schön dargestellt in der Risszeichnung. Relativ minimalistisch, alles auf Need-to-know-Basis, herrlich, wie Atlan mit der STERNENSCHNUPPE argumentiert.
Lumpazie hat geschrieben:
6. Januar 2020, 10:30
Ich fand das eine schöne Geste der Redaktion und eine gute Idee, die Rückseiten dieses Atlan Jubiläumsband zu nehmen (passte damals so schön zum Inhalt des Romans). :st:
Auf jeden Fall. :st: Diese Hintergrundgeschichte kannte ich noch nicht. Das Titelbild von Atlan 700 gefällt mir sehr gut. (Viele der alten Titelbilder gefallen mir besser als viele der neuen.)

Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es im Zyklus weiter geht. Der Erleuchtete hat sicher noch ein paar Asse im Ärmel und wird nicht leicht zu besiegen sein. Ich gehe sogar davon aus, dass es ihm gelingt, EVOLO zu vollenden, und dass Atlan anschließend gegen EVOLO kämpfen muss, und dass das alles sehr spannend wird.

Einen ersten Begleiter hat Atlan nun auch schon mal. An Bord der Sternschnuppe ist noch Platz für vier weitere Begleiter, und ich bin gespannt, wer noch dazu gehören wird.

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dandelion
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von dandelion »

Lumpazie hat geschrieben:
6. Januar 2020, 10:30
Die Rückseite dieses Titelbild erhielt übrigens noch einmal einen Einsatz - als Tibi von Heft 1798:
Diese Rückseite ist wirklich gut gelungen, finde ich eindrucksvoller als die Titelseite von Atlan 700. Schöne Form der Wiederverwertung, wenn auch aus traurigem Anlass.

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Lumpazie
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1985 erschien der Band 701 der Atlan-Heftserie:

Die Stadt über dem Fluß

von Arndt Ellmer

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Innenillustration:

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Handlung:

Atlan und Chipol brechen mit der STERNSCHNUPPE von Joquor-Sa nach Cairon auf. Auf dem Weg dorthin kreuzen sie den Weg eines mysteriösen Kometen, der eigentlich nicht hier sein sollte, aber laut STERNSCHNUPPE nichts Ungewöhnliches darstellt. Nach der Landung auf Cairon tarnen sich Atlan und der Daila als Händler, die sowohl von den Bathrern als auch den Nomaden strikt neutral behandelt werden.

Chumboro, ein parapsychisch begabter Priesterschüler, wandelt an den Feldern der Stadt Umharaton entlang und fühlt mit seinen Sinnen in seine Umgebung hinein. Da nimmt er einen großen, dunklen Schatten wahr, der sein Bewusstsein zwingt, sich zu öffnen. Kurz darauf erkennt er, dass es sich um böse Geister gehandelt haben muss, und kehrt nach Umharaton zurück.

Am Marktplatz von Umharaton preisen die Händler ihre Waren an; Auferhan und dessen Bruder Jodanon kämpfen mit allen händlerischen Tricks um Kunden und merken nicht, dass Harakesch, Chumboros kleiner Bruder, eine wertvolle Robe stiehlt. Der Junge macht sich nur einen Jux, er will die Ware wieder zurückgeben, aber zuvor wird er von einem Passanten gestellt. Die Bathrer sind entsetzt und erklären sich bereit, dem bestohlenen Händler nicht nur die Robe, sondern auch deren Kaufpreis zu ersetzen. Das gebietet das Prinzip der »Harmonie«, was die gängige Lehre der Priester der Bathrer ist. Chumboro redet nach seiner Rückkehr mit seinem Bruder und will mit seinem Wahakú herausfinden, ob er wirklich stehlen oder nur einen Schabernack treiben wollte – aber er kann nicht die Gefühle und Gedanken des jüngeren lesen. Entsetzt stiehlt er sich heimlich aus der Stadt, um das Phänomen des bösen Geistes zu erforschen, dem er die Schuld daran gibt. Dabei stürzt er ab und bleibt verletzt am Fuß des Berges liegen.

Bevor sie sich in die nächstgelegene Stadt begeben können, finden Atlan und Chipol den verletzten Priesterschüler. Atlan legt dem Schwerverletzten seinen Zellaktivator auf, dennoch bekommt dieser kurz darauf Wundfieber.

An den Toren der Stadt angekommen, warten bereits viele Händler darauf, in die Stadt eingelassen zu werden, aber es sind momentan keine Plätze am Marktplatz frei. Lediglich Atlans Wagen darf passieren, weil er den verletzten Priesterschüler mit sich bringt. Drinnen angekommen, wird der Verletzte bald abgeholt und in für die anderen Bathrer verbotene Bereiche gebracht.

Von Auferhan und Jodanon erfährt Atlan, dass es bereits mehrere Fälle gegeben hat, wo Priester ihr Wahakú verloren haben sollen; Atlan vermutet den Erleuchteten dahinter. Dann greifen Nomaden Umharaton an; allerdings fordert dieser Angriff erstaunlich wenig Blutzoll, denn die Bathrer beschränken sich bei der Abwehr auf das Notwendigste. Atlan sieht gleich, warum; denn als die Nomaden vor der dritten Stadtmauer stehen, wird kurzerhand ein großer Wasserspeicher entleert, der die Nomaden aus der Stadt spült. Dieser Angriff wurde auch von den Nomaden nur mit mäßiger Aufmerksamkeit durchgeführt; man könnte fast den Eindruck gewinnen, es sei nur eine Art Generalprobe gewesen, denn als sie vor der dritten Stadtmauer waren, machten sie erst einmal seelenruhig eine Rast und stärkten sich. Atlan ist mehr als nur verwundert darüber.

Währenddessen kann der Arkonide gemeinsam mit dem Daila in die verbotenen Bereiche vordringen. Sie werden von Wächtern gestellt und dem Oberpriester Ghaidor vorgeführt. Atlan muss sich der »Geisterprobe« unterziehen, um zu beweisen, dass er kein böser Geist ist. Die Harmonie der Bathrer unterschätzend, willigt er ein und wird auf eine Liege gebunden. Unter den psionischen Einflüssen der Priester wird Atlans Körper etwa zehnmal durchsichtig, verfestigt sich dazwischen aber wieder. Während dieser Zeit hat Atlan den Eindruck, die Bathrer wollten und könnten ihn nach Arkon zurück versetzen. Er wehrt sich mit aller Kraft dagegen und aktiviert das Kodewort, das ihm die Kosmokraten mitgegeben haben: Varnhagher-Ghynnst. Wenn er diesen Gedanken ganz intensiv denke, sagten ihm die Kosmokraten, würde er zurück nach Kran geschleudert werden – aber nichts passiert, Atlan wird bewusstlos. Gemeinsam mit Chipol wird er auf ihrem Händlerwagen aus Umharaton verbannt. Als Atlan wieder zu sich kommt und von dem Daila erfährt, was passiert ist, beschließt er, in die nächstgelegene Stadt Bakholom zu fahren und dem Erleuchteten dort nachzustellen.

Anmerkungen

Es bleibt ein Rätsel, warum Atlan durch Auflegen seines Zellaktivators den verletzten Chumboro nicht heilen konnte. Normalerweise hätte sich seine Verletzung (seine Schulter war von einer spitzen Wurzel durchbohrt worden) damit rasch heilen lassen.
Ebenso unerklärlich ist, warum das Kodewort Varnhagher-Ghynnst, das Atlan nach Kran zurückbringen sollte, nicht funktionierte. (Diese Angelegenheit treibt Atlan selbst um. In Band 702 spekuliert sein Extrasinn, das Fehlschlagen des Kodewort-Gebrauchs deute auf ein Zerreißen des geistigen Bandes zu den Kosmokraten hin. Die Ursache dafür sieht der Logiksektor in der Versetzung nach Manam-Turu, glaubt aber an einen beabsichtigten oder unbeabsichtigten äußeren Einfluss. In Betracht zieht er den Erleuchteten, ANIMA, Colemayn oder Atlan selbst.)
Seit Atlans Ankunft in Manam-Turu können nur wenige Tage verstrichen sein, aber die Händler berichten bereits jetzt schon, dass auch Priester anderer Städte ihr Wahakú verloren haben. Wenn man die beschwerlichen Wege bedenkt, die die Händler reisen müssen, und dass solche Nachrichten nicht sofort an die Ohren Außenstehender – und das sind die Händler für die Stadtbewohner ja – dringen, fragt man sich, ob tatsächlich der Erleuchtete dahinter stecken kann.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Mit einer gelungenen Mischung aus Karl May und dem Herrn der Ringe führt Arndt Ellmer den Schauplatz Cairon ein, auf dem wir jetzt ein paar Wochen verweilen. Abgesehen vom recht statisch wirkenden TiBi gefiel mir der Roman sehr gut. Anders als in Grieses Exposé-Zeiten wird hier eine Welt wirklich tiefenscharf und mit liebevollem Detailreichtum dargestellt. Die Stadt Umharaton, die Priester der Bathrer, die mit ihrer Psi-Gabe für „die Harmonie“ sorgen, das Plateau der Geister, Nomadenstämme, Händler - all das verlangsamt die zuletzt so hektische Handlung enorm, das alles macht aber trotzdem (oder gerade deshalb) Spaß zu lesen.

