Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Stätter
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Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Stätter »

Gruppierung und Analyseversuch:
Spoiler:
Der zweite Roman des aktuellen Corvus-Duos spielt kurz vor Septembermitte 2097, wenige Tage nach dem Aufbruch der RAS TSCHUBAI, etwa zur Zeit des Ulix Veith-Anschlags mit der Vasenrückflucht nach Terra in die ursprüngliche Gestalt von Achill Maccao, also zur Zeit des ersten RT-Stopps.

Das Heft startet mit dem direkten Anflug des Trios Rhodan / Poquandar / Lato auf Sorgorenland. Begleiterin an Bord der 110 m langen Gondel MEIN GEIST MEIN STERN ist die spezielle Sorgorin Varsaisch, die bekanntlich fremduniversale Reiseerfahrung via des inneren Sorgorenlandmondes Sharund hinter sich hat.
Vincoulon hat ja in PR Nr. 3254 durch Baccunenhand gewaltsamen Abgang erfahren.

Es folgt eine nochmalige Schilderung des Planeten mit seinen zwei Kontinenten Taidh im Norden und Ogora im Süden, entsprechend den dort gelegenen Städten Pannfash und Ghasird.

Offenbar gibt es im Gangonia-System dimensionale Verwerfungen im Sinne der im Spaphu-Plot schon öfters angesprochenen ephemer-realen Perforierung, so dass auch temporal klassisch geordnete Kausalketten nicht zwingend gültig sind.
Varsaisch erinnert sich z. B. an ihre künftige Schwangerschaft und Tochter.

Unser Quartett landet nach kleineren Verwerfungen infolge eines Torpedoangriffs im planetennahen Raum sicher bei Pannfash auf dem Nordkontinent. In Ermanglung von antigravitativer Hypertechnologie bedient man sich an Bord der sorgorischen Gondeln des klassischen Düsenantriebprinzips , zum Boarding/Deboarding einer einfachen Leiter wie weiland an der Mondlandefähre und zur Weiterreise eines robotisch gesteuerten Helikopters.

Rhodan, Lato und Poquandar treten als sog. »auswärtige Werber« auf, die angeblich einen Sorgoren mit Kenntnisssn in »SI-Psychologie« akquirieren wollen.

Bei Varsaisch ist der Fall komplexer, da sie sich selbst - abweichend von den Standardregelungen der »unumkehrbaren Reise« - nach ihrem Trip in ein anderes Universum via Sharund gar nicht als verbotene Rückkehrerin innerhalb der Standardraumzeit versteht und ihre Reise somit auch als unabgeschlossen betrachtet.

Offenbar ist es infolge der transuniversalen Besonderheiten des Gangonia-Systems bisher in der Sorgorenland-Vergangenheit nur den Anezianern (die kybernetischen Marodeure, die die Horchende Welt SAGHIK verwüsteten!) gelungen, deutlicheren Schaden auf dem Planeten zu setzen.

Die jahrmillionenalte, individualistisch gelangweilte oder engagierte und teilanarchische sorgorische Zivilisation beobachtet seit Ewigkeiten aus der relativen Sicherheit ihrer astrophysikalisch besonderen kosmischen Umgebung heraus die spaphische Nachbarschaft mittels Sonden und ist auch gegen militärische Übergriffe militärisch angeblich hochgewappnet.

Zudem versteht man sich als schutzbefohlen unter dem Mantel der Kosmokratin Mu Sargai.
Deren Kontakt auf Sorgorenland ist das sog. »Imagonon« auf der Ozeaninsel Soilam, erforscht, behütet und interpretiert von den sorgorischen »Soogarten«.

Diese Informationen erhalten unsere Protagonisten im mit schweren Waffen bestückten sorgorischen Wohnhabitat GEWALTIGE TRADITION in Pannfash. Ein wichtiger Kommunikationspartner ist der zunächst gegenüber den Rhodanschen Baccunenwarnungen etwas beratungsresistente Sorgore Ralmusch.

Dann kommt es zum Angriff von Telpeccs Baccunenflotte auf das Sorgorenland. Das Flaggschiff ORR wird vom planetaren Antimaterie-Sperrfeuer schwer erwischt und stürzt scheinbar ab, aber letztlich ist es ein Täuschungsmanöver der Angreifer, die Landungstruppen auf dem Kontinent Taidh abregnen lassen und Atombomben über beiden Kontinenten zünden.

Nach Kämpfen mit an Bord eingedrungenen Baccunen bricht die Gruppe Rhodan in Begleitung der Vincoulon-Tochter Vindarra und ihres logischerweise weiblichen Säuglings Quanallar an Bord der Raumgondel MEIN GEIST MEIN STERN nach Soilam zum Imagonon auf.

Die an Bord befindliche Vincoulon-Leiche wurde von den Baccunen mit Nanosonden kontaminiert, die seine Tochter und Enkelin schwer und lebensbedrohlich infizieren.

Während der Baccunenkommandeur Telpecc versucht, Rhodan in Bezug auf die Infizierten zu erpressen geht der transuniversale Mond Sharund in den Leave-Countdown und löst einen Strangeness-Schlag aus.

