Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Stätter
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Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Stätter »

Spoiler:
Der vorliegende Ben Calvin Hary-Roman eröffnet einen Milchstraßen-Block, der nach den veröffentlichten Titelunterschriften mindestens ein Vierer bis Heft-Nr. 3262 ist, falls man die beiden nachfolgenden M. M. Thurner-Romane als geschlossene Einheit betrachten kann.

Die Handlung liegt etwa in zeitlicher Höhe mit dem Abschluss der Antonschen Blaugoldierzählung um Atlan, Sichu und Damar mit dem Zeitsalto.

Wir befinden uns also wiederum ca. 5 Monate vor den Geschehnissen beim Anflug der RT im Vorfeld Spaphus und einen Dreiviertelmonat nach dem Ausklang des Anderversumromans in der Kammer der Kosmokratin.

Die Handlung beginnt am 5. Oktober NGZ, also exakt 1 Monat nach dem Aufbruch der RAS TSCHUBAI, mit dem tödlichen »Unfall« der Priorrätin der Akonischen Räterepublik Adorhee tan Thanor an Bord der Raumbarkasse UMA YOMIN. Die Politkerin wird von einem dünnen Rohr aufgespießt und in der Kehle perforiert, das Bestandteil eines explodierten Feldleiters ist.
Das katastrophale Geschehen spielt sich innerhalb des Khanonsystems ab, nach dem Ende Drorahs zu Zeiten TRAITORS das neue politische Zentrum der Akonen mit dem Regierungsplaneten Galazin, viertnähester Umläufer seiner Sonne (insg. 11 Planeten).

Wegen einer angeblich »drohenden Krise« wird die Priorrätin von der routinemäßigen Einweihung einer Transmitterwerft auf dem Khanonsystem-Planeten Vastant nach Galazin zurückbeordert. Das geht aus einem als amtlich und vertraulich zertifizierten Hyperfunkspruch der Regierungszentrale Akonium hervor.

Während des Rückflugs zur Hauptwelt kommt es zum Beinahezusammenstoß mit einem rematerialisierenden ziemlich antiken Walzenraumer der Mehandor namens OLDORON XXII, die wechselwirkenden Schutzschirme der beiden Raumer treiben die UMA YOMIN ins Inferno. Es gibt viele Tote und Schwerverletzte, letztlich bleiben keine Überlebenden.

Vier Seiten lang beschreibt Hary intensiv den Sterbeprozess Adorhees aus der Binnensicht der ins Schattenreich wegdämmernden Schwerstverletzten.

Während die Priorrätin die Hintergründe des gerade geschehenen Unwahrscheinlichen wie Entsetzlichen nicht mehr durchschaut, geht es ihr dennoch um den finalen Übertrag ihrer Erinnerungen und ihres Wissens auf ihre 18 Jahre junge, unerfahrene »Sekunda« Nemena tan Thanor, ein Klon ihrer selbst, so wie sie Klon ihrer »Mutter« Rheelona tan Thanor gewesen war.
Dann gleitet Anorhee ins Koma. Drei Tage später werden die Animationsmaßnahmen beendet.

Am 10. Oktober kommt es auf der Zentralwelt
Galazin zum Beginn des Staatsakts für die ranghöchste politische Beamtin der Akonen mit hochrangigen Leichenbegängnisbesuchsdelegationen aus der ganzen Milchstraße, darunter Cascard Holonder, Homer G. Adams und der USO Lordadmiral Monkey mit seinem achtjährigen »Pflegesohn« Ole Severim an seiner Seite. Diesen kennen wir ja seit PR 3241 »Facetten aus Eis«. Die USO ist mit der NIKE QUINTO vor Ort, zudem separat und getarnt mit deren Beiboot RATBER TOSTAN, das nun unter dem Namen FÜRST ALONCHES firmiert.


Die 12 Mio EW-Hauptstadt Ehembor mit der Regierungs- und Verwaltungszentrale Akonium im Zentrum ist blassgelbgeschmückt, das ist die Farbe akonischer Trauer.

Erst während der bereits laufenden Trauerfeier wird der tatsächliche Tod der Beizusetzenden verkündet, die Akonen setzen »Beerdigungen« terminlich bereits vor dem definitiven biologischen Ende an.

Im Vorfeld hat bereits das böse Wort »Mord an der Priorrätin« die Runde gemacht, einer der Gründe für die Anwesenheit des USO-Chefs. Mord durch »Raumschiffsbillard«?

Zunächst soll die »Auslesung des Gedächtnisses« der abgelebten Priorrätin und der Übertrag auf ihre »Sekunda« Nemena tan Thanor erfolgen, die sogenannte »Inskription«.

Offenbar sind nicht alle Mitglieder des Akoniums
mit der für Außenstehende recht undemokratisch wirkenden Art der Klon-Sukzession einverstanden, die Sekunda wird von vier Ratsmitgliedern bedrängt.
Monkey wird dabei auf Shunan ont Viu aufmerksam, der Leiter der privaten Organisation »Waches Akon« ist und offenbar auch den Sicherheitsapparat des Staates kommandiert oder beeinflusst.