Nach dem Heft wissen wir, dass der Notnagel mit dem Codewort nicht mehr funktioniert, der Kontakt zu den Kosmokraten ist abgerissen. Atlan agiert sozusagen auf eigene Faust weiter. Und: Priester der Bathrer verlieren seit einiger Zeit ihre Psi-Gabe, das Wahakù. Ist das schon ein Hinweis auf den Erleuchteten? Wieso geht er dann so behutsam vor, ganz anders als auf Joquor-Sa? Die spannende Abenteuer-Handlung auf Cairon geht nächste Woche weiter.

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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben:
12. Januar 2020, 09:40
Im Jahr 1985 erschien der Band 701 der Atlan-Heftserie:

Die Stadt über dem Fluß

von Arndt Ellmer
Grauer Lord hat geschrieben:
17. Januar 2020, 16:32
Abgesehen vom recht statisch wirkenden TiBi gefiel mir der Roman sehr gut. Anders als in Grieses Exposé-Zeiten wird hier eine Welt wirklich tiefenscharf und mit liebevollem Detailreichtum dargestellt. Die Stadt Umharaton, die Priester der Bathrer, die mit ihrer Psi-Gabe für „die Harmonie“ sorgen, das Plateau der Geister, Nomadenstämme, Händler - all das verlangsamt die zuletzt so hektische Handlung enorm, das alles macht aber trotzdem (oder gerade deshalb) Spaß zu lesen.

Nach dem Heft wissen wir, dass der Notnagel mit dem Codewort nicht mehr funktioniert, der Kontakt zu den Kosmokraten ist abgerissen. Atlan agiert sozusagen auf eigene Faust weiter. Und: Priester der Bathrer verlieren seit einiger Zeit ihre Psi-Gabe, das Wahakù. Ist das schon ein Hinweis auf den Erleuchteten? Wieso geht er dann so behutsam vor, ganz anders als auf Joquor-Sa? Die spannende Abenteuer-Handlung auf Cairon geht nächste Woche weiter.
Ich bin auch sehr gespannt, wie es auf Cairon weiter geht. Mir hat der Roman auch sehr gut gefallen. Das liegt auch daran, dass diese Welt sehr detailreich und stimmig ausgestaltet wurde, und die Figuren sehr lebendig wirken. Mir fiel auch noch "Es stirbt in mir" von Robert Silverberg ein, denn der Verlust einer Paragabe muss eine sehr schmerzliche Erfahrung sein, ähnlich dem Erblinden.

Außerdem gab es noch einige Rätsel, z.B. warum Atlans Zellaktivator jemandem nicht mehr helfen konnte, und warum die Verbindung zu den Kosmokraten abgerissen ist, und was dieser lahme Angriff der Nomaden und die schwache Abwehr der Bathrer zu bedeuten hat.

Harmonie und Friede sind wichtig auf dieser Welt, trotzdem waren die Bathrer bereit, Chipol zu töten, um Atlan zu erpressen. Die STERNSCHNUPPE scheint zwar eigenständig in vielen Dingen, wird aber in ähnlichen Situationen auch nicht eingreifen können, um Atlan zu retten, obwohl es eigentlich möglich sein müsste, ständig mit dem Schiff in Kontakt zu bleiben. Roboter zur Unterstützung können anscheinend auch nicht ausgeschleust werden.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1985 erschien der Band 702 der Atlan-Heftserie:

Krieger für die Götter

von Harvey Patton

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Innenillustration:

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Handlung:

Keldarol ist Viehhändler der Stadt Xanthoron; er arbeitet aber mit betrügerischen Mitteln, indem er ungezähmte Tiere von den Nomaden erwirbt, mit bestimmten Kräutern vorübergehend zahm macht, und dann in der Stadt zum marktüblichen Preis – der für diese ungezähmten Tiere aber viel zu hoch ist – verkauft. Obendrein betrügt er seine Frau, und als diese dahinter kommt, meldet sie ihn kurzerhand bei der Stadtwache. Keldarol wird auf Lebzeiten aus Xanthoron verbannt und bekommt nur einen klapprigen Wagen mit nahezu wertlosen Waren auf altersschwachen Xarrhis mit. Unweit der Stadt begegnet er den Nomaden, mit denen er bisher seine Geschäfte gemacht hat – sie erleichtern ihn auch noch um den kläglichen Rest seines Besitzes.

Die aus Umharaton verbannten Atlan und Chipol reisen zur nächstgelegenen Stadt Bakholom, um dort weiter gegen den Erleuchteten zu ermitteln. Während sie nachts lagern, versucht Keldarol sie zu überfallen; er denkt, in dem weißhaarigen Arkoniden einen Alten in Begleitung seines Enkels vor sich zu haben, doch er macht bittere Erfahrung mit Atlans jahrtausendealten Kampffähigkeiten. Er wird gefangen, und Atlan beschließt, ihn wegen seiner (leider nicht vorhandenen) Ortskenntnisse mitzunehmen. Chipol hat damit keine Freude und spielt Keldarol so manch üblen Streich, ohne dass man ihm etwas nachweisen könnte.

Nach wenigen Tagen – in dem unwegsamen Gelände kann der Wagen meist nur im Schritttempo fahren – werden die drei von der Nomadensippe der Deombarer aufgegriffen und in ihr provisorisches Lager gebracht, das die Deombarer errichtet hatten, nachdem ihnen ein Bote verkündet hatte, sie sollten hier auf Demitor, den Häuptlingssohn der Sippe der Yanthurer, warten. Beide in generationenlanger Feindschaft lebenden Sippen sollten sich aussöhnen, indem der Bruder von Demitor eine Tochter von Kamuk, dem Häuptling der Deombarer, heiratet.

Es wird den Aufgegriffenen erlaubt, ihre weniger wertvollen Waren an die Nomaden zu verkaufen; da ist Keldarol in seinem Element. Er entpuppt sich als der geschickteste Händler, den Atlan in seinem langen Leben jemals begegnet ist. Etwas später reiten einige Krieger der Yanthurer ein. Atlan erkennt sofort, dass die sonst nur mit primitiven Waffen ausgestatteten Nomaden über Schwerter aus Stahl verfügen (die Herstellung von Stahl ist den Bathrern noch nicht möglich) und militärisch getrimmt zu sein scheinen – ein Widerspruch zur Natur der Nomaden. Unter den Besuchern, die unmittelbar neben den Deombarern ihre Zelte aufschlagen, gehört auch Demitor. Gemeinsam mit Kamuk begutachtet er die kostbareren Waren Atlans, denn diese sollen das Brautgeschenk darstellen. Mit dabei ist auch eine weitere Tochter Kamuks, die während dieser Begutachtung Keldarol schöne Augen macht.

Als der Abend hereinbricht, kommt es zu sportlichen Wettkämpfen zwischen den beiden Nomadensippen. Den ersten Kampf gewinnen die Yanthurer, den zweiten die Deombarer; wobei der erfahrene Atlan sofort erkennt, dass die Yanthurer ihre Gastgeber absichtlich gewinnen ließen. Während das anschließende Versöhnungsmal beginnt, stiehlt sich Keldarol davon; er verbringt einen Teil der Nacht, unbemerkt von anderen, bei der Häuptlingstochter. Als Wein gereicht wird und die Nomaden zusehends berauscht werden, kommt es beinahe zu einem Kampf zwischen einem angetrunkenen Yanthurer und einem ebenso berauschten Deombarer. Demitor geht entschieden dazwischen und befiehlt seinem Untergebenen leise, ins „Tal der Götter“ zu reisen, um dort den „Strahl der Erleuchtung“ zu erfahren. Atlan vernimmt diese Worte und ist alarmiert: Dies könnte auf den Erleuchteten hinweisen! Er beauftragt Chipol, sich im Lager umzuhören, aber er erhält zu diesem Thema keine weiteren Informationen mehr. Dafür belauscht Chipol ein Gespräch zwischen Kamuk und Demitor, indem Letzterer geschickt den Brautpreis in die Höhe treibt. Als „Zugabe“ für die „wenig ansehnliche Braut“ und den „minderwertigen Brautpreis“ verlangt er eine weitere Häuptlingstochter, und zwar für sich selbst. Da er als Gegengeschäft verspricht, dass Kamuks Sippe mit ebensolchen Waffen ausgestattet werde wie die Yanthurer, willigt der Häuptling ein. Demitor sucht sich unter den drei verbleibenden Töchtern Kamuks genau jene aus, in die sich Keldarol verliebt hat.

