Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Fallada
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Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Fallada »

Heute im Laufe des Abends erscheint meine Rezension.
Zuletzt geändert von Tiberius am 18. Oktober 2023, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Poll hinzugefügt.
Auch 2024 geht der Irrsinn weiter: wie jedes Jahr ein GDL-Streik da man ja partout Tarifverträge nur für 12 Monate abschließen will :fg:

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Fallada
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Fallada »

So meine lieben Mitforisten,

meine Rezension ist gerade online gegangen. Man findet sie bei Bedarf hier:

https://igadka.wordpress.com/2023/10/18 ... leo-lukas/

Meine Bewertung ist 3-2-2 :D.

Viel Spaß beim Lesen des Romans.
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Stätter
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Stätter »

Sehr schöne Zusammenfasung!
Danke, Fallada!

Es gibt eine relativ linear und langatmig, wenn auch fein erzählte Lebensgeschichte Poquandars
und seines Schicksals als das eines aus der Gemeinschaft der Onquoren relativ ausgesonderten »Frakturdenkers«, der angeblich durch seine bereits vorgeburtlich festgestellte »Andersartigkeit« geeignet ist, die Harmonie und Balance der onquorischen Gesellschaft zu zerstören. Poquandar verfügt über die Gabe der »Bildwahrnehmung« des Hyperrraums.

Ich vermute, dass Leo Lukas reichlich eigene persönliche politische Sichtweisen und Zustände unserer Welt in seine Erzählung einstreut: Wer den Roman gelesen hat, wird wissen, was ich meine!

Poquandars einsamer Kontakt mit 2 seltsamen Boten der auf Raunnant gelandeten TEZEMDIA ergibt, das diese Parameterinkompatibilitätswarnung
von ihm erwarten. Zudem übergibt man ihm einen Truimou-Stab, ähnlich wie ihn auch die Boten besitzen.

Die TEZEMDIA ist nachtschwarz, die Größe wird diesmal konkret mit über 3000 m Länge und einer mittigen Dicke von 600 m angegeben, da war die an Perry Rhodan orientierte durchschnittliche Schrittlängenangabe im Vorheft von Michelle Stern nicht ganz realistisch in Relation zu seiner Körpergröße. Solche Dinge kann man tabellarisch im Internet nachschlagen.

Es handele sich bei der TEZEMDIA um eine »Fernstsonde« der Louwhanen, ein transuniversales Raumschiff mit Strangeness-Kompensation, das zwischen Universen wechseln könne.
An Bord tage - gemäß Auskunft - ein »Forschungskongress« dieses Volkes genannt Louzhondosch, der einen Vertrag mit einem »hier völlig unbekannten mächtigen Wesen namens Kmossen« erfülle, die vereinbarte Aufgabe sei die Bergung eines »Mentalsubstanzendepots«.

Ob die beiden unterschiedlichen Boten, der eine blasig, der andere in Form eines kegelförmigen Cyborgs, selbst Louwhanen sind, bleibt unklar, jedenfalls imponieren sie »unvorstellbar fremd«.

Auf sog. »lokale Perforationen Spaphus zu einem anderen Universum« hat Fallada ja schon hingewiesen, ebenso darauf, dass der Kontaktplanet Raunnant im Tallumadd-System Turmanlagen einer rätselhaften alten Zivilisation aufweist, die gerade dabei sind, sich in andere Universen zu verflüchtigen. Ob dies Bauwerke der Louwhanen waren: Unklar.

Zum Schluss wird Poquandar auf einen anderen Planeten versetzt, ich nehme an, dass es sich um
Koichert handelt.

Schwer zu beurteilen das Ganze, was man sich da in der Expokratie wieder zusammenzimmert und wer Kmossen sein soll.

In einem Satz wird erwähnt, dass die technisch hochstehenden Zivilisationen Spaphus in dem Arm Spa-Garacht sitzen, das sind die Baccunen der Baccunarchie und einige andere Völker. Die Khassu Than und Lletha des Zentrums nicht zu vergessen.

Das Rhodan-Trio müht sich ja bisher noch in Spa-Achar ab.