Die Inskription überträgt den Rest von Adorhees Amtszeit auf ihren Klon Nemena, das »Wache Akon« versteht sich als Lobby der inskribierten Klone. Voraussetzung dafür ist allerdings das Ja einer ad hoc-Volksabstimmung mit der Frage »Sukzession oder sofortige Neuwahlen«.

Es stellt sich heraus, dass eigentlich Nemena es war, die Monkey nach Ehembor gebeten hat.
War es ein Hilferuf? Nemena versteht sich prächtig mit dem kleinen Ole.

Die Delegationen wohnen im Galaktotel tan Thruu, unmittelbar gegenüber des Akoniums im Zentrum Ehembors.
Dort checkt auf Weisung Monkeys auch der kolonialterranische USO-Spezialist Ram Wood mit seinem winzigen Spezialroboter Kolossos im Rucksack ein. Dieser ähnelt karikaturartig einem Siganesen.

Wood leidet unter extremer Schilddrüsenüberfunktion mit hyperaktiv-katabolem Stoffwechsel, körperlich schwächlich, dünn wie eine Bohnenstange, in gewisser Weise araähnlich und - trotz massiven Fressattacken - immer am »Verhungern«. Gleichzeitig macht ihn sein »schilddrüsenhormonübertaktetes Gehirn« zum kriminologischen Genie.

Ram Wood ist den akonischen Behörden und dem Energiekommando wohlbekannt.

Während des Besuchs des Attachés des Akonenaußenamts Bermen tan Glofindul kommt es in einer Nachbarsuite zum Mordanschlag eines »Whistler-Serviceroboters« auf den Topsid-Botschafter Vrechnar-Arrm.
Woods Roboter Kolossos erledigt den Angreifer per Thermostrahl.

Wood und tan Glofindul werden von den akonischen Sicherheitskräften zu den Vorgängen verhört, danach kommuniziert Wood während eines nächtlichen Spaziergangs auf einem abgeschirmten Funkkanal mit Monkey.
Alsdann macht er sich als »Tourist« in nämlicher Nacht im Akonium vorstellig.
Dort ist auch der Sitz des Innenministeriums und des zentralen Datenarchivs des Energiekommandos.
Während Wood Interesse an der im Akoniumfoyer befindlichen, rund um die Uhr geöffneten Geschichtsausstellung heuchelt, dringt Kolossos in die verbotenen Regionen des Gebäudekomplexes ein und sichert Daten, die belegen, dass keinesfalls das Energiekommando, der Geheimdienst Akons, hinter Adorhees »Unfall« steckt, sondern die Geheimdienstler selbst im Dunkeln tappen.

Danach muss der Lordadmiral der USO diplomatische Verwicklungen wegen des Wood-/Kolossos-Einbruchs ins Energiekommando-Archiv abbiegen.

Dann erfolgt die zeremonielle technische Gedächtnisauslesung der toten Priorrätin auf dem Galazin-Mond Xokolon durch den Ara Pehn mittels eines Mnemolektors, einer SERT-Haubenvariation.
Monkey und Nemena wohnen ihr u. A. bei.

Dabei kommt es zu einem Anschlag durch zwei offensichtlich fremdgesteuerte und genetisch überformte Begleiter des ebenfalls der Prozedur beiwohnenden Sunan ont Viu. Mit diesem zusammen schaltet der Oxtorner aber die Beiden aus.
Gescheitertes Ziel war offenbar die Zerstörung der Leiche der toten Priorrätin.

Monkey hegt den Verdacht, dass der aufgeflogene Clubräsident des CdL Achill Maccao (PR 3251) hinter den Vorgängen bei den Akonen stecken könne.

Am 12. Oktober 2097 NGZ wird die Leiche Adorhees in der Korona der Sonne Khanon zeremoniell beigesetzt. Holonder, Adams und Monkey sind auf dem Bestattungsschiff SOLIMA TORMAS dabei.

Der Ara Pehn gibt bekannt, dass bei den toten Attentätern »Neuronalkonstrukte« implantiert waren und tomopatisches Erbgut eingearbeitet wurde.


Monkey vermutet, dass der gestaltwandlerische Achill Maccao in irgendeiner Rolle an Bord anwesend ist.

Vor der Koronabestattung inszeniert der Varovaar-Prediger noch eine 3D-Sequenz aus dem ehemaligen Amtsantritt der Toten und lässt sie Nemena als Nachfolgerin bis zur turnusgemäßen Neuwahl empfehlen.

Über diese vorläufige Sukzession in der Art einer POTUS-Amtsübernahme durch die Vizepräsidentschaft ist am 16.10.2097 NGZ eine akonische Volksabstimmung vorgesehen.

Währenddessen stößt Wood am Raumhafen Akktut auf die heruntergekommene OLDORON XXII, die renoviert wird.
Mit seinem Kolossos-Miniaturroboter schleicht er sich an Bord und gewinnt beim Belauschen der Mehandors Hinweise auf einen gewissen Urek as Simtar, der den Mehandor eine eisplanetare Abbaustätte von 6D-Schwingquartzen benannt hat
(Oldorons Hort im System von Oldorons Stern, 18.000 LJ von Khanon entfernt).
Ein bereits geborgener Schwingquartz
wurde von diesem Unbekannten offenbar bereits mit horrender Summe von 50 Mio Galax teilbezahlt.