Corvus beschreibt das so: »Rhodan wirbelte durch die Verästelungen seiner Nerven. Rhodans Wahrnehmung fiel entlang einer Kausalkette - es gab mehrere, wie er bemerkte, aber diese hatte die stochastisch stabilsten Verknüpfungen - weiter in die Vergangenheit. Es war, als suchte er von einem Zielort ausgehend den Weg zurück in die Nähe seiner faktischen Realität.«

Der Piratministrator sieht »variable Zukünfte«.
:D

Auch Poquandar und Varsaisch haben ureigene Visionen durch den Strangeness-Tsunami. Nur Lato nicht, dessen Kastellaninsignie leuchtet aber heftig.

Danach greifen die baccunischen Verfolger wieder an.
Corvus beschreibt das so:
» Poquandar benutzte ebenso wie Varsaisch ein Partikelgewehr. Das Magazin konnte beliebiges Erdreich aufnehmen, dehydrierte es in Sekunden, lud das trockene Granulat elektrisch auf und beschleunigte es mit einem Magnetfeld, das sich jenseits der Mündung fortsetzte. Dabei leuchteten spiralförmige Feldlinien auf, die den Strahl einhegten.«

Spritzpistole mit getrocknetem Dreck! :devil:

» In dieser Zeit feuerte der Roboter auf Poquandar, der mit einem hohen Sprung auszuweichen versuchte.
Der Roboter führte sein Feuer nach.«

Phantastisch! :D Bessere Persiflage geht nicht!

»Noch in der Luft gefror die Zeit … die Stichflamme, die aus dem Hals eines Roboters schoss - alles erstarrte.«
Dann die Vision der LEUCHTKRAFT und der TEZEMDIA am Mond Sharund.

Im Dagorkampf überwältigt Rhodan einen an Hochschwerkraft gewöhnten Baccunen: Potz Blitz!
Immerhin »gefriert das Universum« wieder nach diesem Sieg!
Rhodan folgt einer seiner vor- und rückzeitigen psychedelischen Visionen in die Gegenwart.

Auf Romanseite 40 lässt Corvus den baccunischen Offensberater Ussner gegenüber dem Kommandanten Ussner wispern:
»Sorgorenland … dieser Name ist eine Verheißung in ganz Spaphu.«

Na, das klang in den bisherigen Kondorromanen nicht wirklich so!


Mit einem robotischen (U-)Boot stößt man von der Küste Taidhs nach Soilam vor.
Das weitere militärische Geplänkel erspare ich hier. Eine Unterwasser-Antimaterieexplosion darf sich Jede(r) selbst vorstellen.

Aber die Rhodangruppe behebt das Malheur mit Abdichten der Lecks und Abpumpen von Wassereinbrüchen.

Umgeben von Goldplatten präsentiert sich dort im Zentrum Soilams das drei Kilometer durchmessende Soogart, der mythische »Landeplatz Mu Sargais«.
Am Rande ein 150 Meter hoher korkenzieherartiger Turm aus purem Gold. Daneben ein 150 Meter durchmessender wohntrichterartiger Tiefbau, ebenfalls aus dem güldenen Edelmetall. In der Tiefe ein See, gespeist aus herabstürzenden Wasserfällen.
Das riesige Soogart, wirkend wie ein Raumlandefeld, ebenfalls aus purem Gold.

Die Soogarten, die Wächter, Forscher und Kümmerer Soogarts, empfangen die Gruppe Rhodan höchst unfreundlich, wollen Varsaisch als unerlaubte Rückkehrerin von Außen gar töten.

Dann verlangt ein geisterhaftes Projektoid oder eine Art teilselbständige Avatarfigur Mu Sargais in Gestalt einer uralten (biologisch unmöglichen!) Sorgorin aus dem Goldtrichter mit Perry und Poquandar zu sprechen.

Das Gespräch ist wie immer kryptisch und bestätigt Wolf-Lundmark-Melotte als ES-Fragmentstandort sowie eine weitere Örtlichkeit, »von der aus Sol mühelos sichtbar ist«, offenbar aber außerhalb des heimischen Solsystems.

Nach Angabe des Imagonon traf ES die Fragmentierungsentscheidung in völliger Eigenregie, ohne Einbindung der Kosmokraten: »Ein Schritt zur Seite!« Sidestep! :devil:

Imagonon: »ES wäre bereit gewesen zur Transformation in eine polyversale Entität.«
»Eine Existenz in mehreren Universen zugleich?«, vergewisserte sich Poquandar.

»Kein erwartbarer Evolutionsschritt«, erklärte das Imagonon.

»Eine Folge der überraschenden Scherung durch Thez.
Eine Gelegenheit, der sich ES durch die Fragmentierung entzogen hat..«
»Mir scheint, das hat euch nicht erfreut«, sagte Rhodan.
»Das ist gelinde ausgedrückt«, bestätigte das Imagonon …

Ein ES-Plan gegen die Kosmokraten? Fraglich!
Die Fragmentierung sollte jedenfalls anders verlaufen.

Das Imagonon spricht von »Archäoversen«, das sind Universen mit einem Mindestalter von 10 Billionen Jahren, das Einstein-Universum sei mit etwa 14 Milliarden Jahren sehr jung.
Manche Universen seien 100 Billionen Jahre alt. Danach »würde Alles anders«!