Interessant, dass das Glossar Informationen abgibt, die in den Romanen selbst noch nie so erwähnt worden sind:

Das sind Details zum Hyperfluss-System, wir erfahren auch dass Spa-Garacht milchstraßennäher liegt und Spa-Achar milchstraßenfern. Dazu gibt es die Info, dass die Domäne Daio im nordöstlichen Teil Spaphus liegt und es gibt nähere Angaben zum Reich der Tashzuren im galaktischen Zentrum, es ist die »Sternenfeste Tashkur« mit 30 Sonnensystemen.
Nicht zu vergessen die Angabe, dass das Xaxia-System mit dem Riesenplaneten Krey, dem Mond Gée und dem Woya-Dhum Nebel am milchstraßenfernsten Punkt des milchstraßenabgewandten Spiralarms Spa-Achar liegt.

Entweder hat sich hier ein Exposédatenblatt verirrt oder das Glossar gehört noch nicht zu diesem Roman.

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Arisier
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Arisier »

Ist es denn nicht möglich diesem ausufernden "Laberkoffer" mal 'n Schuss vor den Bug zu setzen?
Worte sind ein Virus aus dem Weltall (WSB)
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Troll Incorporation
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Troll Incorporation »

Arisier hat geschrieben: 19. Oktober 2023, 02:37 Ist es denn nicht möglich diesem ausufernden "Laberkoffer" mal 'n Schuss vor den Bug zu setzen?
Wenn du Probleme mit Spoilern hast, solltest du vielleicht nicht in den Thread "Spoiler" schauen :D
Atistippos
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Atistippos »

Arisier hat geschrieben: 19. Oktober 2023, 02:37 Ist es denn nicht möglich diesem ausufernden "Laberkoffer" mal 'n Schuss vor den Bug zu setzen?
Olek Laus? Auch bekannt als Leo Lukas?
Hör mal, der Roman ist wirklich weitschweifig, so schlimm aber nun auch nicht, das Begriffe wie Laberkoffer notwendig wären. ;)
Atistippos
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Atistippos »

:D
Stätter hat geschrieben: 18. Oktober 2023, 22:52 Ich vermute, dass Leo Lukas reichlich eigene persönliche politische Sichtweisen und Zustände unserer Welt in seine Erzählung einstreut: Wer den Roman gelesen hat, wird wissen, was ich meine!
Gelesen schon, nur was du meinst, keine Ahnung. Die Situation in der Volksrepublik China? Oder das hier jemand Judith Kerr gelesen hat? Keine Ahnung.


TEZEMDIA
Ist natürich interessant. Gut das Dehnungs "h" ist fortgefallen Anbe ansonten: TEZ-MEDIA oder doch TEZ-EIDAM. EMDIA könnte natürlich auch ein Akronym sein.

Und wer Kmossen sein soll.
Eine Lautverdoppelung gestrichen und etwas umgestellt: Kosmen. Die Alumfassenheit. Da wäre Thez ja noch harmlos gegen.

Aber da wir ja wissen, dass die Expokraten über die Namen nicht nachdenken, können wir uns wohl getrost zurücklehnen.

Soviel dann zum Thema "bodenständiger Zyklus.

Was den Roman angeht: Eine der obligatorischen Lebensgeschichten mit den üblichen Klischees. Nicht bedeutend aber auch nicht schmerzhaft. Ein wenig Spekulationsfutter. ;)
Zuletzt geändert von Atistippos am 19. Oktober 2023, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Stätter
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Stätter »

In Spaphu, zumindest in Teilen Spa-Achars, gibt es »Porositäten« zu einem anderen Universum oder zu anderen Universen (Mz.).

Neben der »transunsuniversalen TEZEMDIA«, der »Fernstsonde der Louwhanen« im Auftrag der Machtentität Kmossen, existieren auf Raunnant im Tallumadd-System Turmanlagen einer rätselhaften alten Zivilisation, die gerade dabei sind, in andere Universen zu verschwinden.

Ebenso findet sich auf dem am Rande des Onquorenreichs gelegenen Planeten Burmac, dem vierten von sieben Umläufern der orangefarbenen Sonne Rorom, das ehemals wohl hochstehende, möglicherweise nicht aus diesem Universum stammende und hier im Einstein-Universum sukzessive degenerierte Volk der Sasavi, deren Morphologie einem aufrechtgehenden »Nagetier« mit 3 Augen und von 3 m Größe ähnelt.
Diese Sasavi sind überzeugt, dass sie nicht erst post mortem in ein Jenseits gelangen werden, sondern bereits in diesem besagten Jenseits sind, also jetzt im Zustand des Todes! Allenfalls besteht für sie eine Chance, in die eigentliche »Diesseitigkeit« zurückzukehren.

Der Gruß der Sasavis »Möge Dein Tod nicht von Dauer sein!« ähnelt frappant dem angekündigten Titel des PR-Romans 3249 aus der Feder von Hubert Haensel: »Der Tod ist nicht das Ende«!