Recherchen ergeben keinen Hinweis auf die reale Existenz eines Herrn da Simtar.

Dann wird der beim Attentat auf dem Mond Xokolon schwerverletzte und nun medizinisch weitgehend wieder hergestellte alte Nuur tan Harol, Rat für Innere Staatssicherheit und Stellvertreter der toten Priorrätin, aus dem Heilschlaf erweckt. Er ist auch Derjenige, der die Volksabstimmung über die Sukzession Nemenas oder Neuwahlen absegnen muss.

Eigentlich sind alle Anwesenden verdächtig, Drahtzieher mit verwinkeltem Plan zu sein.
Bei Nuur tan Haarol angefangen, natürlich auch Sunan ont Viu und Andere.

Monkey weiß, dass ein gestaltwandlerischer Achill Maccao selbst vor Selbstverletzung zu Täuschungszwecken nicht zurückschrecken würde.

Am Abend des 13.10.2097 NGZ fliegt die NIKE QUINTO ab, angeblich mit Monkey an Bord.
Der Lordadmiral wechselt aber heimlich auf die RATBER TOSTAN aka FÜRST ALONCHES.

Er erhält eine Barniterganzkörpermaske und firmiert künftig als Tastur-A3.
Auch Wood wechselt auf die FÜRST ALONCHES.

Man ist sich einig, dass es vermutlich kein »unentdecktes 6D-Mineral« gibt und der Kristall aus dem Fundus Achills stammt, der damit die Mehandor geködert hat.

Man ist sich sicher, dass der CdL die akonische Räterepublik destabilisieren will.
Es ist ein und derselbe Unbekannte, der von einem angeblich unbekannten 6D-Schwingquartz / -fundort weiß, der das Raumleitsystem im Khanonsystem manipulierte und regierungsamtliche Hyperfunksprüche fälschte. Adorhees Tod war eine Hinrichtung mit Ziel.


Der Abspann lautet:

Im Hauptsystem der Akonen geht etwas vor - aber was? Wer hat welches Interesse am Tod der Priorrätin? Und wer hatte die Macht, ihren Tod auf diese Weise herbeizuführen?
Kai Hirdt sucht Antworten und lenkt den Blick im Roman der kommenden Woche auf die designierte Nachfolgerin.
DIE WAHL DER AKONIN
Zuletzt geändert von Richard am 1. Februar 2024, 00:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Fallada
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Fallada »

Danke für den Spoiler. Ich rezensiere diese Woche nicht da mir die Leseprobe nicht zugesagt hat ☹️ und dein Spoiler sagt mir, daß ich damit richtig lag. Hab diese Woche auch nur zwei freie Tage - Zeit zum Erholen von der körperlich doch sehr stressigen Arbeit.
Auch 2024 geht der Irrsinn weiter: wie jedes Jahr ein GDL-Streik da man ja partout Tarifverträge nur für 12 Monate abschließen will :fg:

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Stätter
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Stätter »

Fallada hat geschrieben: 1. Februar 2024, 14:01 Danke für den Spoiler. Ich rezensiere diese Woche nicht da mir die Leseprobe nicht zugesagt hat ☹️ und dein Spoiler sagt mir, daß ich damit richtig lag. Hab diese Woche auch nur zwei freie Tage - Zeit zum Erholen von der körperlich doch sehr stressigen Arbeit.
Sehr schwierig, aus dem Roman einen Spoiler zu machen:
Der Roman ist ein Blockeröffnungssetting:

Offenbar wird der CdL im aktuellen Zentralsystem der Akonen (Khanonsystem - Akonische Räterepublik) aktiv und versucht die politischen Abläufe zu steuern. Kernziele unklar!

Dagegen halten Monkey und der schräge USO-Kriminologe Ram Wood, seines Zeichens mindestens ebenso dauerverfressener wie spindeldürrer Extremhyperthyreotiker, mit seinem Miniroboter »Kolossos« im Rucksack, der siganesisch erbaut ist und karikierend einem Siganesen ähnelt.

Mit dabei ist der achtjährige Monkey-Ziehsohn Ole Severim.

Targetfigur verschiedener Seiten ist der Klon Nemena tan Thanor, Nemena rückt nach dem komplex larvierten tödlichen Anschlag des CdL auf ihre Klonmutter Adorhee tan Thanor in den Mittelpunkt des Geschehens.

Adorhee, selbst Klon, war im Leben Priorrätin der Räterepublik gewesen und somit höchste politische Exekutivinstanz.

Dem Tod im Amt können prinzipiell Neuwahlen folgen oder für die noch verbleibende turnusgemäße Amtszeit der Ermordeten gibt es eine Klonsukzession mit Erinnerungsübertrag der Toten auf ein genetisches Abbild ihrer selbst (Insription), in diesem Fall auf die 18jährige Nemena. Auch eine solche Sukzession bis zum Ende der Wahlperiode der Toten erfordert formal ein Referendum.