Am nächsten Tag laufen die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren. Der Häuptling der Yanthurer sowie dessen ältester Sohn, der Bräutigam, reiten ein. Währenddessen beginnt eine anfangs leise Unterhaltung zwischen Kamuk und Demitor immer lauter zu werden, bis weithin zu vernehmen ist, dass die Demitor versprochene Häuptlingstochter nicht mehr auffindbar sei; sie hat sich gemeinsam mit Keldarol nachts abgesetzt, und der hat auch noch die gesamten Einnahmen, die er mit Atlans und Chipols Waren erzielt hat, mitgehen lassen. Als prompt nach Bekanntwerden der Tatsache Kampfhandlungen ausbrechen, können Atlan und Chipol auf zwei Vleehs entkommen. Zuvor hat der gewiefte Chipol noch alle anderen Reittiere der Nomaden aus deren Gehege gejagt, damit eine Verfolgung stark verzögert wird. Denn eines ist klar: Die Nomaden werden sich wieder versöhnen und danach feststellen, dass alles nur die Schuld eines der drei Händler gewesen ist.

Nach stundenlangem Ritt, bei dem sie keine Verfolger ausmachen können, entdecken der Arkonide und der Daila in einiger Entfernung eine weitere Nomadengruppe, die Keldarol gefangen genommen und sowohl seiner Besitztümer als auch seiner neuen Freundin beraubt haben.

Anmerkung zum Titelbild

Hier ist ein Fehler passiert. Eigentlich wäre dieses von Nikolai Lutohin gemalte Titelbild für die Mythor-Ausgabe Nr. 170 vorgesehen gewesen, wurde aber beim Druck verwechselt. Hier das ursprünglich vorgesehenen Titelbild, das auch besser zum Romaninhalt (Kontakt mit den Nomaden) passt:

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Um am Firmament und hat kein’ Paß;
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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Das Titelbild war damals so eine Sache: Da ich parallel auch die faszinierende Fantasy-Serie Mythor gelesen habe, wurde einfach die Schere gezückt, das falsche TIBi entfernt, das richtige aufgeklebt. So liegt das Heft heute noch in meiner Sammlung. Die Verwechslung war natürlich bezeichnend: In der Cairon-Phase steckte anfangs so wenig Science-Fiction, dass man die Serie kurz mal mit einer Schwert und Magie-Reihe verwechseln konnte.

Der Roman von Harvey Patton taucht nochmal ein Stück tiefer in die Szenerie auf Cairon ein, wo ein geheimnisvoller Einfluss dafür sorgt, dass sich bestehende Verhältnisse von Grund auf ändern. Ausgehend vom geheimnisvollen „Tal der Götter“ machen sich Bestrebungen breit, die rivalisierenden Nomadenstämme zu einigen. Eine Form von „Erleuchtung“ ist dabei im Spiel; am Ende bekommen die technisch rückständigen Bathrer Waffen aus Stahl (den sie gar nicht selber herstellen können), sowie „Donnereier“ (Granaten ?) ausgehändigt. Wohl um die von den Priester und ihrem Wahakú in Harmonie gehaltenen Felsenstädte anzugreifen.

Der Roman ist leidlich interessant geschrieben, Patton führt die Handlung entlang des Hochstaplers und Schürzenjägers Keldarol. Das liest sich zeitweise fast wie ein Atlan-Zeitabenteuer in den Taschenbüchern. Etwas erschrocken war ich zu lesen, dass Patton alias Hans Peschke 1994 als Sozialhilfeempfönger gestorben ist. Für diesen Zyklus hat er einige sehr gut Romane beigesteuert.

Die Hinweise auf den Erleuchteten sind im übrigen so dick aufgetragen, dass es doch eigentlich schon unwahrscheinlich ist, dass er wirklich auf Cairon sein Unwesen treibt. Der Bezwinger der ganzen Galaxis Alkordoom soll aus dem Hintergrund ein paar Nomadenstämme aufwiegeln statt den ganzen Planeten zu vernichten und die Psi-Potentiale nebenher aufzusammeln? Eigentlich kaum zu glauben.

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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Grauer Lord hat geschrieben:
20. Januar 2020, 11:04
Das Titelbild war damals so eine Sache: Da ich parallel auch die faszinierende Fantasy-Serie Mythor gelesen habe, wurde einfach die Schere gezückt, das falsche TIBi entfernt, das richtige aufgeklebt. So liegt das Heft heute noch in meiner Sammlung. Die Verwechslung war natürlich bezeichnend: In der Cairon-Phase steckte anfangs so wenig Science-Fiction, dass man die Serie kurz mal mit einer Schwert und Magie-Reihe verwechseln konnte.
Das stimmt, aber mir gefällt das vertauschte Titelbild sehr gut. Das eigentlich vorgesehene passt auch nicht unbedingt besser, da dort nur ein einzelner Krieger und eine Frau zu sehen sind. Dann passt diese Priester-Figur schon eher zum Titel "Krieger für die Götter".
Grauer Lord hat geschrieben:
20. Januar 2020, 11:04
Patton führt
die Handlung entlang des Hochstaplers und Schürzenjägers Keldarol. Das liest sich zeitweise fast wie ein Atlan-Zeitabenteuer in den Taschenbüchern. Etwas erschrocken war ich zu lesen, dass Patton alias Hans Peschke 1994 als Sozialhilfeempfönger gestorben ist. Für diesen Zyklus hat er einige sehr gut Romane beigesteuert.
Das ist schon etwas erschütternd, dass Peschke kein gutes Auskommen hatte. Einige Dutzend Heftromane und eine Handvoll Taschenbücher waren wohl zu wenig, um davon wirklich gut leben zu können. Für mich war er als Autor auch nicht schlechter als die vielen anderen, die z.B. bei PR und Atlan seinerzeit mitgeschrieben haben.

Immerhin gibt es einige Atlan-Romane von ihm:

179: Die Verschwörer von Arkon
190: Licht des Vergessens
197: Kristalle des Todes
204: Der Verräter von Protem (fehlt auf seiner Perrypedia-Seiten-Liste)
208: Herr der versunkenen Welt
217: Duell mit dem Donnergott
251: Der Eiskerker
264: Der Mondträger
265: Brennpunkt Cherkaton
284: Eine Falle für die Medon
286: Angriff auf Kraumon
296: Orbanaschols Rache
306: Die Stahlquelle
317: Das Lebensschiff
329: Fluß der Gefahren
338: Kollision im Nichts

702: Krieger für die Götter
714: Die Spur der Daila
742: Die Psi-Waffe
757: Die Herrschaft der Krelquotten
767: Schicksalswelt
778: Schatzkammer des Todes
785: Die Stimme des schwarzen Zwerges
793: Das Ende der Sternenfalle
802: Auf Goshling verschollen
810: Im Sturm der Module
819: Endstation Jarkadaan
824: Brennpunkt Vergangenheit
833: Atombrand an Bord
844: Tödliche Lebenswelt

Er war bei Atlan auch bis zum Ende der Serie mit dabei, aber es klafft eine seltsame Lücke zwischen Atlan 338 und Atlan 702. (Sechzehn Romane bis einschließlich Atlan 338 und nochmal vierzehn danach.)

Ich bin mit Atlan 702 noch nicht ganz durch, aber mir gefällt der bereits vor 35 Jahren erschienene Roman bis jetzt ganz gut. Damals gab es wohl im Zug der beiden Conan-Filme und Ähnlichem eine erneute Fantasy-Welle in Deutschland, was beim Schreiben sicher eine Rolle spielte, und das eine oder andere Fantasy-Element passt ganz gut in die Serie. Ich finde, so etwas passt zu Atlan wesentlich besser als zu Perry Rhodan.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Danke für die Liste, Yman. Das ist viel mehr als ich in Erinnerung hatte. Den Kristallprinz-Zyklus habe ich damals zwar regelrecht verschlungen, aber in der Zeit wohl weniger auf die Autorennamen geachtet. Dass Patton im letzten Atlan-Zyklus mit einer stattlichen Zahl an Romanen dabei war, wusste ich aber noch. Alles in allem ein Autor, über den man als Leser (also ich zumindest) nicht so sehr viel weiß.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Klenzy »

Atlan 204 "Der Verräter von Protem" ist von H.G.Francis, oder stimmt das nicht?
Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Ich habe gerade mal nachgeschaut: In meinem gedruckten Atlan 204 in der 2. Auflage steht H.G. Francis als Autor.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Auf dieser Seite https://www.perrypedia.de/wiki/Der_Held ... n_(Zyklus) wird Harvey Patton als Autor genannt:
204/65 Harvey Patton Der Verräter von Protem
Dort wird in der Statistik die Zahl von 13 Romanen für den Zyklus Atlan und Arkon genannt.