Damit könnte ein neuer Urknall gemeint sein, Universumzyklen.


ES' Fragmentierung sei in der Kommunikation zwischen Kosmokraten gewesen, teilt das Imagonon noch abschließend mit.

Während des Gesprächs wird das Imagonon von einem grauen Schatten umfasst, der wechselnd als Schlange oder Nachtschnecke oder in Gestalt einer Kreatur mit Fangarmen imponiert.

Evtll. eine Imagination Zou Skosts?

Dann kommt es zum Angriff der Baccunen auf das goldene Soogart-Feld. Aber die Bomben explodieren nicht, Beiboote der Angreifer werden teilentstofflicht, ebenso Angreifer selbst. Viele Angreifer sterben.
Kosmokratische Defense-Systeme?

Auch Telpecc stürzt ab, wird schwer verletzt und begegnet so Perry Rhodan.
Der nimmt dem Kommandanten das Versprechen ab, dass sein Kommando, seine Flotte abzieht, für die komplette Baccunarchie kann Telpecc natürlich nicht sprechen.
Man besiegelt das Abkommen per Handschlag.
Vincoulons Tochter und ihr Enkelin-Baby werden gerettet und von den Baccunen freigelassen.
Ob Vincoulons Leiche auf Sorgorenland bestattet wird, bleibt offen.

Dann tauchen gleichzeitig die LEUCHTKRAFT und die TEZEMDIA im Gangonia-System auf, offenbar um mit dem Mond Sharund in ein Anderversum zu wechseln.

Die RA mit Shema Ghessow, die SHAMMADIN und die fünf residualen Lipeka-Kuben bleiben im Gangoniasystem zurück, unsere Protagonisten fliegen mit der Gondel MEIN GEIST MEIN STERN nach Sharund, gleichzeitig bekämpfen sich im Umfeld des Mondes weiterhin die LEUCHTKRAFT und die TEZEMDIA.

Alsbald hört Perry »das Knistern der Biochemie seiner Mitochondrien« und »sieht seine Netvenbahnen«. Dann verschwinden die sich befehdenden Schiffe vor der Silhouette Sharunds. Die LEUCHTKRAFT wirkt dabei als ob man mit deutlichem navigatorischem Kontrollverlust kämpfen würde.

»Rhodan schloss die Augen und gönnte sich einen letzten Moment in diesem Universum.«.

-/-/-

Beim Mond Sharund wird von einer »Anderphase« gesprochen:
Die Dauer einer solchen Phase liegt zwischen mehreren Wochen und Jahrhunderten.

»In diesem Zeitraum befindet sich Sharund primär in einem Anderversum, während bei Sorgorenland nur ein dreidimensionaler Schatten verbleibt.«

-/-/-

MEINUNG:
Ich halte die beiden aktuellen Corvus-Hefte nicht für seine stärkeren Romane, es sind heftige Mixturen zwischen allmählich doch zu Potte kommendem Zylusfortschritt (vermutlich nun mit Wechsel in ein Archäoversum!), merkwürdigen Kämpfen (diesmal ohne »Wuchtschlag«, dafür mit »Schocktruppen«!) und wieder einigen hausphilosophischen Einstreuungen.

Das Thema »Sorgoren und Sorgorenland« wurde auch einigermaßen abgefrühstückt und ich habe es mir tatsächlich anders, irgendwie erhabener vorgestellt. Mir schien es, so wie beschrieben, reichlich banal.

Vogelwilde Strangenesseffektdarstellungen helfen da nicht wirklich weiter. Auch die Baccunen gewannen keine Tiefe! Der Offensberater Ussner und der eigenmächtige Mörder Vincoulons, Jurronn, spielten nur noch unwichtige Rollen.
Zeitgerecht zum Ende des Romans taumeln auch noch TEZEMDIA und LEUCHTKRAFT - im Dauerkampf verklammert - ins Gangonia-System.

Ob das Imagonon eine echte sorgorische Manifestation der Kosmokratin Mu Sargai darstellt oder eher einer Art partiell eigenständigen Virtualisierung à la Tolots Perry aus Band 3250 entspricht, wird nicht ganz klar.

Klar hingegen war mir von Zyklusanfang an, dass Mu Sargai gravierend in das Geschehen verwickelt ist. Das war neben Achill Maccao und seinem Bezug zu FENERIK immer(!) einer von zwei sicheren Punkten.

Ob der Begriff »Archäoversen« einen Bezug zu »Archäotekten« hat: Unklar!

Klar hingegen ist jetzt auch, dass es neben dem bereits aufgefundenen Mentalarchitektursteuerprozessor ein weiteres ES-Fragment in der Milchstraße gibt: »Mit gutem Blick auf Sol«!

Auch Wolf-Lundmark-Melotte muss noch abgearbeitet werden.

Scherung und Thez werden kurz erwähnt und im Glossar wird Mu Sargai ausführlichst behandelt. Insbesondere auch die Relation zur Kandidatin Phaatom. ?????