Eine Mehandorsippe ist maßgeblich in die Geschehnisse verwickelt und hinter einem angeblich existenten Strippenzieher Urek as Simtar vermutet Monkey den gestaltwandlerischen CdL-Präsidenten Achill Maccao, dieser könnte allerdings auch noch in anderer Maskerade agieren.

Das Ganze läuft vor dem Hintergrund des Staatsbegräbnisses für die ermordete Priorrätin.
Auch Holonder und Adams sind als Trauergäste dabei.

Knapper kann man es nicht zusammenfassen.

Der Roman leidet einigermaßen unter den vielen vielen Namen, die man sich kaum behalten kann.
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Fallada
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Fallada »

@Stätter
"Der Roman leidet einigermaßen unter den vielen vielen Namen, die man sich kaum behalten kann."
Oha, da ist mir Arbeit erspart geblieben :D
Auch 2024 geht der Irrsinn weiter: wie jedes Jahr ein GDL-Streik da man ja partout Tarifverträge nur für 12 Monate abschließen will :fg:

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DerBert
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von DerBert »

Vorneweg:
Den Fleiss des Spoileranten in allen Ehren - aber ein Spoiler der im Umfang quasi die Lektüre des Heftes ersetzt ist eigentlich kein Spoiler mehr.*

Nun zum Heft:
Nach dem UA Ende Januar für mich den qualitativen Turnaround 2024 einleitete, kam von BCH jetzt ganz klar ein Heft das man nicht so nebenbei "weglesen" kann. Raffiniert geschrieben wenn auch aus Sicht eines Nichtmediziners mit kleinen Schwächen in der Plausibilität (warum bleibt das Schilddrüsenproblem im sechsten Jahrtausend unbehandelt - nur für den Gehirnoverdrive? Wie kommt ein Rohr dass den Brustkorb durchbohrt zur Kehle wieder raus?) und auch ansonsten in der Ablauflogik (warum muss der flugfähige Kolossos in den Korb gehievt werden und wie kam der Korb überhaupt aus der Kabine zum "Topsider-Tatort"?).

Vielleicht hat mich aber auch einfach die Rasanz überfordert.

Insgesamt habe ich schon den Eindruck, dass unsere" *hüstel*Jung*hüstel*autoren wie BCH, OF und auch KH sich sehr viele - und vor allem gute - Gedanken um Details machen. Das Heft ist ein prima Auftakt für einen USO-Krimimehrteiler der sicher auch den einen oder anderen Nostalgiker erfreuen könnte - für mich gewissermaßen ein Scheer mit Gefühl. Damit kann ich leben. Und vor allem kann ich mich auf die Fortsetzung durch den nächsten *räusper*Jung*duckundweg*Autoren freuen!

Grüßle, DerBert

*ich verweise auf Uschi Zietsch' Äußerungen zu Textumfängen im Gespräch mit dem Raketenheftleser
STDu1711
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von STDu1711 »

Der letzt USO-Roman war ja nicht so mein Ding und dementsprechend schlug ich das Heft mit einer gewissen Skepsis auf. Die - die Skepsis, nicht das Heft - legte ich aber schnell zur Seite. Kurz und gut: 2-2-2. Ein sehr schöner Roman, der mich gut unterhalten hat und ein gelungener Auftakt eines, ähem, nennen wir es einfach mal Viererblocks.

Auch die Figur des Ole, mit der ich mich im letzten USO-Abenteuer überhaupt nicht anfreunden konnte, fand ich hier gelungen geschildert und in die Handlung integriert. Ansonsten freue ich mich auf das nächste Heft.

Eine Frage drängt sich mir zu Achill Macao auf: wenn er Gestaltwandler ist, wieso soll man ihn dann an seinen hellen Augen erkennen können?
Zuletzt geändert von STDu1711 am 2. Februar 2024, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
STDu1711
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von STDu1711 »

DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 Vorneweg:
Den Fleiss des Spoileranten in allen Ehren - aber ein Spoiler der im Umfang quasi die Lektüre des Heftes ersetzt ist eigentlich kein Spoiler mehr.*

...
Hast ja recht. Aber meine Empfehlung ist immer: lies ihn einfach nicht. Mach ich jedenfalls so. Unabhängig davon ob lang oder kurz: vor dem Heft lesen macht er mir die Spannung kaputt und ihn danach zu lesen scheint mir irgendwie witzlos.
Atistippos
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Atistippos »

OLDORGON XXII
So, so. Wilhelm Reich taucht jetzt auch noch in der Serie auf. Hat dann insofern etwas Gutes. weil mir da dann auch Kate Bushs Cloudbusting einfällt, mit den schönen Streicher-Arrangement.
Es sei denn, Old Orgon ist eine mir nicht bekannte Schnapsmarke.
Wie auch immer: das mit den Namen hat mir schon einmal gefallen. Ich gehörte ja zu den Leuten, die aufstöhnten, als eine LEIF ERICKSON auftauchte; da finde ich es schön, wenn Namen aus der Serienhistorie auftauchen. Die ist ja mittlerweile ja auch wirklich lang genug.