In der Autorenstatistik https://www.perrypedia.de/wiki/Autorens ... tlan-Serie

ist Harvey Patton mit 30 Atlan-Romanen aufgeführt:
Harvey Patton 30
Dort wird in der Statistik die Zahl von 12 Romanen für den Zyklus Atlan und Arkon genannt.

Wenn Atlan 204 von HGF ist, dann stimmen vielleicht die Angaben auf diesen beiden Perrypedia-Seiten nicht.


Auf der Seite https://www.perrypedia.de/wiki/Harvey_Patton sind jedenfalls nur 11 Romane aufgeführt:

179: Die Verschwörer von Arkon
190: Licht des Vergessens
197: Kristalle des Todes
208: Herr der versunkenen Welt
217: Duell mit dem Donnergott
251: Der Eiskerker
264: Der Mondträger
265: Brennpunkt Cherkaton
284: Eine Falle für die Medon
286: Angriff auf Kraumon
296: Orbanaschols Rache

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Klenzy »

Danke für die Hinweise! Im E-Book steht auch Francis. Ich korrigiere die Seiten.
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1985 erschien der Band 703 der Atlan-Heftserie:

Die Harmonie von Bakholom

von Arndt Ellmer

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Nur mit zwei Vleehs, wenig Proviant und kaum Zahlungsmitteln ausgerüstet, sind Atlan und Chipol den Nomaden entkommen. Sie reisen nach Bakholom, um mehr über die Priester zu erfahren, die ihr Wahakú verloren haben. Lieber würden sie ins Tal der Götter reisen, wissen aber nicht, wo sich dieses befindet. Anscheinend folgt ihnen aber doch jemand, und sie verstecken sich in einem kleinen Wäldchen. Es handelt sich aber um Händler, und einer von ihnen, Ardechain, berichtet, dass schon über dreißig Händler von den Nomaden ausgeraubt worden sind, was früher nur in Ausnahmefällen passiert ist. Obwohl Bakholom auch das Ziel dieser Händler ist, nehmen sie einen mehrstündigen Umweg, weil sie ihre Zugtiere zuerst an einer Quelle tränken wollen. Atlan und Chipol ziehen direkt nach Bakholom, geraten aber nach kurzer Zeit in einen mächtigen, sehr rasch aufziehenden Sandsturm, den sie nur knapp unbeschadet überstehen, gefolgt von spontanen heftigen Regengüssen.

Bei der Weiterreise finden sie einen von den Unwettern schwer verletzten Bathrer, dem sie helfen und den sie mit sich nehmen wollen. Währenddessen nähern sich aber andere Bathrer und überwältigen die beiden. Sie bezichtigen sie, ihrem Gefährten die Verwundungen zugefügt zu haben. Fallin, ihr Wortführer, verurteilt Atlan zu einem Zweikampf mit dem kräftigsten von ihnen, der den Arkoniden töten soll. Dank seiner Kampferfahrungen beendet Atlan den Kampf in wenigen Augenblicken und kann anschließend Fallin und die anderen von seiner Unschuld überzeugen. Das bestätigt auch der gefundene Verwundete, der wieder zu sich gekommen ist. Daraufhin schließen sie Frieden, und Fallin berichtet, dass in ihrer Heimatstadt Dschadhalon vor circa 40 Tagen alle Bewohner in einen tiefen Schlaf fielen. Als sie erwachten, waren alle Priester und deren Schüler verschwunden. Schuld daran hätten die Nomaden, die Fallin mit seinen sieben Gefährten verfolgt. Damit trennen sich ihre Wege wieder.

Einige Zeit später kommen sie an die einzige Brücke, die nach Bakholom führt, und dürfen in die Stadt einreiten. Das klappt deshalb so problemlos, weil Ardechain sie angekündigt hat; ihr Wunsch, mit den Priestern sprechen zu dürfen, wird aber abgeschlagen. Also probiert es Atlan wieder auf eigene Faust. Doch auch der Daila versucht, zu den Priestern vorzudringen, auch wenn er Atlan das Gegenteil versprochen hat. Er schließt Freundschaft mit einem etwa gleichaltrigen Fischerjungen und erkennt, dass es für die Nomaden ein Leichtes wäre, über die meist unterirdisch verlaufenden Flüsse in die Stadt einzudringen. Chipols Warnung an die Fischer wird aber belächelt, denn erstens glaubt niemand an einen Nomadenangriff, und zweitens sei ja bekannt, dass Nomaden das Wasser scheuen.

Inzwischen dringt Atlan in die verbotenen Bereiche ein und wird prompt von Priestern erwischt. Rungaron, der bereits sehr alte Oberpriester, lässt sich nicht von der drohenden Gefahr überzeugen und will Atlan der Geisterprobe unterziehen, um festzustellen, ob er ein böser Geist sei. Es kommt allerdings zu Meinungsverschiedenheiten unter den Priestern, und bis diese ausgeräumt sind, wird Atlan in einem Raum gefangen gehalten. Chipol hat aber bereits ebenfalls die verbotenen Gebiete erreicht, und zwar von den Gebieten der Fischer aus, denn die Höhlensysteme sind miteinander verbunden. Er kann Atlan aus seinem Gefängnis befreien, aber nicht vor den Priestern verstecken. Gerade als diese gegen die beiden vorgehen wollen, kommt die Nachricht, dass die Nomaden über die unterirdischen Flussläufe in die Stadt gelangt sind. Diese rauben innerhalb kürzester Zeit alle Priester, deren Schüler sowie alle metallenen Gegenstände, die sie tragen können. Atlan und Chipol werden anfangs ebenfalls in die Kampfhandlungen verwickelt, können sich aber bald in eine Wagenburg der Händler flüchten, die wegen deren Neutralität nicht ernsthaft angegriffen wird. Als alles vorüber ist, folgen der Arkonide und der Daila den Nomaden, denn deren Ziel kann nur das Tal der Götter sein, worin sich der Erleuchtete zu befinden scheint.

Anmerkung

Atlan befindet sich erst seit einigen Tagen in Manam-Turu, der Erleuchtete ebenfalls. Es ist vom Zeitablauf her nicht möglich, dass letzterer den Raub der Priester von Dschadhalon angeordnet hat, da er vor 40 Tagen noch in Alkordoom gewesen ist.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Die „Harmonie von Bakholom“ hat mich hervorragend unterhalten, Arndt Ellmer ist in dieser Phase der Atlan-Serie zu großer Form aufgelaufen. Auch das Titelbild ist dynamisch und gut gelungen. Viel gibt es zu dem Roman gar nicht zu sagen: Er ist durchweg spannend geschrieben, die prächtige Stadt in den Felsen wird eindrucksvoll und facettenreich geschildert. Darstellungen in dieser Tiefe haben wir bei Atlan lange nicht gelesen, vor allem nicht zum Ende des SOL-Zyklus hin.
Interessant ist die Erwähnung der Stadt Dschadhalon, wo vor 40 Tagen die Bewohner plötzlich in tiefen Schlaf fielen und die Priester mitsamt Schülern verschwanden. Die Zeit, in der das geschah, liegt aber sicher VOR der Ankunft des Erleuchteten in Manam-Turu. Die dick aufgetragene Vermutung Atlans, auf Cairon dem Erleuchteten nahe zu kommen, könnte sich als bewusst von den Autoren eingeführtes Missverständnis herausstellen ...

Spannend ist auch der kurze Abschnitt, in dem der uralte Torwächter Atlan als von einem anderen Planeten stammend erkennt. Die Psi-Kräfte der Bathrer können wohl doch stärker sein als gedacht, denn immerhin ist der Arkonide ja mentalstabilisiert.

Der Kampf um Bakholom verläuft unblutig und unspektakulär, die Nomaden dringen trotz Chipols Warnungen über die unterirdischen Seen und Kanäle in die Stadt ein; die im Bann der Harmonie stehenden Bewohner lassen alles geschehen und flüchten vor die Stadtmauern. Auch hier werden die Priester mit ihren Psi-Potentialen von den plötzlich wild gewordenen Nomaden verschleppt und ins geheimnisvolle „Tal der Götter“ gebracht. Droht ihnen ein trauriges Schicksal, das am Ende Plasma-Psi-Torsi und wahnsinnig Gewordene wie in der Sonnensteppe zurücklässt? Sind sie „Baumaterial“ für EVOLO? Oder steckt etwas ganz anderes hinter der Handlungsebene Cairon? Das nächste Heft jedenfalls spielt im sagenumwobenen Tal der Götter.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1985 erschien der Band 704 der Atlan-Heftserie:

Im Tal der Götter

von Peter Griese

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

In letzter Zeit ist einiges auf Cairon in Unordnung geraten. Es gab zwar schon seit Jahrhunderten Feindschaften zwischen den Bewohnern der Felsenstädte und den Nomaden, sie beschränkten sich aber auf (gelegentlich sogar erfolgreiche) Belagerungen der Felsenstädte durch die Nomaden, wenn im Frühling die Nahrungsmittel der Steppenbewohner aufgezehrt waren. Jetzt aber ist Frühsommer auf Cairon, es besteht keine Notwendigkeit zu Raubzügen, aber derzeit scheint es so, als ob sich alle Nomadenstämme verbrüdern und dann gegen die Städte in den Krieg ziehen. Ausgestattet sind die an sich nur mit Dolchen, eisernen Schwertern, Wurfspießen und gelegentlich auch Pfeil und Bogen bewaffneten Nomaden nun mit stählernen Schwertern, Handgranaten, Maschinengewehren und anderen Geräten, die weit über allem liegen, was die bathrische Zivilisation bisher hervor gebracht hat. Geraubt werden aber keine Nahrungsmittel und andere Bedarfsgüter, sondern vorwiegend Priester, Priesterschüler und Metallgegenstände.