Zudem wird das Gangoniasystem dort spezifiziert, manche Planeten kommen in den Romanen selbst gar nicht vor. Auch wird, im letzten Roman nur kurz angerissen, der Hyperflusshafen Pinnzer in der Lücke zwischen Planet 5 und 6 erwähnt, offenbar der üblichste Ausreiseweg der Sorgoren auf ihren »unumkehrbaren Reisen«.
Für diese Unumkehrbarkeit ist bis dato kein veritabler Grund bekannt.
Zuletzt geändert von Richard am 4. Januar 2024, 01:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Addidit optio suffragii .....
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Gucky_Fan
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Gucky_Fan »

Danke für den Spoiler...Dank des erneuten Versagens von Amazon werde ich wohl noch warten müssen bis der Roman kommt
DerBert
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von DerBert »

Den Spoiler lese ich erst wenn ich durch bin

Es hat mal wieder für meine üblichen 20 Seiten gereicht. Am Ende des letzten Bandes wagte ich es trotz eher gebremster Begeisterung Interesse für den nun aktuellen Band zu entwickeln. Da wurde ich gleich zu Beginn mal schön gestoppt. Massive Redundanz und Wiederholungen als hätten wir einen Einsteigerband vorliegen oder wenigstens einen größeren Schauplatzwechsel hinter uns. Das befeuert nicht die Freude. Nachdem RC sich im letzen Band ja mal wieder den Wuchtschlag nicht verkneifen konnte, ist es jetzt alles wieder ganz dimensiologisch (häuft sich aucch vor allem bei ihm). Ich komme ja nicht gerade aus einer Gegend, die für qualitativ hochwertiges Dudenkonformes Deutsch bekannt ist, aber der Umgang mit "dimensiologisch" erinnert mich doch sehr an die aus dem Englischen importierte Verwendung des Begriffes "Technologie" an Stellen wo es "Technik" heißen müsste und "technisch" statt "technologisch".

Ich fremdle wenn Lato nach dimensiologischen Variationen (an anderer Stelle dann glaube ich nach Verwerfungen) fragt. Die Variationen sind doch dimensional, bestenfalls ihre Beschreibung erfolgt dimensiologisch. Kein Wunder, dass die Sorgorin fragt was er meint....

Stand jetzt hoffe ich einfach, dass alles was bei den Sorgoren nicht zusammen zu passen scheint, einen tieferen Sinn hat und nicht nur einem nicht ganz durchdachten Handlungsentwurf entspringt - und natürlich auch, dass das Heft während der restlichen ca. 40 Seiten auch für mich noch in postive Dimensiologien abbiegt.

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Julian
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Julian »

Bei NEO konnte ich mich erinnern das bestimmte Wortschöpfungen Begeisterung aufkommen ließ.

Der Classik Leser scheint davon nicht betroffen zu sein

Meine Wertung
1,1,1
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.

Kritik ist wie Schleifpapier- es kratzt, aber es kann zu mehr Glanz verhelfen.

»Science Fiction ist etwas, das geschehen könnte – aber für gewöhnlich wollen Sie nicht, dass es so ist. Fantasy ist etwas, das nicht geschehen könnte – allerdings wünschen Sie sich oft, es wäre so.« Arthur C. Clarke
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Kritikaster »

DerBert hat geschrieben: 4. Januar 2024, 09:37 Massive Redundanz und Wiederholungen als hätten wir einen Einsteigerband vorliegen oder wenigstens einen größeren Schauplatzwechsel hinter uns.
Das stört, wenn man am Stück liest. Für mich sind seit dem letzten Roman schon wieder sieben Tage vergangen und der Besuch in drei Kosmossen anderer Romane. Da bin ich ganz froh, wenn ich in das vorliegende Szenarium eingeführt werde, um mich zurechtzufinden (wird mit dem Alter auch nicht einfacher). Bin also gespannt, ob ich den Beginn als erleichternd oder ausufernd empfinden werde. Daher, danke für den Hinweis. 8-)
STDu1711
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von STDu1711 »

2-2-2. Eigentlich nichts zu zu sagen. Hat mir gefallen.
Gucky_Fan
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Gucky_Fan »

Gerade angefangen zu lesen.. sehr nett bisher
DerBert
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von DerBert »

@Kritikaster
Es geht mir auch um die Redundanzen im Kleinen: Wie oft muss man die Besonderheit der Sorgorischen Hände und Ihre Symbionten erwähnen, wie oft muss man auf die Kuppel der Gondeln eingehen? RC steht ja schon für eine gewisse handwerkliche Sorgfalt und hat vielleicht auch die Leser in der Hinsicht sehr verwöhnt - jetzt hat er handwerklich leider nur Perry-Normalmaß produziert. Noch so jung und schon über den Zenit hinaus....

Spass bei Seite.
Das erste Drittel gefiel mir ja nicht so. Im Mittelteil kamen dann diese Sequenzen mit den potentiellen Zukünften. Im Film könnte mir das Christopher-Nolan-like gefallen - zum Lesen mag ich es eher nicht. Geschmacksache eben. Der Autor hat sich da an was schwieriges gewagt - und der Mehrheit wird es gefallen haben. Hintenraus der Teil mit dem Imagonon. An dessen Äußerungen werden wir uns noch ganz lange abarbeiten. Damit bei einer Verfilmung nichts schief geht, wird Vim Vandemaan die Rolle wohl selbst übernehmen müssen.