Der Roman. Schwierig. Ben hat ja nun einmal das Pech, dass seine Schreibe eine ziemlich hohe Kompatibilität mit meine Lesemodellen hat. Ich schätze es, wie er seine Szenen aufbaut, und ich schätze es, wie er seine Dialoge mit Beschreibungen verbindet. Ein Roman ist nun einmal ein Roman und kein Drehbuch.

Ansonsten schätze ich sein Bestreben, Texte zu verdichten.
Das Problem ist dabei dann, dass meine Erwartungshaltung auch höher ist, als bei anderen Autoren und Autorinnen dieser Serie.
Das mag jetzt etwas unfair sein, das ist aber eben auch der Preis des Erfolges.

Die Geschichte ist einfach so, wie sie ist, es ist der Auftakt, da wird dann das Szenario aufgebaut, das funktioniert ganz gut. Dass auch dieser Agent mal wieder einen mehr oder weniger größeren "Hau" hat, das muss dann wohl so sein. Das gehört zur Serie, wie die Spielzeuge zu James Bond.

Ich finde das übertrieben, denke, dass es gerade in diesem Falle wieder einmal sehr übertrieben.

Dass wir was über die Akonen erfahren, finde ich auch schon einmal gut. Dieses Völkchen ist im Sinne der klassischen Definition immer recht "stiefmütterlich" behandelt worden.
Anwesende Stiefmütter und -väter bitte ruhig bleiben, das ist nicht als persönliche Beleidigung gedacht.

Dass es bei Akonen dann gleich wieder dubios zugeht...- Na ja.

Dass das jetzt eine Räterepublik ist - toll. Bekommen wir noch eine Auszug aus der Verfassung?

Die ganzen Klonereien hätte ich nicht gebraucht, die finde ich ebeso überflüssig, wie die entkörperten Gehirne.
Solche wirklich billigen Effekthaschereien braucht es nciht.

Die ganz Agentenstory ist - na ja - etwas wirr. Das haben Agentenstorys aber regelmäßig so an sich. liegr wohl am Sujet.

Alles in allem etwas wirr aber auch nicht katastrophal schlecht.

Die Autoren, zumindest ein Teil von Ihnen scheint derzeit ein gewisses Interesse daran zu haben, Nahtoderfahrungen oder Sterbeszenen zu schildern. Eir hatten da Band 3236 von von MMT, wir hatten Uwe Anton in der Vorwoche, und wir haben jetzt diesen Roman.

Dass ein Auto0r sich einer solchen Sache einmal stellen möchte, kann ich nachvollziehen, andererseits gibt es da das Dictum Wittgensteins; und wie das so ist mir dem Sterben, Sterben, das wissen wir erst, wenn wir es hinter uns haben - dann wird das mit dem Berichten aber kompliziert.

Ich befürchte daher, dass ein Aturo sich dabei auf sehr dünnes, sehr glattes Eis begibt. Da schlittert man dann schnell und bricht unter Umstanden ein.

Letztendlich mag da jeder selber drüber nachdenken, für wie gelungen er die jeweiligen Szenen hält.

Bei mir hat keine der angeführten Szenen irgendwelche Emotionen ausgelöst.

Alles in allem: irgendwo zwischen ambitioniert und und typisch rhodanscher Agentengeschickte.
Keine Noten. ;)
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Ben Calvin Hary
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Ben Calvin Hary »

DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 warum bleibt das Schilddrüsenproblem im sechsten Jahrtausend unbehandelt - nur für den Gehirnoverdrive?
Es ist natürlich eine spezielle, unheilbare Space-Variante: Ram Wood ist als Kind in den Kessel mit dem Hyperkristall-Schilddrüsentrank gefallen. Steht irgendwo auf Seite 195 im gedruckten Heft. Lies doch einfach!
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 Wie kommt ein Rohr dass den Brustkorb durchbohrt zur Kehle wieder raus?)
Gar nicht. Deswegen find' ich's gut, dass das so im Roman auch nicht steht. :-P
(Ernsthaft: ich seh', wie man den Satzteil "mit der Brust voran" fälschlich so interpretieren kann. Da muss der Autor eindeutiger formulieren, ganz klar!)
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 warum muss der flugfähige Kolossos in den Korb gehievt werden
Muss er nicht. Aber das Licht in meinem Wohnzimmer geht auch per Sprachbefehl aus. Trotzdem bediene ich lieber den Schalter! ;) Also was spricht dagegen, dass er es trotzdem tut?
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 und wie kam der Korb überhaupt aus der Kabine zum "Topsider-Tatort"?).
Ganz einfach! *Murmelmurmel*hyper*murmelmurmel*dislokatorkluft*murmelmurmel*teleportfiktivtrans*murmelhusthusthust.
Das versteht doch jeder!
RolfK
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von RolfK »

Ein gefälliges Heft, das ich gerne und mit Vergnügen gelesen habe. Die akonische Zivilisation als Schauplatz, und auch der "Agent it Handycap" haben mir gefallen. Etwas irritiert war ich von der Schilderung des Kampfes während der Gedächtnisauslesung: Da ist Monkey vom Kampf erschöpft, sein ZAC muss Aufbauarbeit leisten, und ein normaler Akone muss ihm aufhelfen. Es scheint, als habe der Autor bei dieser Passage die oxtornische Konstitution mit einer Anpassung an 4,8 g und einem Körpergewicht von 750 kg aus dem schriftstellerischen Blick verloren.
DoctorMabuse
Marsianer
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von DoctorMabuse »

Unterhaltsamer Roman mit viel Lokalkolorit. Die Heftinterpretation einer Hyperthyreose ist eine Kreation des Autors, vielleicht beim nächsten mal einfach eine Krankheit erfinden, also z.B. tefrodische Gürtelrose oder barnitischer Tripper.