Der jüngste erfolgreiche Raubzug fand gegen die Stadt Bakholom statt, in der sich auch Atlan und Chipol befunden hatten. Da die Nomaden ihre Beute zum Tal der Götter bringen, die Gefährten aber nicht dessen Lage kennen, verfolgen sie die Nomaden in einem gehörigen Sicherheitsabstand. Da vernimmt Atlan ein donnerndes Geräusch, das immer näher kommt. Es handelt sich um eine Stampede aller möglichen Steppentiere. Der Arkonide und der Daila flüchten sich gerade noch rechtzeitig in einen Wald, verlieren dabei aber ihre Reittiere und beinahe die gesamte Ausrüstung. Als die Stampede vorbei ist, marschieren sie in die vorher eingeschlagene Richtung weiter. Sie finden ein nur leicht verwundetes Tier, das einem Tiger sehr ähnlich sieht, aber nur Katzengröße hat; Chipol nimmt es in Pflege und gibt ihm den Namen Fumsel.

Später treffen sie auf zu Tode getrampelte Nomaden, können aber ein paar brauchbare, unversehrte Gegenstände finden. Auch drei Vleehs finden sie. Als sie eine Rast einlegen und Chipol einschläft, nähern sich zwei Nomaden, die die Stampede ebenfalls überlebt haben. Sie signalisieren Freundschaft, fallen aber über Atlan her, der einen töten kann, aber vom anderen einen Schlag auf den Kopf bekommt. Als er wieder zu sich kommt, merkt er, dass der zweite von Chipol mit einem Stein niedergeschlagen worden ist. Dieser hat einen geheimnisvoll aussehenden Dolch bei sich, den Atlan an sich nimmt. Anschließend reiten sie weiter, treffen auf andere versprengte Nomaden und reiten mit ihnen gemeinsam ins Tal der Götter. Sie geben sich dabei als Nomaden aus, die aber keinem Stamm mehr angehören. Sie bekommen den Rat, sich Takkarat anzuschließen, dem Oberhaupt der »Freien Nomaden«.

Im Tal der Götter befinden sich nicht nur die Nomadenzelte, sondern auch mehrere Fertigteilhäuser sowie eine große metallene Kuppel, die sofort Atlans Interesse weckt. Die Ankömmlinge werden von Robotern, die von den Nomaden „Stahlmänner“ genannt werden, eingewiesen. Atlan stellt sich bei Takkarat vor, beide sind sich von Anfang an sympathisch. Als Chipol den gefundenen Dolch betrachtet, wird er von Chossoph angegriffen, der den Dolch als sein Eigen bezeichnet. Nur Atlan kann verhindern, dass dieser den Dolch an sich nimmt. Chossoph, der zwar wie ein Bathrer aussieht, aber kein richtiger Nomade zu sein scheint, ist ziemlich hasserfüllt, muss aber weichen, jedoch nicht ohne vorher Rache zu schwören. Seine Motive sind unbekannt, da ohnehin alle Metallgegenstände in Kürze abgegeben werden müssen, worunter auch der Dolch fällt. Tatsächlich müssen am nächsten Tag alle Nomaden ihre „Opfergaben“ abgeben, Atlan gibt auch den Dolch ab, der dann aber nach einem kurzen Aufglühen verschwindet. Als Gegenwert erhalten Atlan und Chipol je zwei Handgranaten.

Am nächsten Tag werden die Nomaden im Umgang mit ihren neuen Waffen geschult. Atlan und Chipol, die wohl wissen, wie man mit Handgranaten umgeht, halten sich vom Training fern. Es kommt zu erneuten Feindseligkeiten mit Chossoph, der erneut Rache schwört. Nachts stiehlt sich Atlan aus den Zelten, um das Kuppelgebäude zu untersuchen. Takkarat beobachtet ihn und macht sich bemerkbar, aber er unterstützt Atlan, anstatt ihn zu verraten. Er bezeichnet die neuen Götter der Nomaden als falsche Götter und wünscht sie dorthin zurück, woher sie gekommen sind. Das Kuppelgebäude ist aber völlig leer. Allerdings werden die Stahlmänner aufmerksam und verfolgen Atlan. Fumsel kann sie zunächst ein wenig ablenken, Takkarat bringt sie mit seinen Handgranaten dann völlig in Verwirrung, so dass der Arkonide entkommen kann; allerdings verliert Takkarat dabei sein Leben.

Da damit der Posten des Häuptlings der Freien vakant ist, werden Wahlen ausgerufen. Chossoph ist der einzige Bewerber, und da es nach den Regeln der Nomaden nicht möglich ist, Häuptling zu werden, ohne einen Gegner gehabt zu haben, darf sich der einzige Kandidat einen Gegner für einen Zweikampf suchen. Er wählt natürlich Atlan, der überhaupt nicht scharf darauf ist, Nomadenhäuptling zu werden, aber sicher sein kann, dass ihn sein Gegner im Falle einer Niederlage töten wird. Also tritt Atlan mit gemischten Gefühlen an, und nach kurzem Kampf – in dem er nicht ernsthaft in Bedrängnis kommt – entpuppt sich ein simpler Faustschlag Chossophs auf Atlans Brust als Dolchhieb. Es scheint, als ob der neue Nomadenhäuptling einen unsichtbaren Dolch durch Atlans Brustplatte gerammt hätte. Chipol bringt seinen schwer verletzten väterlichen Freund in ihr gemeinsames Zelt.

Dank seines Zellaktivators genest Atlan sehr rasch, mimt aber weiterhin den Verletzten. Er macht im Tal etwa Tausend Priester bzw. Priesterschüler aus, die zu einer Prozession gezwungen werden, in deren Mittelpunkt eine circa 30 mal 30 Meter große Sänfte steht, in der sich die Götter befinden sollen. Nach der Prozession sind die Priester lammfromm und geben die Lehre der Harmonie zugunsten der Verehrung der neuen Götter auf. Dabei verlieren sie aber nicht ihr Wahakú, wie Atlan fest angenommen hat.

Erneut stiehlt sich Atlan in der Nacht aus dem Zelt, um den Kuppelbau zu erkunden. Dieser ist wieder leer, bis auf die Sänfte, in der sich aber auch nichts befindet. Allerdings nimmt er einen Geruch wahr, der ihm zwar bekannt vorkommt, den er aber trotz seines fotografischen Gedächtnisses nicht identifizieren kann. Als er sich schon abwenden möchte, sieht er an der Decke der Sänfte eine Traube hängen. Da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen: Hyptons! Schlagartig wird dem Arkoniden klar, dass er bisher falsche Schlussfolgerungen gezogen hat. Hinter dem Verlust des Wahakús einzelner Priester mag der Erleuchtete gesteckt haben, aber die Vereinigung der Nomaden, die Entführungen der Priester und der Raub aller Metallgegenstände kann nur auf Konto der Hyptons gehen. Noch bevor er sie mit den mitgenommenen Handgranaten töten kann, öffnet sich die Tür, und Chossoph stürmt mit einer Strahlenwaffe herein, mit der er den Hyptons aber nicht schaden kann, weil sie Sekunden davor einen Schutzschirm um ihre Traube errichtet haben. Atlan zieht Chossoph aus dem Kuppelbau, stiftet mit seinen Handgranaten Verwirrung und bricht mit Chipol, der inzwischen zwei Vleehs gesattelt und bereit gestellt hat, auf, um das Tal der Götter zu verlassen. Chossoph scheint ebenfalls entkommen zu können.