Warum gibt es eigentlich auf Sorgorenland robotische, selbststeuernde Helikopter, aber die Gondeln haben keinen Autopiloten und müssen wie ein Modell-Flieger mir reingefriemelter Fernsteuerung geflogen werden - wollte RC unbedingt eine RC-Flieger haben?

Grüßle, DerBert
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Fallada
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Fallada »

Ich bin seit Dienstag mit der Einarbeitung im neuen Job beschäftigt. Da ich auch heute arbeiten muss kann ich erst morgen den Roman lesen und besprechen. Freue mich aber schon drauf.
Auch 2024 geht der Irrsinn weiter: wie jedes Jahr ein GDL-Streik da man ja partout Tarifverträge nur für 12 Monate abschließen will :fg:

igadka.wordpress.com - Rezensionen der EA seit Sommer 2019 und eigene FanFiction. Spoilergefahr beim expliziten Aufrufen einer Rezension :unschuldig:
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Stätter
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Stätter »

Fallada hat geschrieben: 5. Januar 2024, 11:17 Ich bin seit Dienstag mit der Einarbeitung im neuen Job beschäftigt. Da ich auch heute arbeiten muss kann ich erst morgen den Roman lesen und besprechen. Freue mich aber schon drauf.
Nimm Dir die nötige Zeit für den Beruf!
Das ist im Moment für Dich sicher entscheidender.

Ich denke, ich habe die wirklich essentiellen Grundinformationen zu Band Nr. 3255 zusammengefasst, freue mich aber auf Deine gewiss auch nochmal ganz anders fokussierte und wertende Sicht auf den zweiten Teil des Corvus-Duos.

Ich stand bei beiden Corvus-Fünfzigern vor dem Dilemma einer durchaus möglichen harten Verkürzung auf wirklich absolute Kerninhalte, dies hätte aber enorm Vieles »unterschlagen«.

Kern ist natürlich die Kommunikation mit Mu Sargais Imagonon um den originalen, mit den Kosmokraten angeblich unabgestimmten Fragmentierungsplan der SI, die sich - »evolutionär unvorhersehbar« - im Gefolge der Thezschen Scherung als trans- oder multiversale Entität hätte entwickeln können, was offenbar Eins zu Eins dem Interesse der Hohen Mächte, zumindest dem der Kosmokraten, entsprochen hätte.

ES vollzog allerdings einen »evolutionären Sidestep«, entzog sich diesem Trans-Modus oder versuchte es zumindest … und … wurde dabei »irregeführt«.

Rhodan kennt zwar via Poquandar den Namen Kmossen und dessen Beauftragung der TEZEMDIA zwecks Akquise des Spaphu-Fragments der SI, dass es sich bei Kmossen um den »Irreführer« handelt, weiß er noch nicht. Wir Leserinnen und Leser wissen da seit den Montillon-Romanen
Nr. 3250 und 3251 deutlich mehr über den rachsüchtigen »Sondierer und Pfadfinder FENERIKs«, allerdings liegen diese Erkenntnisse gemäß der Serien-Timeline gegenüber der Corvusschreibe noch ein halbes Jahr in der Zukunft.

Zumindest war diese ES'sche Möglichkeit und das Ausschlagen derselben im ärgerlichen Fokus der Kosmokraten und man hat die Vorgänge samt des Scheiterns beobachtet.

Eine zweite Schiene der Imagonon-Offenbarung ist die Einführung der Begrifflichkeit »Archäoversen«: Das sind über viele Billionen Jahre entwickelte Universen, im Gegensatz zum blutjungen Einsteinraum.
Vermutlich wird das Rhodan-Quartett - und natürlich auch die TEZEMDIA und LEUCHTKRAFT - via der Sharund-Perforation im Gangonia-System in ein solches Uraltuniversum vorstoßen.
Spaphu scheint Überlappungszone mindestens eines Archäoversums mit unserer jungen Raumzeit zu sein. Heimat vermutlich der Louwhanen, der Lipeka und vermutlich auch der Sasavi.
Ein Universum, in dem die Zeit anders laufen dürfte, wenn man die »Erinnerungen« der transuniversal reisenden Sorgorin Varsaisch richtig deutet.
Ähnliches kam ja auch im Roman
»Der Frakturdenker« (Nr. 3244) zur Sprache.

Möglicherweise stellt die Imagonon-Aussage, dass nach 100 Billionen Jahren »Alles anders« würde, einen Hinweis auf einen » retrograd umgeschalteten Zeitfluss« dar. Dann wäre diese zeitliche Grenze eine Art temporale Kulmination und finaler Weichenpunkt der Raumzeit im Sinne der Vektorwende eines Pendelschlags.
Dies würde allerdings in gewisser Weise dem Konzept des eingefrorenen letzten Moments vor dem nächsten Urknall aus den Thezschen Jenzeitigen Landen widersprechen.

Zudem erfahren wir Etwas über das eigentliche
ES-Fragment der Milchstraße, das nicht dem dort bereits aufgefundenen
Mentalarchitekturprozessor aus dem Katoraum entspricht. Solches wurde hier im Forum ja bereits zuvor durch die Blume angedeutet.