Dass Monkey immer einen achtjährigen Jungen mit sich herumschleppt, empfinde ich als Vater schon mehr als seltsam. Schulbesuch? Tagesstruktur? Der große Onkel?

Oder folgt die USO jetzt der Katholischen Kirche nach? Für mich ein Szenario, das man beenden sollte. Dafür kann der Autor nichts.
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Stätter
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Stätter »

DoctorMabuse hat geschrieben: 2. Februar 2024, 16:29
(gemeint ist Ole Severim!) ….Für mich ein Szenario, das man beenden sollte. Dafür kann der Autor nichts.
Ich vermute bereits seit der Einführung der Figur, dass Ole Severim nicht einfach Ole Severim ist!

Eigentliches Angriffsziel des CdL oder Kmossens in diesem Plot über 4 Romane ist Monkey!

Das war der USO-Chef schon in Roman
Nr. 3241 »Facetten aus Eis«, wo auch Ole erstmals präsentiert wurde.

Die geplante Umwidmung der USO zu Diensten des CdL war schon in den Romanen mit Bo Ingwersen und Cordt Pahr avisiert.

Wir werden am Ende des 4er-Blocks sehen, was mit Monkey passiert. Wird er umgedreht oder gestaltwandlerisch ersetzt?

Ole arbeitet entweder für Kmossen oder ist - für mich wahrscheinlicher - eine Art hintergründiger Schutzengel für Monkey (eine Form von ES-Konzept?).

Jedenfalls ist er nicht einfach ein naseweiser intelligenter Junge.
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Heu
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Heu »

Eigentlich bin ich kein Fan von Krimis, Thrillern oder Geheimdienststories, aber dieser Roman hat mich mitgenommen, sodass ich ihn auf einen Rutsch gelesen habe. Ein würdiger Einstieg in ein neues Szenario. Ich freue mich schon auf die drei Fortsetzungen.

Ein skurriler Geheimagent mit Extremstoffwechsel eröffnet erzählerisch natürlich ganz andere Pespektiven als ein Supermann wie Monkey. Ein gut gewählter Kontrast. Mal sehen, wohin sich dieses Gespann noch entwickelt.

Ob die Akonen wirklich eine Räterepublik haben, wie ich sie verstehe und wahrscheinlich viele Andere auch (also Sowjetunion oder Räterepublik in Bayern nach dem ersten Weltkrieg) oder ob es nur eine zufällige Namensgleichheit ist, muss sich noch zeigen.

Die Idee mit den Klonen für die restliche Wahlzeit eines Staatsoberhaupts finde ich als Gedankenspiel originell. Ist mal was anderes.

Auf jeden Fall wird man dem Roman nicht gerecht, wenn man ihn nur anhand der Spoiler beurteilt. Gilt eigentlich für alle Romane.
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Stätter
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Stätter »

Heu hat geschrieben: 2. Februar 2024, 19:58
Auf jeden Fall wird man dem Roman nicht gerecht, wenn man ihn nur anhand der Spoiler beurteilt. Gilt eigentlich für alle Romane.
Das ist selbstverständlich und muss nicht weiter diskutiert werden. Ein Spoiler ist nicht der Roman und kann und soll ihn nicht ersetzen.
Das ist prinzipiell unmöglich!

Ein Spoiler ist ein Aufhänger für die Romandiskussion und kann im Einzelfall auch informatorisch grob auf Stand bringen, wenn man mal ein Heft versäumt hat oder sich in einer Lesepause befindet.

Das ist Alles!
Wenn man überwiegend keine Spoiler wünscht, habe ich sicher Nichts dagegen.
Ich lese die Hefte eh und früher als die Meisten.

Dann ist aber auch das Format Spoiler-Thread als solches erledigt und kann durch eine rein freie Diskussion ohne jeglichen Spoiler ersetzt werden.

Fallada und ich werden gewiss nicht darunter »leiden«. :D

Das Berufsleben ist fordernd genug.