Anmerkungen

Es bleibt ungeklärt, ob der von Atlan an die Stahlmänner abgegebene Dolch derselbe ist, mit dem Chossoph ihn im Kampf schwer verletzt hat. Ebenso, wieso dieser Dolch zum Zeitpunkt des Dolchstoßes unsichtbar war.
Durch ein Missverständnis im Verlag erschien in Band 664 nur die Schemazeichnung zu dieser Risszeichnung. In diesem Roman wurde sie nachgeliefert sowie die Schemazeichnung samt Beschreibung wiederholt. Das traf sich insofern gut, da zu diesem Handlungszeitpunkt keine aktuelle Risszeichnung sinnvoll gewesen wäre.
Borallus Augen gehören zum vorangegangenen Zyklus Die Abenteuer der SOL und haben nicht das geringste mit Im Auftrag der Kosmokraten zu tun.

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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

„Im Tal der Götter“ ist der erste Höhepunkt der neuen Ebene Manam-Turu. Der entmachtete, früherer Expokrat Peter Griese schreibt nach einem Exposé von Mariane Sydow. Und da geht es zunächst wieder abenteuerlich zu, entkommen Atlan und Chipol in letzter Sekunde einer gigantischen Stampede und finden einen geheimnisvollen Dolch, der uns noch beschäftigten wird. Im Tal der Götter treffen sie auf Roboter, die von den Bathrern Stahlmänner genannt werden, und eine geheimnisvolle Kuppel, in der sich die „Götter“ manifestieren.

Die Erkenntnis, dass die Hyptons hinter den Ereignissen auf Cairon stehen, war damals der absolute Hammer! Was machen eigentlich die Völker aus dem früheren Konzil der Sieben - das war damals eine der Standardfragen auf der LKS von Perry Rhodan. Bei Atlan wurde 1985 die Antwort gegeben, das Konzil selber kam erstmals bei PR in Band 650 vor, also im Jahr 1974,
elf Jahre vor der jetzigen Atlan-Handlung.
Viel erfahren wir in diesem Heft noch nicht; außer, dass die Hyptons mit ihrer Gabe der „Psychonarkose“ die Bathrer in eine bestimmte Richtung drängen, an deren Ende die Einigung der Nomaden und der Untergang der Felsenstädte stehen könnte. Soll Cairon wie eine Kolonie beherrscht und ausgeplündert, seiner Erze und Metalle beraubt und die Bewohner versklavt werden? Atlan sieht das so voraus. Dann hätten wir es mit einer fast schon „normalen“ Art der Unterwerfung/ Kolonialisierung zu tun,
wie wir sie im Perryversum schon oft erlebt haben. Anders als alles wiederum, was der Erleuchtete mit seiner Jagd nach Psi-Potentialen angerichtet hat.

In Erinnerung bleibt noch Atlans Gespräche mit Takkarat, der ganz genau spürte, dass sein Volk unter der Herrschaft der falschen „Götter“ immer unfreier wird. Dazu kommt der geheimnisvolle Chossoph, der Atlan mit dem unsichtbar gewordenen Geisterdolch schwer verletzt und an dem Atlan eine unbestimmte Aura verspürt, einen „geistigen Hauch“. Chossoph ist auch für die Nomaden ein Unbekannter, der quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist. Mir kommt es so vor, als ob er ein Agent einer noch unbekannten Macht in Manam-Turu ist, die - ähnlich wie Atlan es macht - auf Cairon die Lage sondiert. Und wie der Dolch beweist, auch aktiv eingreifen sollte.

Peter Griese hatte bereits ein Jahr vorher, 1984, das Taschenbuch 256 „Geheimprojekt der Hyptons“ veröffentlicht. Darin befasste er sich mit einem Abenteuer, das in der Konzils-Zeit spielt und zum Thema hat, dass die Fledermausähnlichen schon damals ein doppeltes Spiel hinter dem Rücken der Laren spielten. Das Thema Hyptons hat ihn offenbar nicht losgelassen. Ob er es in den laufenden Zyklus eingebracht hat, oder Marianne Sydow, weiß ich aber nicht.

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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben:
26. Januar 2020, 11:38
Im Jahr 1985 erschien der Band 703 der Atlan-Heftserie:

Die Harmonie von Bakholom

von Arndt Ellmer
Grauer Lord hat geschrieben:
29. Januar 2020, 17:44
Die „Harmonie von Bakholom“ hat mich hervorragend unterhalten, Arndt Ellmer ist in dieser Phase der Atlan-Serie zu großer Form aufgelaufen. Auch das Titelbild ist dynamisch und gut gelungen. Viel gibt es zu dem Roman gar nicht zu sagen: Er ist durchweg spannend geschrieben, die prächtige Stadt in den Felsen wird eindrucksvoll und facettenreich geschildert. Darstellungen in dieser Tiefe haben wir bei Atlan lange nicht gelesen, vor allem nicht zum Ende des SOL-Zyklus hin.
Ich bin von der aktuellen Phase auch sehr begeistert. Die offenbar sorgfältige Exposéarbeit zahlt sich hier aus, die Autoren schaffen es auch, prächtige Romane zu schreiben. War der neue Zyklus "Atlan im Auftrag der Kosmokraten" bereits eine Steigerung, macht die Serie hier noch mal, besonders gegenüber einigen Phasen des SOL-Zyklus, einen spürbaren Qualitätssprung nach oben.

Die aktuellen Titelbilder und Innenillustrationen gefallen mir auch sehr gut.

Im letzten Roman, Atlan 702, von Harvey Patton, hatte ich das Gefühl eine Art Zeitabenteuer zu lesen, nur auf einem anderen Planeten, und teilweise sogar besser als die Abenteuer von Kneifel. Etwas seltsam fand ich nur, dass Patton ein Gelände als zu uneben für die Landung der STERNSCHNUPPE sah. Ein solches Schiff sollte auch auf unebenem Gelände landen bzw. darüber schweben können, um Atlan an Bord zu nehmen.

Auch Arndt Ellmers Schreibe gefällt mir sehr gut. Bemerkenswert fand ich in seinem Roman die Brücken ohne "unnötige" Geländer (in der Stadt der Harmonie wahrt schließlich jeder sein Gleichgewicht!), und Fackeln ohne Qualm. Die Stadt war hervorragend geschildert.

Auf dem Planeten gibt es zwar nur fünf Gruppen: Städter, Priester, Nomaden, Händler und Ausgestoßene, aber das ermöglicht schon etliche interessante Geschichten.

Ein Handlungsmuster, das sich allmählich herausschält, ist, dass Atlan jemandem helfen oder vor einer Gefahr warnen will, und dann selbst als der Böse gilt, bis der Irrtum aufgeklärt oder auch nicht aufgeklärt wird.
Grauer Lord hat geschrieben:
29. Januar 2020, 17:44
Interessant ist die Erwähnung der Stadt Dschadhalon, wo vor 40 Tagen die Bewohner plötzlich in tiefen Schlaf fielen und die Priester mitsamt Schülern verschwanden. Die Zeit, in der das geschah, liegt aber sicher VOR der Ankunft des Erleuchteten in Manam-Turu. Die dick aufgetragene Vermutung Atlans, auf Cairon dem Erleuchteten nahe zu kommen, könnte sich als bewusst von den Autoren eingeführtes Missverständnis herausstellen ...
Da bin ich auch einmal gespannt, ob und wie das aufgeklärt wird, vor allem eben auch, in welcher Beziehung der Erleuchtete zu jener Galaxie steht, in die er geflohen ist. Kaum vorstellbar, dass er diese Galaxie zufällig gewählt hat.
Grauer Lord hat geschrieben:
29. Januar 2020, 17:44
Spannend ist auch der kurze Abschnitt, in dem der uralte Torwächter Atlan als von einem anderen Planeten stammend erkennt. Die Psi-Kräfte der Bathrer können wohl doch stärker sein als gedacht, denn immerhin ist der Arkonide ja mentalstabilisiert.
Das fand ich auch sehr bemerkenswert und als isoliertes Ereignis schwer einzuordnen, aber es steigert die Spannung, denn Atlan kann nun nicht mehr davon ausgehen, dass ihn niemand durchschauen kann.
Grauer Lord hat geschrieben:
29. Januar 2020, 17:44
Der Kampf um Bakholom verläuft unblutig und unspektakulär, die Nomaden dringen trotz Chipols Warnungen über die unterirdischen Seen und Kanäle in die Stadt ein; die im Bann der Harmonie stehenden Bewohner lassen alles geschehen und flüchten vor die Stadtmauern. Auch hier werden die Priester mit ihren Psi-Potentialen von den plötzlich wild gewordenen Nomaden verschleppt und ins geheimnisvolle „Tal der Götter“ gebracht.
Insofern, wenn man die praktisch nicht vorhandenen Kampfhandlungen betrachtet, war der ganze Roman beinahe unspektakulär und nur eine Art Zwischenroman auf dem Weg ins Tal der Götter, aber ich habe trotzdem das Gefühl nun echte Literatur zu lesen, mehr als man von einer Heftromanserie erwarten kann, und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände, auch wenn es vermutlich bald Abschied von Cairon zu nehmen gilt.