Das ist der Kerninhalt des Romans, Strangeness- Sorgorenland- und Baccunenschilderung treten weit dahinter zurück, sind teils vergnüglich, teils skurril zu lesen, insgesamt - in meiner Sicht - nicht sonderlich gelungen. Diese Rezeption mag natürlich von der anderer Leserinnen und Leser abweichen, das ist normal!
Mich hat dieses »Imagononauftrittsumfeld« in der Corvus-Darstellung nicht wirklich überzeugt.
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Askosan »

Stätter hat geschrieben: 5. Januar 2024, 14:52 Eine zweite Schiene der Imagonon-Offenbarung ist die Einführung der Begrifflichkeit »Archäoversen«: Das sind über viele Billionen Jahre entwickelte Universen, im Gegensatz zum blutjungen Einsteinraum.
In Meekorah gingen die "Lichter" nach ungefähr 150 Milliarden Jahren aus. In der Terminologie der JZL wurde das als "Permanente Nacht" bezeichnet. Die Archäoversen werden mit einem Alter von 10 oder sogar 100 Billionen Jahren angegeben. Altern diese besonderen Universen in Zeitlupe?
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Askosan »

Stätter hat geschrieben: 5. Januar 2024, 14:52 Zudem erfahren wir Etwas über das eigentliche
ES-Fragment der Milchstraße, das nicht dem dort bereits aufgefundenen
Mentalarchitekturprozessor aus dem Katoraum entspricht.
Ich denke, dass damit das schon geborgene Fragment gemeint ist. Perry geht ja davon aus, dass es im Orionarm zu finden ist und das Trotaksystem befindet sich ja genau dort. Das Imaginon weiß nur noch nichts von der schon erfolgten Bergung.
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Stätter »

Askosan hat geschrieben: 5. Januar 2024, 19:10
Stätter hat geschrieben: 5. Januar 2024, 14:52 Zudem erfahren wir Etwas über das eigentliche
ES-Fragment der Milchstraße, das nicht dem dort bereits aufgefundenen
Mentalarchitekturprozessor aus dem Katoraum entspricht.
Ich denke, dass damit das schon geborgene Fragment gemeint ist. Perry geht ja davon aus, dass es im Orionarm zu finden ist und das Trotaksystem befindet sich ja genau dort. Das Imaginon weiß nur noch nichts von der schon erfolgten Bergung.
Ich wäre mir da nicht so sicher:
Ich finde die Stelle nicht mehr, aber Irgendeiner aus der Reihe der Macher hat hier im Forum im Umfeld der Diskussion um die ultrarasche Auffindung des Mentalarchitekturprozessor im Vergleich zum langen Gerangel um das Gruelfinteil einmal anklingen lassen, ob man sich da wirklich sicher sei mit der abgeschlossenen Fragmentauffindung in unserer Heimatgalaxis.
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STDu1711
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von STDu1711 »

Noch einige Anmerkungen zu dem Roman.

- Mir hat gefallen, dass Lato wieder einer der Erzählpersonen war. Mir hat auch die Art, wie er dargestellt wurde, gefallen. Und natürlich war es sehr freundlich von den Sorgoren, das die Zahl der Rotorblätter an ihren Helikopter Primzahlen sind.
- Ich habe ein wenig den Eindruck, dass der Zyklus jetzt die Bodenständigkeit ein wenig hinter sich läßt und etwas abzuheben beginnt. Jedenfalls haben wir in diesem Heft wieder ein Kosmokratin mit dabei und im nächsten geht es in ein anderes Universum. Auch am kosmischen Hintergrund der Serie (Archäoverum) scheint gearbeitet zu werden. Gefällt mir ganz gut. Ich mag das Bodenständige des letzten Jahres, aber das Kosmische und die Gigantomanie sind auch ein Teil der PR-Serie. Gut ist Abwechslung und die richtige Mischung der Elemente.
- Man scheint sich ja durchaus Gedanken gemacht zu haben, wie es mit ES weitergehen könnte. Anders als ich es mir vielleicht vorgestellt habe (leider oder zum Glück), aber (zum Glück) auch anders, als der eine oder andere hier es sich vorgestellt hat.
- Die Boccunen kommen in meinen Augen durchaus differenziert rüber. Einerseits getrieben von ihrem "nicht auszuschlagenen Geschenk", andererseits aber auch nicht komplett Sklaven ihres Triebs. Ohne diese "kollektiven Drangwäschen" wären sie möglicherweise ganz sympathische Nachbarn.
patulli
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von patulli »

Askosan hat geschrieben: 5. Januar 2024, 19:08 Altern diese besonderen Universen in Zeitlupe?
Ein anderer Zeitablauf würde dann ja aber nichts für die Bewohner eines solchen "Archeoversums" selbst ändern sondern wäre nur ein subjektiver Blick von außen darauf. Falls die Physik dort nicht komplett anders ist altern Sterne ganauso wie im Standarduniversum und haben entsprechende Lebenszeiten. Wie sich das mit "vielen Billionen Jahren Alter" vereinbaren soll ist mir komplett unklar. Und wenn die Physik dort völlig unterschiedlich ist wären Rhodan & Co. dort nicht lebensfähig. Kommt mir alles sehr schwurbelig vor, sorry.
DoctorMabuse
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von DoctorMabuse »

Der zweite Teil war besser als der erste, aber mit der Spaghu Ebene kann ich nicht viel anfangen. Zog sich wie Kaugummi.