Eine Zusammenfassung bedeutet nämlich schon eine kleine konzentrierte Mühe und man macht das eher nicht aus Jux und Tollerei.
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ParaMag
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von ParaMag »

Auch wenn ich Momentan nicht lese, die Spoiler lese ich schon mal (lange nicht alle!). Als Zusammenfassung (Perrypedia ausgenommen, m.W. hat Fallada auch schon eingestellt) ist das sehr gut zu gebrauchen. Da braucht es es keine x’te Meldung „les ich eh nich“, ist doch toll das es noch Enthusiasten gibt!
War schon jemand in öffentlichen Büchereien, wie es da um Angebote zu SF/Fantasy steht? Ich habe die letzten 3 Monate einige besuchen dürfen.
Zu Fantasy waren die Angebote noch relativ gut, SF zum Teil erschreckend dünn. Das gibt mir eher zu denken.
oneiros
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von oneiros »

Wenn eine Figur einen deutlich erhöhten Kalorienbedarf hat und deshalb deutlich mehr Nahrung zuführen muß - dann muß die Nahrung auch verdaut werden und wieder raus. Deshalb müßte Herr Wood eigentlich deutlich mehr Zeit in der Hygieneabteilung verbringen. Und er braucht einen deutlich schneller arbeitenden Verdauungsapparat - AFAIK haben Extermsportler da ein Limit, weil irgendwann auch mit Konzentratnahrung nicht mehr genügend Energie zugeführt werden kann.

Und ich frage mich, was ein Oxtorner (der unter 1G das zehnfache Körpergewicht eines Durchschnittterraners hat) eigentlich so an Nahrungsab- und zufuhr macht. So >100MJ in 24h durch einen lemurioden Organismus zu pumpen stelle ich mir herausfordernd vor.
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Ben Calvin Hary
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Ben Calvin Hary »

oneiros hat geschrieben: 2. Februar 2024, 21:43 Und ich frage mich, was ein Oxtorner (der unter 1G das zehnfache Körpergewicht eines Durchschnittterraners hat) eigentlich so an Nahrungsab- und zufuhr macht. So >100MJ in 24h durch einen lemurioden Organismus zu pumpen stelle ich mir herausfordernd vor.
Scheer hat auch nie beschrieben, wo Onkel Kasom die komplett vertilgten Rinderviertel »nach Gebrauch« abgesondert hat. Wenn ich einen dramaturgischen Mehrwert darin sehe, schrecke ich auch nicht davor zurück, meine Figuren beim Kacken zu schildern. Aber wer will das lesen? Ich fürchte, spätestens der Chefredakteur würde es mir rausstreichen. ;)
Zuletzt geändert von Ben Calvin Hary am 2. Februar 2024, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
patulli
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von patulli »

Ben Calvin Hary hat geschrieben: 2. Februar 2024, 22:22 Wenn ich einen dramaturgischen Mehrwert darin sehe, schrecke ich auch nicht davor zurück, meine Figuren beim Kacken zu schildern. Aber wer will das lesen? Ich fürchte, spätestens der Chefredakteur würde es mir rausstreichen. ;)
Das habe ich mich bei den Onryonen auch gefragt :unschuldig:
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Ben Calvin Hary
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Ben Calvin Hary »

patulli hat geschrieben: 2. Februar 2024, 22:26
Ben Calvin Hary hat geschrieben: 2. Februar 2024, 22:22 Wenn ich einen dramaturgischen Mehrwert darin sehe, schrecke ich auch nicht davor zurück, meine Figuren beim Kacken zu schildern. Aber wer will das lesen? Ich fürchte, spätestens der Chefredakteur würde es mir rausstreichen. ;)
Das habe ich mich bei den Onryonen auch gefragt :unschuldig:
Touché. Aber ich widerspreche dennoch, denn nach meinem Empfinden ist das trotzdem was anderes. Hier haben wir ein Fremdvolk, dessen völlig fremdartigen Sanitärbräuche (eigentlich sind's ja 1:1 die aus dem alten Rom, aber egal) für zusätzliche Exotik sorgen. Der dramaturgische Mehrwert war da durchaus gegeben: Die sollten ja verstörend in ihrer initialen Fremdartigkeit sein. Auf der anderen Seite haben wir es mit Handlungsträgern zu tun, die dem Leser ja nach Möglichkeit sympathisch sein sollten. Klar hätte Ram Wood denselben Effekt beabsichtigter Verunsicherung etwa bei dem akonischen Diplomaten ausgelöst, wenn er, statt sich mit den Fingern Nudeln ins Gesicht zu schieben, während des Gesprächs bei geöffneter Tür auf dem Klo gesessen hätte. Aber es wird jetzt niemand ersthaft anzweifeln, dass das beim Leseeindruck einen qualitativ anderen Eindruck hinterlassen hätte? :-P
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von STDu1711 »

oneiros hat geschrieben: 2. Februar 2024, 21:43 … - dann muß die Nahrung auch verdaut werden und wieder raus. Deshalb müßte Herr Wood eigentlich deutlich mehr Zeit in der Hygieneabteilung verbringen.
:D

Aaalso. Ich erwähne ja gelegentlich, dass nicht alles, was unsere Helden tun dann auch im Detail im Roman geschildert wird und führe als Beispiel immer den Stuhlgang an. Ich vermute mal, dass ist hier wieder so ein Fall. B-)
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von oneiros »