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Lumpazie
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1985 erschien der Band 705 der Atlan-Heftserie:

Flucht von Cairon

von Hubert Haensel

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Innenillustration:

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Handlung:

Überall im Land der Bathrer sind Verkünder der neuen Götter unterwegs, die die einzelnen Nomadenstämme zur Verbrüderung auffordern, Geschenke versprechen und sie zum Tal der Götter schicken. Einer von ihnen ist Karphos, der sich aber beim Stamm der Beryulder schwer tut. Man glaubt ihm nicht, bindet ihn, und nach einem Streitgespräch mit Häuptling Yatsundor will man ihn aus dem Lager jagen. Da machen die Nomaden ein Donnergrollen aus, das von einem Gleiter stammt. Die Nomaden sind sich nun unsicher, denn das könnte ein Zeichen der Götter gewesen sein. Man löst Karphos' Fesseln, der Verkünder darf einstweilen bleiben.

Am selben Abend nähern sich Krieger der Komarchos-Sippe. Sie haben ebenfalls Besuch von einem Verkünder gehabt, waren im Tal der Götter, haben neue Waffen bekommen und möchten sich nun mit den Beryuldern aussöhnen. Die haben aber wenig Interesse dran und gehen auf die Komarchos los, die die Angreifer aber mit einer Demonstration der Wirkung ihrer neuen Waffen verängstigen. In der Aussicht, ebenfalls in den Besitz dieser Waffen zu kommen, akzeptiert Yatsundor das Friedensangebot und zieht mit seinen neuen Verbündeten gegen die nächste Felsenstadt, Ophanalom. Mit Handgranaten, Maschinengewehren und ähnlichen Waffen ist die Stadt bald erobert. Die Priester, deren Schüler sowie alle Metallgegenstände, die man transportieren kann, werden mitgenommen. Man bricht zum Tal der Götter auf, das im Süden liegt.

In der nächsten Nacht hat Yatsundor Albträume, für die die hypnotischen Kräfte des Priesters Thykonon verantwortlich sind, was der Nomade aber nicht ahnt. Als sie am Morgen aufbrechen, ziehen innerhalb weniger Minuten Gewitterwolken auf, und ein Starkregen überzieht die große Wüste, die sie soeben durchqueren wollen. Die Wüste erblüht kurz, aber die neuen Pflanzen verdorren bereits nach wenigen Stunden. Dann sehen sie eine sich rasch nähernde Staubwolke am Horizont – eine Stampede. Obwohl sie flüchten werden sie von den panikerfüllten Tieren rasch eingeholt, und die Nomaden und Reittiere, die nicht zu Tode getrampelt werden, werden auseinandergesprengt. Das ist noch nicht genug Unglück; unmittelbar nach der Stampede geraten sie auch noch in einen heftigen Standsturm.

Viele Stunden später kommt Yatsundor zu sich und findet sogar ein Vleeh, mit dem er sich auf die Suche nach dem Rest seines Stammes und seinen neuen Stammesbrüdern macht, die allein den Weg ins Tal der Götter kennen. Er findet ein paar Mitglieder seines Stammes, bei ihnen ist der Priester Thykonon und dessen beiden Schüler Turman und Norphan. Der Priester verunsichert den Häuptling weiter, indem er die Stampede und die Unwetter darauf zurückführt, dass dies die Rache der richtigen Götter für seinen Frevel sei. Sie finden eine Oase, in der sie auf weitere Stammesmitglieder treffen – aber das Wasser dieser Oase ist ungenießbar, zwei Mandali sind bereits daran verendet. Ein weiterer Wink der Götter? In den nächsten Nächten nehmen jedenfalls Yatsundors Albträume zu.

Atlan hatte im Tal der Götter die falschen Götter als Hyptons enttarnt und ist seither mit Chipol auf der Flucht. Immer wieder sehen sie Gleiter am Himmel, können sich aber vor ihnen verstecken. Da entdecken sie einen Nomaden, der wie der vor wenigen Tagen getötete Takkarat aussieht; es ist dessen Zwillingsbruder Hokkandar. Die Brüder standen telepathisch oder zumindest empathisch in Verbindung, daher weiß Hokkandar, dass er Atlan vertrauen kann. Beide schließen rasch Freundschaft, und der Nomade berichtet, vor einiger Zeit eine Raumschiffslandung beobachtet zu haben.

Die drei Gefährten brechen zu jener Stelle auf, wo die Landung erfolgt sein soll. Sie müssen ein Gebiet durchqueren, in der es vulkanische Tätigkeit gibt, der Boden scheint mit einem entflammbaren Gas bedeckt zu sein. Als sich der nächste Gleiter nähert, heben sie rasch Gruben aus, entzünden das Gas und legen sich in die Gruben, die sie mit sandbedeckten Decken verschließen. Der Bluff gelingt, die Gleiter ziehen weiter. Dann erreichen sie zu Fuß die Landestelle. Bald findet Atlan einen Einstieg, sie betreten das Gebäude, das wie eine Raumschiffszentrale aussieht. Anhand kleiner Indizien schließt Atlan, dass dieser Stützpunkt weder von Daila noch den Hyptons errichtet worden ist und schon mehrere tausend Jahre alt zu sein scheint. Sie erkunden den Stützpunkt und finden Geräte die darauf hindeuten, dass die fremden Besucher vorhatten, Cairon zu besiedeln. In einer Kammer finden sie auch Waffen; sie scheint nachträglich mit ihnen gefüllt worden zu sein.

Da tauchen die Stahlmänner auf – also der Robotertyp, der von den Hyptons eingesetzt wird. Sie bekämpfen sie mit den gerade erst gefundenen Waffen, als Hokkandar den Sinn ihres Tuns bezweifelt. Sie sollten sich den Stahlmännern gegenüber lieber friedlich zeigen, diese würden sich ja nur verteidigen. Der Sinneswandel macht den Arkoniden stutzig, und er findet auch gleich die Antwort darauf. Sie hängt an der Decke in Form einer der Trauben, in der sich die Hyptons bevorzugt aufhängen. Diese hüllen sich rasch in einen Schutzschirm, und da die Stahlmänner immer näher rücken und Atlan und Chipol langsam die Munition ausgeht, müssen sie fliehen; Hokkandar lassen sie zurück. Sie rennen zu einem Hangar, nehmen den erstbesten Gleiter und fliehen aus der Station. Allerdings werden sie verfolgt, es kommt zu einem Luftkampf, bei dem Atlan einen Gleiter abschießen kann, schließlich aber notlanden muss.

Da der Arkonide und der Daila nach wie vor Nomadenkleider tragen und die Absturzstelle unmittelbar neben der Oase ist, in der Yatsundor und seine Männer (und gefangenen Priester) lagern, mischen sie sich unter sie. Natürlich flüchten die Nomaden in Panik, denn Götter, die einander bekämpfen, flößen jedem Furcht ein. Atlan und Chipol schließen sich den Reitern an und geben sich als clanlose Nomaden aus. Aber die Verfolger verkünden über Megafon, dass sich zwei Fremde in ihrer Mitte befinden, die an die Götter auszuliefern seien. Während Atlan sein letztes Geschoss abfeuert und in der Verwirrung alle Reiter auseinander sprengen, schließen sich die beiden Gefährten den drei Priestern unter Thykonon an. Um sich zu verbergen, begeben sie sich wieder in das vulkanische Gebiet, wo die Wärmeausstrahlung der Umgebung ihre eigenen überdeckt. Thykonon versucht, den Arkoniden und den Daila hypnotisch zu beeinflussen, wird aber dabei entdeckt. Atlan eröffnet ihm, dass sie von den Sternen kommen, so wie auch die falschen Götter, die ihrem Volk nur Leid bringen werden. Als die Gleiter der Stahlmänner immer näher kommen, ruft Atlan die STERNSCHNUPPE mit seinem getarnten Funkarmband zu Hilfe. Diese setzt die Gleiter außer Gefecht und nimmt den Arkoniden, den Daila und die drei Priester an Bord. Letztere werden in der Nähe von Ophanalom abgesetzt, dann verlässt das Raumschiff Cairon. Aber in unmittelbarer Nähe des Planeten wird das Schiff von einem fremden Raumschiff angegriffen. Da mehrere Treffer gleichzeitig die STERNSCHNUPPE vernichten könnten, ergeben sie sich dem unbekannten Schiff, das den Namen ZYRPH'O'SATH trägt. Die STERNSCHNUPPE wird mit Traktorstrahlen eingeschleust und verlässt mit ihrem Kidnapper das System der Sonne Tsybaruul

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben:
1. Februar 2020, 18:17
Im Jahr 1985 erschien der Band 704 der Atlan-Heftserie:

Im Tal der Götter

von Peter Griese
Grauer Lord hat geschrieben:
2. Februar 2020, 11:28
„Im Tal der Götter“ ist der erste Höhepunkt der neuen Ebene Manam-Turu. Der entmachtete, früherer Expokrat Peter Griese schreibt nach einem Exposé von Mariane Sydow.
Darüber, wie es damals hinter den Kulissen zuging, weiß ich nur wenig, speziell auch gar nicht, warum Griese entmachtet wurde, dann aber offenbar wieder als Expokrat zurückkehrt.
Grauer Lord hat geschrieben:
2. Februar 2020, 11:28
Und da geht es zunächst wieder abenteuerlich zu, entkommen Atlan und Chipol in letzter Sekunde einer gigantischen Stampede und finden einen geheimnisvollen Dolch, der uns noch beschäftigten wird. Im Tal der Götter treffen sie auf Roboter, die von den Bathrern Stahlmänner genannt werden, und eine geheimnisvolle Kuppel, in der sich die „Götter“ manifestieren.
Mir hat der Roman und das ganze Setting sehr gut gefallen. Es geht abenteuerlich und sehr geheimnisvoll zu. Aber eigentlich passiert gar nicht so viel. Atlan gelangt ins Tal der Götter und versucht in diese Kuppel zu gelangen, dabei kommt ihm dieser Chossoph in die Quere, der ein sehr großes Interesse an diesem Geisterdolch hat, mit dem er Atlan dann auch verwunden kann.
Grauer Lord hat geschrieben:
2. Februar 2020, 11:28
Die Erkenntnis, dass die Hyptons hinter den Ereignissen auf Cairon stehen, war damals der absolute Hammer! Was machen eigentlich die Völker aus dem früheren Konzil der Sieben - das war damals eine der Standardfragen auf der LKS von Perry Rhodan.
Die Hyptons sagen mir nur sehr wenig, aber ich kann mir vorstellen, dass diese drei Galaxien, Manam-Tur, die Milchstraße und die Heimatgalaxie der Hyptons nicht gerade benachbart sind. Die Hyptons scheinen mit ihren Parafähigkeiten sehr gefährlich zu sein, von den Zielen her ähnlich den Antis, aber sehr viel erfolgreicher und gefährlicher.
Grauer Lord hat geschrieben:
2. Februar 2020, 11:28
Viel erfahren wir in diesem Heft noch nicht; außer, dass die Hyptons mit ihrer Gabe der „Psychonarkose“ die Bathrer in eine bestimmte Richtung drängen, an deren Ende die Einigung der Nomaden und der Untergang der Felsenstädte stehen könnte. Soll Cairon wie eine Kolonie beherrscht und ausgeplündert, seiner Erze und Metalle beraubt und die Bewohner versklavt werden?
Das habe ich jetzt nicht so ganz verstanden. Was ist mit dem Erleuchteten? In welcher Beziehung stehen die Hyptons zu ihm? Und was haben die Hyptons vor? Wozu brauchen sie Metall? Nur um neue Stahlmänner zu bauen?
Grauer Lord hat geschrieben:
2. Februar 2020, 11:28
In Erinnerung bleibt noch Atlans Gespräche mit Takkarat, der ganz genau spürte, dass sein Volk unter der Herrschaft der falschen „Götter“ immer unfreier wird. Dazu kommt der geheimnisvolle Chossoph, der Atlan mit dem unsichtbar gewordenen Geisterdolch schwer verletzt und an dem Atlan eine unbestimmte Aura verspürt, einen „geistigen Hauch“. Chossoph ist auch für die Nomaden ein Unbekannter, der quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist. Mir kommt es so vor, als ob er ein Agent einer noch unbekannten Macht in Manam-Turu ist, die - ähnlich wie Atlan es macht - auf Cairon die Lage sondiert. Und wie der Dolch beweist, auch aktiv eingreifen sollte.
Da ist wirklich noch einiges im Dunklen. Chossoph hat immerhin seine eigene Illustration bekommen, und sein Auftreten legt nahe, dass es nicht sein letzter Auftritt war, sondern, dass er tatsächlich der Vertreter einer noch unbekannten Macht ist. Takkarats Auftritt hingegen war leider sehr kurz. Ebenso wie die Stampede ist die Begegnung mit Takkarat nur eine Episode, und die Cairon-Handlung nähert sich auch dem Ende.

Der Start in den neuen Abschnitt ist jedenfalls sehr gelungen, vor allem das Setting, und es gibt sehr interessante Rätsel, die Atlan noch lösen muss.

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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben:
8. Februar 2020, 19:01
Im Jahr 1985 erschien der Band 705 der Atlan-Heftserie:

Flucht von Cairon

von Hubert Haensel
Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Es dauert sehr lange, bis Atlan in Erscheinung tritt. Im ganzen ersten Drittel kommt er nicht vor. Nach der Enttarnung der Hyptons als falsche Götter ist Atlan der Boden auf Cairon "zu heiß" geworden. Er ist auf der Flucht, muss gegen die Stahlmänner kämpfen und bei Nomaden Zuflucht suchen, bis er am Ende doch die STERNSCHNUPPE herbeirufen muss. Atlan mit Chipol auf der Flucht war sehr gut zu lesen.

Man erfährt in diesem Roman noch mal einiges ausführlich von den Vorgängen auf Cairon, wie es für die falschen Götter darum geht, Metall aufzutreiben und psibegabte Priester in ihre Gewalt zu bringen, was die Kultur auf Cairon nachhaltig schädigt. Die Priester wehren sich mit ihren Parafähigkeiten, aber irgendwie doch vergeblich.

Geheimnisvoll bleiben die "echten Götter", die nichts mit den Hyptons zu haben, und vor Tausenden von Jahren auf Cairon landeten. Däniken lässt auch hier wieder grüßen. Atlan erinnert sich z.B. an die Nazcar-Linien auf der Erde.

Die Spur des Erleuchteten hat sich für Atlan aber verloren, und das eigentlich Spannende am Ende ist, dass die STERNSCHNUPPE von einem fremden Schiff aufgebracht wird, aber auch, ob Atlan noch einmal nach Cairon zurückkehren wird.

Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: das neue Konzil (700-749)

Beitrag von Grauer Lord »

Vielleicht lag‘s am Zeitmangel, aber auch beim erneuten Lesen hat mir Band 705 nicht sonderlich gefallen. Die Handlung wirkt zerfahren und sprunghaft, die vielen neu eingeführten Personen ließen mich eher kalt. Der geheimnisvolle Chossoph tauchte leider nicht mehr auf, behält seine Geheimnisse erst einmal für sich. Am interessantesten finde ich noch die alte Station mit den Flugscheiben und die Frage, ob Cairon früher schon Besuch von „Göttern“ aus dem All hatte - oder vielleicht selber schon mal eine höher stehende Zivilisation entwickelt hat. Man darf gespannt sein, ob Atlan zu dieser detailreich geschilderten Welt zurückkehrt, die er ja im unsichtbaren Würgegriff der hyptonschen Psychonarkotiseure zurücklassen muss.

Was bleibt von der insgesamt sehr gelungenen Handlungsebene Cairon? Atlans Gedanke, dass hinter allem was in Manam-Turu mit dem Thema Psi-Kräften zusammenhängt, der Erleuchtete stehen muss, ist wohl falsch. Die Signal-Ortung der STERNSCHNUPPE in Band 700 (Joquor-Sa und Cairon) lockte uns auf eine falsche Fährte. Mit dem alten und wohlbekannte Konzils-Volk der Hyptons (dazu gibt’s einen sehr ausführlichen Extrasinn) ist ein neuer Player auf der Bühne aufgetaucht; die bisher in Alkordoom eingleisig verlaufende Handlung, in der es „bloß“ um das Juwel und EVOLO ging, fächert sich in der neuen Handlungsgalaxis stärker auf. Neue Faktoren und Zusammenhänge tauchen auf der Bühne auf, die zum Spekulieren einladen und die Serie deutlich interessanter machen. Was natürlich auch an der erneuten Verknüpfung mit einem liegengebliebenen Thema der PR-Serie liegt.

Offen bleibt, wie lange die Hyptons hier schon am Werk sind, welche Kräfte dieses Volk ohne eigene Raumfahrttechnik unterstützen und was genau die Ziele der Fledermausähnlichen sind. Dass es ausgerechnet um eine von Manam-Turu ausgehende Invasion der Milchstraße gehen soll, fände ich eher langweilig weil zu durchsichtig. Am Ende des Romans gerät die von Cairon flüchtende STERNSCHNUPPE in Bedrängnis, kann sich der Bewaffnung des überraschend aufgetauchten Raumers ZYRPH‘O‘SATH auf Dauer nicht widersetzen. Kosmokratentechnik scheint in Atlan neuem Gefährt also eher nicht verbaut zu sein .....

Auf der LKS übrigens ein sehr akribischer Leserbrief von Rainer Castor. Das Titelbild gibt die Stimmung von Wüste, Nomaden und Flugscheiben stimmungsvoll wieder.

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