Das jetzt auch noch Ächäoversen (?) in die Serie einziehen, die Billionen Jahre alt sind, macht es auch nicht besser.

Die Serien Gigantomanie ist bereits vor geraumer Zeit jenseits des vorstellbaren und vor allen Dingen jenseits des beschreibbaren gelandet. Dadurch werden Entfernungen und Zeitverläufe völlig beliebig, Zeit- und Raumangaben werden sinnlos. Seit Thez ist auch Kausalität beliebig.

Was mag die Intention dafür sein?

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Ludwig Wittgenstein.
Fortiter in re, suaviter in modo!
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Stätter
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Stätter »

DoctorMabuse hat geschrieben: 5. Januar 2024, 21:21
„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Ludwig Wittgenstein.
Nun, wir sollten dem Ganzen eine Chance geben,
wenngleich es in der Beschreibung unter Umständen sicher voll psychedelisch werden kann, wenn man da wirklich ein uraltes Anderversum schildern will, das nicht einfach eine Spielart von Meekorah ist.

Der Roman Nr. 3244 und die beiden aktuellen Corvusbände sowie der Titel von PR Nr. 3258 (nicht zur Spaphuhandlung gehörig!) deuten auf anomale oder rückwärtige Zeitabläufe mit dem »Tod als Beginn« und »Erinnerungen an Künftiges«.

Vielleicht ein kollabierendes Universum mit Zeitkontraktion und -umkehr im Unterschied zur Raumkontraktion in Tarkan?

Vieles ist denkbar, aber schwierig einigermaßen suffizient zu beschreiben: »Der Geist ist willig, aber die Tastatur schwach«.

Eigentlich müsste da der Spin Doctor der Psychedelie und Magic Mushrooms-Chefkoch, Wim himself, mit einem abgefahrenen Roman schriftstellerisch höchstpersönlich ran an die Buletten, jedenfalls noch bevor Robert Corvus Lato und Poquandar die Sorgorengondel auf »Wuchtschlagfähigkeit« im Archäoversum umbauen lässt und »Schocktruppen« aussendet.
Haben wir in den beiden aktuellen Sorgorenlandromanen nicht mehrfach Nuklearexplosionen gehabt? Was, wenn die Katastrophe mit dem Einklinken der Bombe endet!?
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von STDu1711 »

Askosan hat geschrieben: 5. Januar 2024, 19:08
Stätter hat geschrieben: 5. Januar 2024, 14:52 Eine zweite Schiene der Imagonon-Offenbarung ist die Einführung der Begrifflichkeit »Archäoversen«: Das sind über viele Billionen Jahre entwickelte Universen, im Gegensatz zum blutjungen Einsteinraum.
In Meekorah gingen die "Lichter" nach ungefähr 150 Milliarden Jahren aus. In der Terminologie der JZL wurde das als "Permanente Nacht" bezeichnet. Die Archäoversen werden mit einem Alter von 10 oder sogar 100 Billionen Jahren angegeben. Altern diese besonderen Universen in Zeitlupe?
Tarkan war ein Universum, dass erst expandierte und sich dann wieder zusammenzog. Ob das noch dem heutigen Stand der Physik entspricht scheint mir zweifelhaft - müssten sich die Physiker zu äußern. Auf jeden Fall ist das Big Crunch Szenario nur noch eines von mehreren. Bei einem Big Freeze Szenario müssten 100 Billionen Jahre locker drin sein. Die JZL wären noch viel weiter in der Zukunft, um einige Zehnerpotenzen.

Außerdem - warum muss im PR-Universum jedes Universum die gleiche Entwicklung nehmen?
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von STDu1711 »

DoctorMabuse hat geschrieben: 5. Januar 2024, 21:21
Das jetzt auch noch Ächäoversen (?) in die Serie einziehen, die Billionen Jahre alt sind, macht es auch nicht besser.

Die Serien Gigantomanie ist bereits vor geraumer Zeit jenseits des vorstellbaren und vor allen Dingen jenseits des beschreibbaren gelandet.
Die reale Physik scheint da noch Gigantomanischeres zu beschreiben.

https://en.wikipedia.org/wiki/Heat_deat ... e_universe
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Askosan »

STDu1711 hat geschrieben: 6. Januar 2024, 01:05 Die JZL wären noch viel weiter in der Zukunft, um einige Zehnerpotenzen.
Wären sie nicht, weil es in der "Permanenten Nacht" weder Raum noch Zeit gibt. Deshalb hat Thez die JZL in eine raumzeitliche Membran eingehüllt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die JZL ein einzigartiges Refugium.