Ben Calvin Hary hat geschrieben: 2. Februar 2024, 22:22
oneiros hat geschrieben: 2. Februar 2024, 21:43 Und ich frage mich, was ein Oxtorner (der unter 1G das zehnfache Körpergewicht eines Durchschnittterraners hat) eigentlich so an Nahrungsab- und zufuhr macht. So >100MJ in 24h durch einen lemurioden Organismus zu pumpen stelle ich mir herausfordernd vor.
Scheer hat auch nie beschrieben, wo Onkel Kasom die komplett vertilgten Rinderviertel »nach Gebrauch« abgesondert hat. Wenn ich einen dramaturgischen Mehrwert darin sehe, schrecke ich auch nicht davor zurück, meine Figuren beim Kacken zu schildern. Aber wer will das lesen? Ich fürchte, spätestens der Chefredakteur würde es mir rausstreichen. ;)
Es geht mir nicht um das wie. Es geht mir um den Zeitbedarf. Eigentlich müßte ein Oxtorner ständig am Tropf hängen oder halt Stunden mit Nahrungsaufnahme verbringen. Und der dann doch etwas häufigeren Besuch der Entsorgung könnte durchaus mal erwähnt werden. :unschuldig:
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von RolfK »

Dass Umweltangepasste mit höherem Körpergewicht einen höheren Kalorienbedarf haben, kann als Perryversum-Fakt unterstellt werden.
Dass pflanzliche und tierische Organismen von ihren Heimatwelten, die ebenso umweltangepasst sind, bei gleichem Volumen einen höheren Kaloriengehalt haben, als irdische Organismen, dürfte keine allzu gewagte Hypothese sein. Wenn der/die Umweltangepasste also Nahrungsmittel seines Heimatplaneten, oder entsprechend hochwertige künstliche Nährstoffe, zu sich nimmt, ist der Schluss eines übermäßig hohen Zeitbedarfs für die Ernährung nicht unbedingt zwingend.
Für umweltangepasste Verdauungs- und Ausscheidungsprozesse könnte ohne große geistige Verrenkungen ähnliches angenommen werden.
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von STDu1711 »

RolfK hat geschrieben: 3. Februar 2024, 02:18
Für umweltangepasste Verdauungs- und Ausscheidungsprozesse könnte ohne große geistige Verrenkungen ähnliches angenommen werden.
Warum taucht jetzt vor meinen inneren Auge Kot mit Kompaktkonstitution und der Härte von Stahlplastik auf? Wäre der waffenfähig? :D

Aber der Gedankengang ist an und für sich schon plausibel. Man kann sich auch bei langen Aufenthalten außerhalb der Heinatwelt ohne Zugriff auf entsprechende Nahrung, die Zufuhr hochkonzentrierter Nährstoffe, die wenig Ausscheidungsprodukte erzeugen, vorstellen. Ist man dann vielleicht hungrig und der Magen knurrt immer - aber man hat keine Kalorienunterversorgung. Der Agent im aktuellen Heft kann so etwas halt wegen seiner Erkrankung nicht verarbeiten.
Zuletzt geändert von STDu1711 am 3. Februar 2024, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von DerBert »

Ben Calvin Hary hat geschrieben: 2. Februar 2024, 15:21
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 warum bleibt das Schilddrüsenproblem im sechsten Jahrtausend unbehandelt - nur für den Gehirnoverdrive?
Es ist natürlich eine spezielle, unheilbare Space-Variante: Ram Wood ist als Kind in den Kessel mit dem Hyperkristall-Schilddrüsentrank gefallen. Steht irgendwo auf Seite 195 im gedruckten Heft. Lies doch einfach!
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 Wie kommt ein Rohr dass den Brustkorb durchbohrt zur Kehle wieder raus?)
Gar nicht. Deswegen find' ich's gut, dass das so im Roman auch nicht steht. :-P
(Ernsthaft: ich seh', wie man den Satzteil "mit der Brust voran" fälschlich so interpretieren kann. Da muss der Autor eindeutiger formulieren, ganz klar!)
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 warum muss der flugfähige Kolossos in den Korb gehievt werden
Muss er nicht. Aber das Licht in meinem Wohnzimmer geht auch per Sprachbefehl aus. Trotzdem bediene ich lieber den Schalter! ;) Also was spricht dagegen, dass er es trotzdem tut?
DerBert hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:08 und wie kam der Korb überhaupt aus der Kabine zum "Topsider-Tatort"?).
Ganz einfach! *Murmelmurmel*hyper*murmelmurmel*dislokatorkluft*murmelmurmel*teleportfiktivtrans*murmelhusthusthust.
Das versteht doch jeder!

Danke Ben! Ich freue mich sehr, dass Du Dich nicht aus dem Forum vergraulen lassen hast. Es hat schon Mehrwert, wenn man Feedback von den Autoren bekommt.

Grüßle, DerBert
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Re: Spoiler 3259: Detektiv der USO, von Ben Calvin Hary

Beitrag von Askosan »

STDu1711 hat geschrieben: 2. Februar 2024, 09:48 Eine Frage drängt sich mir zu Achill Macao auf: wenn er Gestaltwandler ist, wieso soll man ihn dann an seinen hellen Augen erkennen können?
Weil es sich um eine neue Art der Gestaltwandlung handelt, eigentlich mehr eine "Gestaltmodifikation". Bei diesem Prozess bleiben gewisse Merkmale erhalten, beispielsweise die "wasserblauen Augen". Monkey geht daher davon aus, dass auch bei weiteren Identitäten Maccaos solche Merkmale gegeben sind.
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