Da lässt sich natürlich trefflich spekulieren, ob wir noch so lange in Spaphu bleiben oder dieses transzendente transuniversale Motto plötzlich auch »at home in the Milky Way« ankommt.
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Kritikaster »

Atistippos hat geschrieben: 19. Oktober 2023, 11:07 so schlimm aber nun auch nicht, das Begriffe wie Laberkoffer notwendig wären. ;)
In der rechten Spalte ist der Verfasser eines Beitrags angegeben. Dann kann man scrollen. Zumindest tue ich das, wenn ich erwarte, dass mit nervender Lektüre zu rechnen ist. 8-)
Atistippos
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Atistippos »

Kritikaster hat geschrieben: 19. Oktober 2023, 12:48
Atistippos hat geschrieben: 19. Oktober 2023, 11:07 so schlimm aber nun auch nicht, das Begriffe wie Laberkoffer notwendig wären. ;)
In der rechten Spalte ist der Verfasser eines Beitrags angegeben. Dann kann man scrollen. Zumindest tue ich das, wenn ich erwarte, dass mit nervender Lektüre zu rechnen ist. 8-)
Du meinst, Arisier hat mit seine Aussage Stätter gemeint und nciht den Roman? :o( Ja dann... Andererseits finde ich das, was Stätter hier so treibt, irgendwie schon interessant. ;)
STDu1711
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von STDu1711 »

So. 2-3-2.

Die Story habe ich gemocht, mit dem Schreibstil wurde ich in diesem Heft irgendwie nicht ganz so warm wie es sonst bei einem Roman von Leo Lukas der Fall ist. Keine Ahnung warum, vielleicht lag es ja nicht am Heft, sondern daran, dass mir zu viele andere Sachen gleichzeitig durch den Kopf gingen.

Eine gute Idee war die Darstellung der Gesellschaft der Onquoren. Hier wird, mit ethisch durchaus zu hinterfragenden Mitteln, Gleichheit erzwungen. Im Prinzip ist das der Gegenentwurf zum Perfektionsstreben der Panjasen. Dort Individualität um jeden Preis, Selbstoptimierung und Streben nach Vollkommenheit als wichtige Ziele. Hier das Nicht-Herausragen aus der Menge als oberste Prämisse. Und gleichzeitig werden auch die Konsequenzen angedeutet: dort die fortschrittliche Hochtechnologie, hier "stakt" man quasi durch den Hyperraum.

Da könnte man auf die Idee kommen, dass Mittelwege anstelle der reinen Lehre so schlecht vielleicht gar nicht sind. Ob das wohl so vom Autor beabsichtigt war?
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Stätter
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Stätter »

Ich weiß nicht, ob es von einzelnen Autorinnen und Autoren besonders fokussiert wird oder inzwischen Generallinie in der Serie darstellt:

In wie weit sind terranische »Werte« (auch die sind ja in Richtung Leserschaft nicht explizit und en détail für die aktuelle Handlungszeit fixiert!) Basis »moralischen Verhaltens und Empfindens« … ? Generell und »in mission«?

In wie weit können sie es sein, dürfen sie es sein, müssen sie es gar sein?

Wir haben in der Romanerzählung ja keine konfrontative Situation unserer Protagonisten mit der onquorischen Gesellschaft, hören über deren innere Aufstellung und Befindlichkeit nur via Poquandar, der in gewisser Weise - zumindest aus seiner Sicht - deren Opfer ist.

Spontan würde man sagen, dass gewisse Reglements der Onquoren »unmenschlich« sind, so wie das - auf ganz andere und oft fast ziseliertere Art - auch bei den Panjasen der Fall war, die zudem ihre Zwänge nicht nur innergesellschaftlich ausübten, sondern auch auf andere Völker Gruelfins anwandten.

Wo ist für Terraner oder Galaktiker die Grenze in der Akzeptanz fremder »unmoralischer Verhaltensweisen«, wo das Limit zum »Eingreifmuss«? Darf und kann man überhaupt (be)werten oder sich auf eine bestimmte Seite stellen?

In Gruelfin / Morschaztas tat man das, faktisch jedoch absolut nicht uneigennützig!

Ohne den Stich der ES-suchenden Galaktiker ins eher dröge Nest der Panjasenherrschaft wären aber wohl Viele nicht gestorben.