Im Atopen-Großzyklus gab es meines Erachtens eine interessante Anspielung auf die im aktuellen Roman erwähnten Archäoversen:

"Die Hohen Mächte wussten von Universen, die am Ende der Zeit in sich zusammenstürzten. Dort kehrte der Pfeil der Zeit sich um. Altes erneuerte sich unaufhaltsam. Alles sammelte sich in einem einzigen Zeitpunkt und tauchte dann ins noch Kleinere, unterhalb des Punktes, unterhalb der Zeit. Ein Primordiales Autokausales Ereignis eröffnete einen neuen Kosmos. Andere Welten verwehten. Dort lösten sich sämtliche Strukturen auf." (Band 2874)

Meekorah gehört offenbar zu den Universen, wo sämtliche Strukturen verwehten. Aber bei den Archäoversen könnte sich der "Pfeil der Zeit" umkehren, so dass ein neues Universum geboren werden kann.
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von AARN MUNRO »

Im Allgemeinen bin ich mit den letzten beiden Bänden zufrieden, bis auf subjektiv empfundene Zeilenschinderei und komische Rindviecher im hochtechnischen Perryversum. Haben wir die wieder WV zu verdanken im Exposé oder hat RC die Zottelviecher selbst erfunden? Perry als Viehtreiber. Immerhin wissen wir (Leser) dank des Imagos nun mehr über ES und seine Spaltung.Die angegebenen Planetendichten/Massen/Volumina waren im Prinzip korrekt angegeben bzw. berechnet. Nur die vielen grammatikalischen Fehler in beiden Bänden fielen wieder auf, sind aber nicht dem Autor anzulasten.
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von AARN MUNRO »

DerBert hat geschrieben: 4. Januar 2024, 09:37 Den Spoiler lese ich erst wenn ich durch bin

Es hat mal wieder für meine üblichen 20 Seiten gereicht. Am Ende des letzten Bandes wagte ich es trotz eher gebremster Begeisterung Interesse für den nun aktuellen Band zu entwickeln. Da wurde ich gleich zu Beginn mal schön gestoppt. Massive Redundanz und Wiederholungen als hätten wir einen Einsteigerband vorliegen oder wenigstens einen größeren Schauplatzwechsel hinter uns. Das befeuert nicht die Freude. Nachdem RC sich im letzen Band ja mal wieder den Wuchtschlag nicht verkneifen konnte, ist es jetzt alles wieder ganz dimensiologisch (häuft sich aucch vor allem bei ihm). Ich komme ja nicht gerade aus einer Gegend, die für qualitativ hochwertiges Dudenkonformes Deutsch bekannt ist, aber der Umgang mit "dimensiologisch" erinnert mich doch sehr an die aus dem Englischen importierte Verwendung des Begriffes "Technologie" an Stellen wo es "Technik" heißen müsste und "technisch" statt "technologisch".

Ich fremdle wenn Lato nach dimensiologischen Variationen (an anderer Stelle dann glaube ich nach Verwerfungen) fragt. Die Variationen sind doch dimensional, bestenfalls ihre Beschreibung erfolgt dimensiologisch. Kein Wunder, dass die Sorgorin fragt was er meint....

Stand jetzt hoffe ich einfach, dass alles was bei den Sorgoren nicht zusammen zu passen scheint, einen tieferen Sinn hat und nicht nur einem nicht ganz durchdachten Handlungsentwurf entspringt - und natürlich auch, dass das Heft während der restlichen ca. 40 Seiten auch für mich noch in postive Dimensiologien abbiegt.

Grüßle, DerBert
Techno-logie ist die Theorie der Technik und das Wissen darum und Technik ist die Anwendung der Prinzipien.Das sind verschieden definierte Begriffe.Technologie umfasst Technik.
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von Richard »

AARN MUNRO hat geschrieben: 6. Januar 2024, 09:58 ...

Nur die vielen grammatikalischen Fehler in beiden Bänden fielen wieder auf, sind aber nicht dem Autor anzulasten.
Im Zweifelsfalle hat die sehr wohl Robert geschrieben. Und "Imago" hatten wir bei den Cynos :).
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von DoctorMabuse »

STDu1711 hat geschrieben: 6. Januar 2024, 12:50 Aber vorher gibt es sie. Und bis zu den JZL dürften weit mehr als 100 Billionen Jahre vergehen, in denen Raum und Zeit noch existieren.
Bin immer wieder erstaunt, dass für viele Leser die Kosmologie von PR einen Bezug zur Wirklichkeit hat. Da scheinen die Grenzen bei dem einen oder anderen zu verschwimmen.

Freue mich immer auf meine Spektrum der Wissenschaft als Ausgleich.
Zuletzt geändert von Richard am 6. Januar 2024, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quoting repariert
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Re: Spoiler 3255: Das Imagonon, von Robert Corvus

Beitrag von STDu1711 »

DoctorMabuse hat geschrieben: 6. Januar 2024, 14:45
STDu1711 hat geschrieben: 6. Januar 2024, 12:50
Aber vorher gibt es sie. Und bis zu den JZL dürften weit mehr als 100 Billionen Jahre vergehen, in denen Raum und Zeit noch existieren.
Bin immer wieder erstaunt, dass für viele Leser die Kosmologie von PR einen Bezug zur Wirklichkeit hat. Da scheinen die Grenzen bei dem einen oder anderen zu verschwimmen.

Freue mich immer auf meine Spektrum der Wissenschaft als Ausgleich.
Großer Gott, was wirfst Du denn da jetzt alles wild durcheinander.

Freust Du dich auch, wenn hier Leute über die Geschichte der Lemuren spekulieren, auf den nächsten Blick ins "Journal of Archaeological Science"?
Zuletzt geändert von Richard am 6. Januar 2024, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quoting repariert
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