Wertegeleitetes Verhalten stößt rasch an Grenzen oder diffundiert unter Umständen in noch schlimmeres Outcome. Wobei bei den Einordnungen von Besserung, Verschlimmbesserung oder gar Verschlimmerung
immer auch sehr stark die Sicht der jeweiligen »Jury« mitzuberücksichtigen ist.

Poquandar wurde in der onquorischen Gesellschaft »unmenschlich« behandelt, ist - in unserem Leserverständnis - als Opfer quasi »der Gute«.
Bei den Onquoren hingegen ist dies vermutlich »das normalste Normal«, … seit Ewigkeiten.

Poquandar war in der onquorischen Historie als bereits vorgeburtlich prognostizierter Frakturdenker sicher kein Einzelfall, deshalb sind die geschilderten gestaffelten Prozeduren ja überhaupt existent. Wenn man sie in Gesellschaft des Onquorenreichs nicht als vorteilhaft sähe, wären sie nicht installiert.
Als direktes Unterdrückungsinstrument sind sie nicht geschildert.

Dürfte man als zugereister Galaktiker die Beseitigung oder Abschwächung solcher empirisch gewachsenen Vor Ort-Strukturen anschieben, die dem eigenen Moralempfinden oder -system zuwiderlaufen?

Ganz schwer!
Im Grunde bildet sich hier das heutige Spannungsfeld zwischen wertegeleitetem Außenpolitikansatz und dem Prinzip von völkerrechtlicher Souveränität, »Recht auf eigenen Weg« und Einmischung versus Nichteinmischung ab. Oder auch schilcht und einfach die Frage, ob man rein in selektivem Eigeninteresse handeln oder nichthandeln darf bzw. muss.
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RolfK
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von RolfK »

Wer in den Schilderungen des Autors zu anderen/fremden Gesellschaften und ihren Werten nach Bezügen zur Realwelt sucht, könnte auch in den Vergleichen, die Poquandar zu Gegenmodellen der onquonischen Gesellschaft anstellt, fündig werden.
STDu1711
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von STDu1711 »

Stätter hat geschrieben: 20. Oktober 2023, 12:06 Ich weiß nicht,



Oder auch schilcht und einfach die Frage, ob man rein in selektivem Eigeninteresse handeln oder nichthandeln darf bzw. muss.
Das sind interessante Gedankengänge.

In Star Trek wird das ja mit der „Prime Directive“ regelmässig thematisiert.
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Fallada
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Fallada »

Andere Moralvorstellungen bei Fremdvölkern sind bei Perry Rhodan seit sehr langer Zeit im Topf. Das erste Mal bei "Seid ihr wahres Leben?" bei den Posbis.

Unsere Erde wimmelt geradezu von divergierenden Moralvorstellungen. In manchen Ländern wird man schon hingerichtet wenn man ein Kleidungsstück falsch trägt, dito bei abweichendem Sexualverhalten und da könnte man noch sehr viel mehr aufzählen.

Die onquorische Gesellschaft geht da doch relativ sanft vor. Man zwingt Troquas nicht zur Abtreibung und Poquandar wird "nur" letztlich zum Exil auf Raunnant gezwungen um vermeintlich Schaden vom Gesamtvolk abzuwenden.

Jeder Mensch ist ein eigenes Universum und so kommt es zwangsläufig zu Kollisionen mit anderen. Nur in einem zentral gelenkten Insektenstaat kommt es zu keinen derartigen Konflikten, auch das hatten wir schon in der Serie. Freie Entfaltung der Persönlichkeit sollte die Maxime sein aber nur wenn diese keinem anderen Individuum körperlichen Schaden zufügt.
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von heppen shemir »

Stätter hat geschrieben: 18. Oktober 2023, 22:52 Poquandars einsamer Kontakt mit 2 seltsamen Boten der auf Raunnant gelandeten TEZEMDIA ergibt, das diese Parameterinkompatibilitätswarnung
von ihm erwarten. Zudem übergibt man ihm einen Truimou-Stab, ähnlich wie ihn auch die Boten besitzen.

das hab ich irgendwie anders gelesen ...

die parameterinkompatibilitätswarnung hab ich auf die gegenleistung bezogen, die poquandar für den stab anbieten wollte:

"Welche Gegenleistung verlangt ihr von mir?"

"Parameterinkompatibilitäswarnung! Unbezahlbar wertvolle Geschenke können nicht aufgewogen werden."


also in dem sinne, dass die parameter (=der wert) seiner gegenleistung sowieso nicht kompatibel sein könnten mit dem entsprechenden parameter des geschenks (wert = unbezahlbar).


ich hab den seltsamen ausdruck der sprechweise zugerechnet, mit welcher der autor die fremdartigkeit der besucher aus einer anderen dimension schildern wollte.


(allerdings sprechen bei LL eigentlich alle protagonisten seltsam geschraubt, insofern kann ich mich da irren :o( )
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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von AARN MUNRO »

Okay, ich bin zufrieden. Nur eine Bemerkung: Menschen haben keine Instinkte mehr, es gibt aber Intuition.Außerdem hätte ich besser gefunden: "Rhodan hat noch immer nach Hause gefunden", anstatt:"Rhodan hat immer noch nach Hause gefunden".Die Betonung ist m.E. stärker.Ansonsten bin ich zufrieden mit dem, was Leo da geschrieben hat, einschließlich sämtlicher Seitenhiebe.Nur die Info-Einschübe wirkten wieder hineinkonstruiert, aber was solls.Von S.4 bis S. 63, das ist mehr, als Leo sonst schreibt, denn er fängt immer stark an, lässt aber schnell nach.Wahrscheinlich ist sein Geist zu rege und vielfältig und er langweilt sich bereits auf Seite 58 beim Schreiben. :D

So wie Leonardo da Vinci und ich. Das könnte ich verstehen.
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Stätter
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Stätter »

heppen shemir hat geschrieben: 21. Oktober 2023, 10:03
Stätter hat geschrieben: 18. Oktober 2023, 22:52 Poquandars einsamer Kontakt mit 2 seltsamen Boten der auf Raunnant gelandeten TEZEMDIA ergibt, das diese Parameterinkompatibilitätswarnung
von ihm erwarten. Zudem übergibt man ihm einen Truimou-Stab, ähnlich wie ihn auch die Boten besitzen.

das hab ich irgendwie anders gelesen ...

die parameterinkompatibilitätswarnung hab ich auf die gegenleistung bezogen, die poquandar für den stab anbieten wollte:

"Welche Gegenleistung verlangt ihr von mir?"

"Parameterinkompatibilitäswarnung! Unbezahlbar wertvolle Geschenke können nicht aufgewogen werden."
also in dem sinne, dass die parameter (=der wert) seiner gegenleistung sowieso nicht kompatibel sein könnten mit dem entsprechenden parameter des geschenks (wert = unbezahlbar).
»Parameterinkomatibiliätswarnung«:

Ich habe das so verstanden, dass diese Warnföhigkeit vor »Parameterinkompatibilität« (was immer das auch sein mag?!) das Kriterium ist, weswegen Poquandar »erwählt« wurde.

Allerdings sei der Truimou unbezahlbar, also durch keine Fähigkeit oder Leistung abzugelten.
Er ist somit eine freiwillig vergebene Auszeichnung oder eine Ausrüstung für eine künftige Aufgabe, vermutlich Letzteres.

Klar ist allerdings nicht, ob Poquandars »Bildersicht-Fähigkeiten« ausschlaggebend sind, denn nach Angabe der Boten aus der TEZEMDIA
ist er nur zweite Wahl, da sein Lehrmeister, der onquorische Dimensionsporositätsforscher Kalaquam, halt gestorben sei.

Also bleibt das Kriterium der »Erwählung Poquandars« erstmal im Dunkeln.

Ob die Macht Kmossen, mit der die Louwhanen bzw. der Kongress Louzhondosch an Bord der transuniversalen TEZEMDIA offenbar einen Bergungsvertrag für das ES-Fragment eingegangen sind, aus unserem oder einem anderen Universum stammt, ist im Roman ebenfalls nicht spezifiziert, es wird nur gesagt, dass sie in Spaphu vermutlich nicht bekannt sein dürfte.
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DoctorMabuse
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von DoctorMabuse »

Ich fand den Roman sehr langatmig. Diese von Zero to Hero Lebensgeschichten hat man schon zu oft gelesen. Diese pseudo-intellektuellen Einstreuungen der vermeintlichen politischen Meinung des Autors brauche ich nicht in einem Groschenroman. Das Versteckspiel der drei Musketiere an Bord des Raumschiffes war ziemlich unrealistisch geschildert und hatte etwas von Pfadfinderausflug. "Hey, wir kapern ein fremdes Raumschiff von super cleveren und aggressiven Fremdwesen. Kein Problem, wir belauschen (!) sie ein wenig und klauen ein Beiboot."
Zuletzt geändert von Richard am 21. Oktober 2023, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: "Fernst" Teil in den Diskussionen Thread verschoben
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von STDu1711 »

DoctorMabuse hat geschrieben: 21. Oktober 2023, 11:48 Ich fand den Roman sehr langatmig. Diese von Zero to Hero Lebensgeschichten hat man schon zu oft gelesen.

Wer wurde denn im Zuge dieses Romans zum Helden?
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Fallada
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Fallada »

Den Truimou wird man wohl bei der Bergung des ES-Fragments brauchen oder zur Reparatur desselben falls es bei der Bergung durch die TEZEMDIA beschädigt wurde.

Poquandar ist tatsächlich in dem Roman noch nicht zum Helden geworden aber das kann ja noch kommen.

M.E. ist der schwächste Punkt der Handlung die Tatsache, daß sich Hishza tatsächlich fast die gesamte Lebensgeschichte des Onquoren antun lässt bevor er mit Folter droht denn sein Hauptziel sind ja Infos über die Tellusier. Ich an seiner Stelle hätte mir die Endlos-Plauderei nicht angehört sondern sofort mit Maulschellen gedroht. Andererseits könnte man sich fragen ob sich die Infos über die TEZEMDIA und die Louwhanen nicht gewinnbringend weiterverkaufen ließe?
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Kritikaster »

Fallada hat geschrieben: 21. Oktober 2023, 16:50 Den Truimou wird man wohl bei der Bergung des ES-Fragments brauchen
Wie so'n Besen zum Zusammenfegen der Reste?
Meine Vermutung geht hier eher in die Richtung, dass da ein Gimmick eingeführt wurde, mit dem die Autoren schon bald nichts mehr anzufangen wissen (so wie eigentlich schon jetzt) und das deshalb sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden wird. Gerade mal nützlich zur markierenden Beschreibung bestimmter Personen - sonst kann der Stock nichts. 8-)
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Fallada
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Fallada »

Die beiden Louwhanboten hatten auch je einen Truimou bei sich...
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Stätter »

Die Frage ist, welche »Macht« man jetzt mit Kmossen einführt???!

Die Louwhanen könnten aus einem anderen Universum stammen und scheinen transuniversale Technik aktiv zu beherrschen oder jedenfalls anzuwenden, falls sie ihnen passiv zur Verfügung gestellt wurde.

Die Accalauries konnten das, die Druuf profitierten von temporären universalen Überlappungen.
Teilweise agierte Traitor so, zumindest Dienstburgen der Progresswahrer.

Kosmische Fabriken der Materiediener scheinen an das Standarduniversum gebunden, Kosmische Burgen existierten in künstlichen Mikrokosmen.

Bei Chaotendern und Chaoportern ist es unklar, jedenfalls waren Vorstöße der Audh und der PAALVAGUR in fremde Universen möglich.

Sind die Porositäten der Universumgrenze in Spaphu natürliche oder künstliche, möglicherweise auch als Nebeneffekt anderer Aktivitäten?

Jedenfalls dürfte ein kontrolliertes aktives Bereisen von Universen im Regelfall mindestens SI-Standards voraussetzen, wenn man mal von den Accalauries in der Frühzeit der Serie absieht.

Wer soll Kmossen sein? Ein Helfer von ES, ein Täuscher, der Hauptgegner?

Ich tippe eher auf eine Zugehörigkeit zu unserem Universum, eine die Louwhanen benutzende Macht.

Warum auch sollte man eine völlig unbekannte Hintergrundsentität, gar aus einem anderen Universum, als ES-Gegner oder -Helfer einführen?

Immerhin wird Kmossen erstmal nicht groß geschrieben, was allerdings zu diesem Zeitpunkt wenig bedeutet und auch später Kosmokraten, Chaotarchen oder Triviane nicht ausschließt.

Kmossen soll in Spaphu eher unbekannt sein, was
Bekanntheit in anderen Teilen unseres Universums nicht ausschließt.
If the universe is expanding, why can't I find a parking space?
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Kritikaster
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Re: Spoiler 3244: Der Frakturdenker, von Leo Lukas

Beitrag von Kritikaster »

Fallada hat geschrieben: 22. Oktober 2023, 12:18 Die beiden Louwhanboten hatten auch je einen Truimou bei sich...
Was ein Zeichen sein könnte, dass es sich um ein "interuniversales Dosentelefon" handelt, mit dem sie dann die Hinweise zu den Unregelmäßigkeiten zur Kenntnis nehmen wollen. Anschließend dann ab in den Heizofen. 8-)
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